Entwicklung Ölpreis

Es gibt im Grunde genommen den WTI und den Brent Ölpreis. Hier zeige ich den WTI Preis über ein Jahr:

https://www.finanzen.net/rohstoffe/oelpreis

Wie mann sieht, liegt der heutige Preis von 77,5 Dollar nur um 4,4 Prozent höher als vor einem Jahr. Also marginal. Seit dem Höchststand Anfang Juni ist der Ölpreis bereits um ca. 36 Prozent gefallen.

Das ist zwar für alle Verbraucher erfreulich, führt aber letztlich auch dazu, dass die Einsparungen gen 0 tendieren. Das wiederum ist für das Weltklima höchst unerfreulich. Das sich nichts verändert hat lässt sich pi x Daumen an jeder Beobachtung der Verkehrsdichte an Fahrzeugen auf den Straßen leicht festmachen. Es ist schlicht keine Reduktion des individuellen Kraftfahrzeugverkehrs festzustellen. Dazu bräuchte es faktisch einen „Preisschock“, der psychologisch z.B. bei 2,50 Euro pro Liter Benzin liegen müsste. Selbst die 2 Euro Marke würde für ein massives Umdenken und Nachdenken hierfür nicht mehr ausreichen. Die älteren erinnern sich noch an „5 Mark für einen Liter Sprit“ Debatte. Das war 1998 eine grüne Idee, die ich unverändert für richtig halte. Allerdings sind wir auch 24 Jahre später noch lange nicht dort. Das der Verkehrssektor der einzige ist der seit 1990 mehr CO2 rauspustet ist bekannt. Das ist eine direkte Folge der fehlenden Lenkungswirkung des Preises. Hoher Preis geringe Nachfrage – eigentlich ganz einfach. Nur politisch will sich damit seit 1998 niemand mehr die Patscherchen verbrennen, kostete es die Grünen damals fast den Einzug in den Bundestag.

Gestern bei Anne Will führte Clemens Fuest vom IFO Institut sachlich klug aus, weshalb alle sog. Preisbremsen letztlich nicht sinnvoll sind. Und er hat recht. Eine generelle Bremse ist wieder das Prinzip Gießkanne, davon profitieren wie schon beim unsäglichen Tankrabatt auch alle die es überhaupt nicht nötig haben. Also Verschwendung von Steuergeld. Da müssen klügere Konzepte und Lösungen her.