Hey DJ

Jetzt dürft ihr auch mich als DJ bezeichnen. Den ehrenvollen Titel habe ich mir innerhalb von 20 Stunden hart erarbeitet. Und das ganze ging so:

Gestern bin ich zur Arbeit mit dem Helminator gefahren, um in der Mittagspause die Frischluftsaison auf 2 Rädern zu eröffenen. Auf der Heimfahrt von HGB nach OHO ereilte mich nach 3 Kilometern ein Plattfuß hinten. Die Aktion war äußerst schlecht geplant, denn ich hatte kein Werkzeug dabei und die CO2 Kartusche die ich zum aufpumpen des Reifens abschloß verpuffte wirkungslos.

Insgeheim dachte mich mir aber besser ich teste die CO2 Kartusche samt Pumpe einmal ohne Not, als u.U während der 180@Roth dumm am Straßenrand rumzustehen. Es blieb dann nur einen Notruf abzusetzen und mich von Kolleschin Silvia nach Hause kutschieren zu lassen. Den redlichen Curry-Snacker als Dank hat sie sich redlich verdient.

Abends zu Hause habe ich mir die Kartuschenpumpe nochmal angesehen und nach einem Umbau festgestellt, dass sie wohl doch zu meinem Sclaverand-Ventil kompatibel ist. Ich habe dann den Schlauch getauscht und alles wieder montiert. Zwei neue Michelin Pro 3 Race Faltreifen und noch einiges an Kleinkram habe ich dann bei Bike24 bestellt. Der Mantel hat bestimmt schon 5000 Kilometer drauf und einige kleinere Verletzungen im Mantel waren auch festzustellen.

Das heutige schöne Wetter wollte ich unbedingt nutzen, da der Wetterbericht für das WE nicht so gute Bedingungen zum Radfahren verspricht. Also gleich nach der Rückkehr nach Hause auf die Maschine geschwungen.

Die Fahrt dauerte aber gar nicht lange, denn nach 9 Kilometern musste ich in Künzing den nächsten Zwangstop einlegen: Platter Nummer 2. Dieses Mal hatte ich im Werkzeugtäschchen allerdings alles zum Schlauchwechsel dabei. Und auch das aufpumpen des Reifens funktionierte einigermaßen. So 4 Bar dürften es gewesen sein was die Kartusche abgab, allerdings bewahrte ich noch etwas an Reserve für alle Fälle auf.

Ich fuhr dann gleich zu meinem Händler des Vertrauens in OHO. Dieser hatte allerdings keinen Falt- oder Drahtreifen in passender Größe vorrätig. So pustete er mir nur den Reifen satt auf und schickte mich zum Hauptgeschäft ins 7 Kilometer entfernte Obergessenbach. 5 Kilometer schaffte ich, dann war wieder Mal die Luft raus…:DD…Plattfuß Nummer 3.

Ich schob dann das Rad bis Untergessenbach zur Hütte meiner Kolleschin (ca. 1 Kilometer) und pustete den Reifen wieder auf. Allerdings entwich die Luft doch recht rasch, sodass nur ein PKW Transport zum Radgeschäft übrig blieb. Das gibt einen weiteren Curry-Snacker für die Kolleschin.

Im Geschäft wurde dann ein neuer Schlauch und ein Schwalbe Ultremo montiert. Das Felgenband wurde ebenfalls ausgetauscht.

Weshalb ich die 3 Pannen hatte ist mir nicht wirklich klar. Besonders in dieser Häufigkeit innerhalb von 20 Stunden. Zuvor hatte ich mit dem Rennrad ca. 10 Jahre überhaupt keinen Platten und mit dem Trekkingrad auch nur 2 Defekte in vielen vielen Jahren.

Statistisch bin ich damit jetzt wieder für viele Jahre von solchen Pannen gefeit.

Dieser Beitrag hat 6 Kommentare

  1. Spannende Geschichte! Mir erschließt sich nur der „DJ“ nicht ganz. Außerdem würde ich für die Kollegin beim nächsten Mal ein Schnaps mitbringen. Die Arme muss schließlich pausenlos Currywurst essen……

  2. Oh, was hätte ich in einer solchen Situation ohne Handy gemacht. Werde doch mal nachdenken, ob ich ein solches nicht doch mitnehmen sollte, denn auch 2-3km sind langwierig beim Schieben vom Rad.
    Aber besser deine Pannen sind jetzt als bei einer Veranstaltung!Wie gut, daß deine Kollegin erreichbar war!

    1. ich empfehle wirklich ein Quitschie mitzunehmen. Im Zweifel kann man sich Trost und Seelsorge holen und sich dann um die profanen Dinge später kümmern.

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