Falls neben Gesprächen zu Hunde-, Katzen,- und Babykakka inhaltlich substanzielles zum Thema Klimakrise, Energiewende und Mobilität neben und unter der Nordmanntanne gewünscht ist, füge ich informatorisch Wissenswertes bei.
Christian Stöcker räumt mit 5 Mythen auf, die teilw. auch bereits im letzten Beitrag hier von Maithi aufgegriffen wurden:
https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/streit-an-weihnachten-so-gewinnen-sie-diskussionen-um-auto-und-energie-mythen-a-1c529fdf-d226-4eac-a93b-d21f76b26594
Auszug:
Mythos 5. »Die Strompreise für die Industrie sind hoch wie nie zuvor«
„Zitat aus einer aktuellen Erhebung des BDEW (Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft): »Der durchschnittliche Strompreis für kleine bis mittlere Industriebetriebe (inkl. Stromsteuer) befindet sich 2024 bei 16,99 ct/kWh. Das entspricht einem Rückgang um 7,47 ct/kWh gegenüber dem Mittelwert des vorhergegangenen Jahres.«
Tatsächlich liegen die deutschen Industriestrompreise damit unter denen des Jahres 2017. Damals lag das Wirtschaftswachstum in Deutschland bei 2,2 Prozent. Die Behauptung, »die hohen Energiepreise« seien maßgeblich verantwortlich für die desolate Situation der deutschen Wirtschaft, ist also offenkundig falsch.
Internationale Vergleiche lassen sich interessanterweise nur sehr schwierig ziehen – denn dafür fehlen Fachleuten zufolge einfach die präzisen, vergleichbaren Daten. Fakt ist: Insbesondere die USA, China und Frankreich subventionieren Strompreise massiv. Das Problem der deutschen Industrie sind also weniger hohe Erzeugungskosten als durch Subventionen massiv verzerrter internationaler Wettbewerb. Perspektivisch wird der Strom in Deutschland durch erneuerbare Energien billiger, denn sie sind konkurrenzlos günstig.“
Interessant ist auch stets worüber nicht gesprochen wird. Lange Zeit wurden die Benzinpreise nicht mehr thematisiert. Warum wohl? Ganz einfach, weil es keinen Grund mehr gibt sich darüber aufzuregen.
Die Grafiken hier zeigen, der Preis den ich mit 159 Cent pro Liter letzten Donnerstag gezahlt habe liegt auf dem Niveau von 2012. Bekomme ich noch ein Hörnchen oder einen Urlaub zum Preis von 2012? Wohl kaum…es werden kaum positiv besetzte Nachrichten verbreitet, sondern das schlagzeilenträchtige klickfreudige negative und spektakuläre. So funktionieren Personen, Medien und Algorithmen.