Impftermin – Einfach mal die Füsse still halten

Oh Schreck, es ist erster Januar und noch immer habe meinen Impftermin nicht. Nein, so denke nicht ich, aber wohl einige andere.

Mal nachdenken und Fakten sortieren:

In Deutschland leben über 5,7 Millionen über 80-Jährige. Dazu kommt dass gleichzeitig das Personal der Einrichtungen geimpft wird. Macht geschätzt ca. 10 Millionen Personen.

Lt. Angaben vom BMI stehen bis Ende Januar 3-4 Millionen Impfdosen zur Verfügung. Für das gesamte erste Quartal sollen es 11-13 Millionen Impfdosen sein (die Zahl bezieht sich vermutlich allein auf den Biontech Impfstoff, da nur dieser aktuell zugelassen ist).

Mit kleinem Einmaleins ergibt sich daraus als Schlussfolgerung, dass wenn alle wollen, die verfügbare Zahl an Impfdosen (2 Impfdosen pro Patient) nicht ausreicht um alle Schutzimpfungen für Personen höchster Priorität im ersten Quartal durchzuführen und abzuschließen.

Auszug aus der Coronavirus Impfvervordnung vom 15.12.2020

Dazu kommen die bekannten Anlaufschwierigkeiten die auch nicht überraschen dürfen und es zumindest bei mir, auch nicht tun:

Die Nachfrage nach den Impfungen im Landkreis Forchheim ist bisher sehr hoch, sagt Lukas Hänsch, Pressesprecher des ASB Forchheim. Seit Freischalten der Hotline am Donnerstag hätten sich über 200 Personen telefonisch und über 200 Personen per E-Mail gemeldet. Die Terminvergabe, die über die Feiertage mit zwei Personen besetzt war, solle nun noch aufgestockt werden, damit noch mehr Anrufe und E-Mails bearbeitet werden können.

In der Anfangsphase wird nicht genügend Impfstoff für einen flächendeckenden Einsatz vorliegen. Deswegen wird eine Reihenfolge für die Impfungen festgelegt. Menschen, bei denen das Risiko eines schweren Verlaufs hoch ist, sowie Menschen mit einer hohen Ansteckungsgefahr aus beruflichen Gründen sollen auf freiwilliger Basis zuerst geimpft werden.

Die nächste Lieferung wird laut Forchheimer Landratsamt voraussichtlich am Dienstag, 29. Dezember, eintreffen.
Im Landkreis ist die Nachfrage nach Impfungen laut Hänsch „riesig“: „Wir haben allein 200 Anfragen für die kommende Woche. Es rufen so viele Interessierte an, dass die Telefonleitung dauernd belegt ist“, so Hänsch. Es wird empfohlen, falls möglich, zunächst eine E-Mail zu schreiben.

Also einfach mal die Füsse still halten und abwarten. Lasst diejenigen die dafür Verantwortung tragen ihre Arbeit machen. Denkt daran dass ihr gemütlich bei einer Tasse Glühwein schlürfend zu Hause sitzt und das ganze erst anläuft und Feiertage auch noch da sind/waren/kommen werden.