Bevor es zur heutigen Schneeschuhtour auf den Wank geht sollte der Ereignisse des Wochenendes chronologisch gedacht werden.
Dazu gehört dann auch die unerfreulicheste Seite der Medaille. Die Autofahrt nach Garmisch-Partenkirchen. Es liegt Lichtjahre zurück das ich eine Staufreie Anfahrt Samstag Vormittag hatte. Am Autobahnende in Eschenlohe gab es den üblichen Stau bis hinter Oberau. Das nervt insgesamt und macht die zeitlich Kalkulation an so einem Tag immer etwas schwierig.
Kurz nach 12 Uhr war ich in Farchant und ich entschloss mich zur Schneeschuhtour auf den Schafkopf.
http://www.tourentipp.de/de/touren/details.php?id=1490
Weil erst wenig Schnee lag und eine gut getrampelte Spur hochführte entschied ich mich in den Schalenschuhen loszustapfen und die Schneeschuhe hinten am Rucksack festgebunden mitzunehmen. Gestartet bin ich bei minus 12 Grad. Frisch, aber ich hatte dennoch obenrum nicht mehr an als ein langärmeliges Thermoshirt, einen Fleecepullover und die Goretex Jacke.
Nachdem an einer Abzweigung der Weg zum Schafkopf nicht mehr gut gespurt schien entschied ich mich um und bin den Weg Richtung Rossalm gegangen. Weiter oben fand ich dann aber doch wieder eine gute Spur Richtung Schafkopf und bin diese gegangen. Mittlerweile hatte ich auch die Schneeschuhe angelegt.
Im Gipfelbereich wurde es sichtbar felsig und die Spuren endeten dort. Ich versuchte dann einen Weiterweg zum Gipfel zu finden, aber ohne Wegkenntnis erschien mir das Gelände zu steil und schwierig und ich kehrte wieder um. Wie ich später erfuhr hätte ich nach Westen queren müssen und den Gipfel von der Rückseite hoch gemusst. Also war es besser so.
Übernachtet habe ich im Hotel Föhrenhof in Farchant.
Eine sehr empfehlenswerte Unterkunft. Hervorzuheben ist der Nachmittagskaffee zwischen 15 und 17 Uhr der alles Hausgästen angeboten wird. Da ich um Schlag 16 h ankam, konnte ich noch in den Genuss von Kaffee und Kuchen kommen.
Der heutige Morgen bestand aus Kälte. Made in Sibirien. Minus 21 Grad 88|88|
Bei der Fahrt von Hotel zum Wank Parkplatz in Garmisch-Partenkirchen sank die Temperaturanzeige im Auto auf minus 24 bis minus 26 Grad. Ob das ganz stimmte weis ich nicht, es war jedenfalls verflixt frisch :DD
Ich kann mich nicht entsinnen jemals bei einer solchen Temperatur eine Bergtour durchgeführt zu haben. Nicht einmal in Nepal.
Es ist aber wie ich schon des öfteren ausgeführt habe mehr eine mentale Frage. Man darf sich einfach nicht die Frage stellen ob man starten soll. Man tut es einfach. Es ist bei körperlicher Aktivität auch immer so, dass einem durch die Bewegung bald nicht mehr friert.
Heute hatte ich noch eine zusätzliche Schicht Fleecejacke draufgepackt und auch die langen Reusch Windstopper Handschuhe an. Und zwei Mützen an, den meine Öhrchen sind die empfindlichste Stelle bzgl. Kälte an meinem ganzen Körper.
Das einzige Mal wo ich dann fror war oben am Gipfel des Wank, wo der Wind auffrischte und ich „nur“ stand. Ich habe mich daher nicht lange oben aufgehalten und bin über die andere Seite Richtung Esterbergalm abgestiegen. Machte Spass im tiefen Schnee runterzupflügen.
P.S. Die Eisschränke im Haushalt gehen nur bis minus 18 Grad, es war demnach ein Profigerät!





auch am Wank sieht man wenig Wanderer. Die Kälte hat bestimmt viele abgeschreckt.