Jörg Kachelmann hat gute Ansichten zur kommenden Hitzewelle:
„Wenn Sie nicht dringend erben wollen, ignorieren Sie die üblichen »Hitzetipps« von Behörden und Krankenkassen, die offenbar aktive Sterbehilfe abseits parlamentarischer Entscheidungen über die Hintertür einführen wollen. Es gibt bei uns wohl auch so viele Hitzetote, weil im Ergebnis häufig zynisch aufgefordert wird, tagsüber Fenster zu schließen und womöglich dazu noch feuchte Tücher aufzuhängen. So entlastet man die Rentenkasse und schafft Wohnraum, aber es ist nicht das, was ich mir von einer fürsorglichen Gemeinschaft erwarte. Wenn Menschen zu Hause sind und nicht in einem Schloss wohnen, ist es überlebenswichtig, dass sie steten Durchzug haben und idealerweise noch einen Ventilator vor der Nase. Nein, er macht nicht krank und auch keinen steifen Nacken. Er garantiert das Überleben. Der Player ist nicht die Temperatur, sondern die Luftfeuchtigkeit. Deswegen zwar Rollos runter, aber Fenster auf und Ventilatoren auf Dreifachwumms, damit das Schwitzgut abgeführt werden kann.“
Ich werde wie immer traurig sein über den beispiellosen Zynismus der zu erwartenden Hitzeempfehlungen und wünsche mir, dass die Autor:innen derselben sich doch mal versuchsweise in ihr Auto setzen mögen, alle Fenster schließen (»die Hitze aussperren«) und gleichzeitig noch ein feuchtes Tuch aufhängen, um ihre Ratschläge für eine meist nur kurze Zeit selbst umzusetzen. Informieren Sie vorsichtshalber Ihre Angehörigen.
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