Zunächst die Neuigkeiten:
Den neuen zweiten Radcomputer Ciclosport CM 8.2 habe ich flott erhalten und auch gleich installiert. Heute stand dann die erste Ausfahrt damit an.
Für die heutige Ausfahrt am Feiertag Fronleichnahm habe ich mir einiges vorgenommen. Da ich letzten Samstag meine Wettkampfpneus Conti Grand Prix 4000 S aufgezogen hatte, standen wir beste Reifen zur Verfügung. Um auch meine Eistüte bei einer längeren Fahrt zu testen, zog ich auch diese auf.
Damit hatte ich praktisch alles auf und an, was ich auch bei der Challenge Roth dabei haben werde. Da sich wieder 3 Tage witterungsbedingt nicht radeln konnte, war ich wiederum gut erholt und motiviert. Ich wollte die gleiche Runde wie letzte Woche drehen, um einen guten Vergleich zu ermöglichen.
Ich fuhr also gleich stramm los, musste jedoch nach ca. 5 Kilometern feststellen, dass der Tacho sich wieder verabschiedet hatte. Man war ich geladen…>:( Also fummel fummel und irgendwann nach einem Reset weiter.
Letztlich war die Fahrt extra fett 88| wieder eine beste Fahrt des Jahres. Die Zeit von letztem Samstag habe ich gleich noch einmal um satte 10 Minuten unterboten. 3:41 h habe ich nur für die 133,3 km gebraucht, Schnitt 36,2 km/h. Geht doch…:>>
Nun zur Radwegproblematik:
So etwas kann passieren:
http://www.infranken.de/nachrichten/lokales/kulmbach/Triathlon-Radrennfahrer-erfasst-5-jaehrigen-Bub;art312,287298
Und zwar vollkommen unabhängig von der hier genannten Situation in Zusammenhang mit einem Triathlonwettkampf.
Man muss sich folgendes vergegenwärtigen. Auf einem Radweg, der eben meist eine Kombinationsnutzung mit Fußgängern, Inlinern, Hunden etc. ist, treffen Personen ganz unterschiedlicher Fortbewegungsgeschwindigkeit zusammen. Alles zwischen 0-6 km/h auf zwei oder vier Beinen, Sonntagsradler mit ca. 10-15 km/h und eben auch Rennradfahrer oder Triathleten die Geschwindigkeiten von teilweise mehr als 40 km/h erreichen. Das bedeutet, die Geschwindigkeitsdifferenzen sind enorm.
Selbst Radfahrer unterscheidet ein Faktor 4 in der Geschwindigkeit. Das übertragen auf den Autoverkehr würde bedeuten, ein KFZ mit 80 km/h fährt zeitlich auf einer Landstrasse mit einem Fahrzeug welches sich mit 320 km/h fortbewegt. Das ist undenkbar. Natürlich gibt es auf Landstraßen auf Traktoren die deutlich langsamer sind, aber auch diese fahren heute mit 40-50 km/h dahin und stellen aufgrund ihrer optischen Auffälligkeit nicht so einen Gefahrenherd dar.
Dazu kommt, dass ein Radweg grundsätzlich deutlich schmaler ist als eine Straße. Überholmanöver erfordern praktisch immer ein konzentriertes Fahren beider Fahrer. Nicht selten fahren aber auch Kinder die gerade das Radfahren lernen auf solchen Radwegen, denen man immer eine gewisse Unsicherheit und Unberechenbarkeit unterstellen muss. Es ist also immer eine latente Gefahr, wenn solche Konstellationen aufeinander treffen.
Mich als Triathlet und damit grundsätzlich schnellstem Fahrer am Radweg stört natürlich alles, was mein Fortkommen „behindert“. Gruppen die grundsätzlich in 2er Reihe nebeneinander fahren, Hunde an der langen Leine etc.. All diese Konfliktsituationen muss ich durch Zuruf auflösen, was aber immer erst gelingt wenn ich so nahe dran bin, das ich praktisch schon am Hinterrad des Vordermanns angelangt bin. Die Art und Weise wie die anderen reagieren ist ein ums andere Mal nicht vorhersehbar. Üblich wäre ein ausweichen nach rechts, weil links grundsätzlich überholt wird. Kann aber auch passieren, das die Person genau links rüberzieht und mich damit fast zum Sturz bringt, weil ich genau da überholen will. Alles schon viele Male erlebt.
Grundsätzlich habe weder ich ein Interesse an einem Unfall noch möchte ich Verantwortung dafür übernehmen, jemanden auch nur fahrlässig zu schädigen.
Daher fahre ich äusserst ungern auf Radwegen, zumal am Wochenende. Meine „Rennstrecken“ suche ich mir gezielt danach aus wo welche Straßen entlang führen. Wesentlich lieber fahre ich auf einsamen Straßen ohne Radweg. Und gelegentlich nehme ich bei einem fahrbahnbegleitenden Radweg es in Kauf gegen die Benutzungspflicht eines Radwegs zu verstoßen, weil ich aus den genannten Gründen einer eigenen Risikoabwägung mich gegen die STVO entscheide. Dazu kommt auch noch, das Radwege gelegentlich stark verunreinigt sind.
Die eingangs erwähnte Strecke von 133 km ist nahezu optimal. Es gibt dort nur ein einziges Nadelöhr bei einer Brücke über die Donau von ca. 600 Meter Länge. Dort muss ich einen Radweg nutzen. Dann noch einen breiten Radweg von ca. 2 km Länge. Der Rest von 130 Kilometern geht ganz ohne Radwege und entsprechender Risiken.
an WE und Feiertagen fahre nicht mal ich gerne auf stark befahrenen Radwegen. Aber bei mir kein Problem: ich kann mir meine Fahrzeiten ja aussuchen.