Lacherspitz

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Es gibt Tourentage, da stellt sich weder während noch danach eine bestimmte Zufriedenheit ein. So ein Tag war heute.

Geplant war die Tour als Suchaktion nach meinem verlorenen Autoschlüssel. Jedoch natürlich nicht ausschließlich. Exakt die Tour von vor 14 Tagen wollte ich nicht gehen, da die Routenwahl damals mit dem steilen Schneehang nicht ganz glücklich war.

Also bin ich vom Parkplatz an der Sudlfeldstraße hoch zur Kehlheimer Hütte. Kurz danach war Suchpunkt 1 (von drei möglichen). Allerdings hatte es Neuschnee gegeben und alle Spuren waren weg, sodass ich den exakten Rastplatz nur auf ca. 50 qm eingrenzen konnte und damit keine Chance hatte dort unter dem Schnee (ca. 10 cm) systematisch zu suchen. Mir dämmerte damit allerdings auch, dass es an den anderen beiden Suchpunkten ebenso sein würde und legte die Hoffnung insgeheim ad acta.

Ab der Materialseilbahnstation Soinhütte schnallte ich die Schneeschuhe an. Der Weg führte nordwestlich durch bewaldetes Gelände mit tiefen Trittspuren und war relativ schmal. Daher war das Gehen mit den Schneeschuhen nicht besonders komfortabel. Ich kam dann an eine Stelle, die steil einen Hang abwärts führte. Da drehte ich wieder um damit ich etwas oberhalb die Schneeschuhe demontieren konnte. Danach ging es insgesamt mühlevoll aufwärts, wie ich insgesamt heute mir ausgelaugt und langsam vorkam.

Ich kam dann auf die Skipiste und den Lacherlift. Für den restlichen Weg montierte ich mir dann wieder die Schneeschuhe an. Der Weg machte einen Bogen unter der Wand der Kesselwand entlang hoch zur Lacherspitz (1724 m). Leider zog es mittlerweile immer wieder zu und durchgängiger Sonnenschein war damit vorbei.

Bei der Querung hinüber Richtung Seewandköpfl machte dann auch mal wieder ein Kunststoffriemen vom Schneeschuh schlapp. Wie ich solche Probleme löse ist mittlerweile bekannt und ich bestens geübt. Dennoch ist es eben nur ein Provisorium und hat mich auch irgendwie geärgert. Dazu kam dann beim Abstieg, dass ich auch mit den Schneeschuhen nicht so direkt absteigen konnte wie ich wollte, die Zehen stießen dazu noch vorne an und es wurde unkomfortabel. Der Rest der Tour verlief dann unspektakulär.

Wobei ich anmerken muss, heute hatte ich wieder die stabilen Winterstiefel an und deren Sohle ist einfach nicht komfortabel trotz Einlegesohle, sodass mir jetzt danach die Fußsohlen schmerzen. Also keine Variante für Glückgefühle.

Vermutlich war es auch gleichzeitig die letzte Schneeschuhtour dieser Saison.

P.S. Getankt habe ich natürlich in Österreich, um satte 20 Cent günstiger an das Betriebsmittel zu gelangen.