Filmtipp: Operation Zucker

Sicher kein leichter Stoff für einen heiteren Fernsehabend, dennoch unbedingt ansehen:

20.15 h, ARD, Operation Zucker

„Berlin im Winter: Die Stadt erscheint in fahlem Grau, die Gesichter der Menschen sind bleich, die Stimmung gedämpft, hinter schmutzigen Fassaden werden Kindersklaven aus Osteuropa gehalten. Regisseur Rainer Kaufmann hat seinen Bildern nahezu alle Farbe entzogen und über seinen Film eine bleierne Atmosphäre gelegt. Denn der Kinderhandel-Thriller „Operation Zucker“ will betrüben – betrüben und aufrütteln.

Für die beste Sendezeit jedoch ist diese Stimmung offensichtlich zu deprimierend, das Ende des Films zu hoffnungslos. Das letzte Bild zeigt eine der jungen Hauptfiguren, wie sie sich auf dem Straßenstrich verkaufen muss, um zu überleben. Die Freiwillige Selbstkontrolle Kino (FSK) hat den Film für eine geplante DVD-Auswertung geprüft und aufgrund seiner pessimistischen Aussage eine Freigabe ab 16 Jahren erteilt. Dieses Urteil hat nun auch der Appellationsausschuss bestätigt, so dass „Operation Zucker“ in seiner ursprünglichen Version erst ab 22 Uhr im Fernsehen gezeigt werden darf.

Die ARD war gezwungen zu handeln: Zum geplanten Sendetermin am Mittwoch in der Primetime läuft nun eine gekürzte Fassung, die dem Schluss der Geschichte ein wenig von seiner unversöhnlichen Wucht nimmt. Die Originalversion ist am Mittwoch ab 22 Uhr in der Mediathek des Ersten abrufbar und wird Donnerstag früh um 0.20 Uhr in der ARD zu sehen sein.
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