Garmin – Radtouren – Radform – 457

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Bislang habe ich mein Garmin Gerät nur als Ersatz für einen konventionellen Radcomputer verwendet, d.h. als Aufzeichnungsgerät der Tourendaten.

Das Gerät bietet aber weit mehr Möglichkkeiten. Dazu gehören Strecken, die mittels Navigation abgefahren werden können. Prinzipiell fahre ich viel Strecken bei denen ich aufgrund Ortskenntnis keine Navigation benötige. Um jedoch ein wenig Abwechslung in den Trainingsalltag zu bringen habe ich gestern erstmals eine Tour mit Navigation abgefahren. Es handelte sich um die 160 km Route der Shades of Speed Veranstaltung.

Prinzipiell notwendig ist es, die Strecke auf das Garmin zu laden, dann vor dem Start die Strecke zu aktivieren und wenn der Startpunkt nicht identisch ist wie bei mir z.B. den Punkt zum Start navigieren zu verneinen.

Es ist insgesamt etwas gewöhnungsbedürftig. Dazu musste ich mich an die Art der Navigation erstmal gewöhnen, also welche Angaben im Display was bedeuten. Oft erscheinen Angaben wie RO23, also die Straßenbezeichnung, die aber wohl kaum jemand kennt, also weniger hilfreich ist. Auch abzweigen in Chiemseestr. ist sicher formal korrekt, aber so schnell lässt sich beim abbiegen nicht verifizieren ob die Straßenbezeichnung zutreffend ist. Insgesamt habe ich an zwei Stellen größere Probleme gehabt die Strecke zu finden, dazu einige wenige weitere Unklarheiten. Im Kreisverkehr ist es etwas diffizill, da keine Aussage wie bei Autonavi kommt, Kreisverkehr bei der dritten Ausfahrt verlassen.

Insgesamt hätte ich mir die Routenführung jedoch ohne Navigation nicht zugetraut. Die Strecke ab Ende Simmsee bis Seeon ist wunderschön zu fahren. Danach bis Waging auch auf den meisten Abschnitten. Es gibt zwei knackige Anstiege, einen nach Antwort hinauf nach Bad Abbach und dann hinter Waging. Zum Glück sind es Nebenstraßen ohne Verkehr.

Ab Bad Adelholzen bis Bernau ist fast durchgängig ein Radweg neben der Straße. Ab Bernau kannte ich mich dann sowieso wieder aus.

Ab Bernau hat die Navigation dann nur noch vermerkt, bitte zum Endpunkt fahren. Das hatte ich ohnehin vor, aber Hinweise zur Navigation konnte ich dem Garmin nicht mehr entlocken. Da ich die Route kannte kein Problem, aber so eine Meldung im Nirgendwo ist schon zweifelhaft.

Verpflegt habe ich mich mit 4 Gels bzw. Riegeln. Gestartet bin ich um 8 h.

Diese Woche sind es somit insgesamt 457 Radkilometer gewesen und damit bei weitem die meisten Kilometer in einer Woche in diesem Jahr.

Die Tendenz dass mir harte knackige Sachen nicht mehr liegen verfestigt sich. Aber die langen gemäßigten Touren wie gestern gehen relativ problemlos.

Heute bin ich testweise nochmals gefahren und überraschend haben sich meine Beinchen frisch angefühlt. Bin aber trotzdem gemütlich gekurbelt.

Was sich entgegen den Plänen Anfang des Jahres nicht ergeben hat ist meine Wanderform zu steigern. Seit dem Frühjahr bin ich überhaupt nicht mehr gewandert.

Am Freitag habe ich am Balkon noch ein Wespennest entdeckt. Sofort schritt ich zur Beseitigungstat. Das wollte der King of Wespennest aber nicht ohne Gegenwehr mit sich machen lassen und setzte zur Attacke an. Flott wie das Vieh war stach es mich am Finger. Es war dann so, dass es Samstag bereits vergessen war aber in der Nacht auf Sonntag juckte. Ich erinnerte mich an die Stiche der letzten Jahre wo es auch immer so 36 Stunden dauerte bis das Gift richtig wirkte. Außer dass der Finger ein wenig dicker ist merke ich außer einem geringen Juckreiz allerdings nichts mehr.