Am Montag hatte ich frei und habe eine 1200 Höhenmeter Tour von St. Margareten auf das Wildalpjoch gemacht. Die muskulären Nachwirkungen habe ich zwei Tage deutlich in den Oberschenkeln gemerkt. Vielleicht nicht ganz wie in den „besten“ Tagen z.B. im Pitztal damals, als ich wirklich kaum die Treppe nach solch einer Tour runtergehen konnte. Aber so, dass ich auch heute früh noch nicht ganz erholt war. Dennoch hatte ich beschlossen radln zu gehen, auch weil der Wetterbericht für die nächsten Tage inkl. Wochenende wieder deutlich tiefere Temperaturen vorhersagt.
Daher bin ich gemächlich nach Kufstein gerollt. Temperatur war so, dass ich oben lang und unten mit meiner hervorragenden Endura Pro SL Bibshort unterwegs war. Es wechselte insgesamt immer mal so, dass ich kurzzeitig zu warm angezogen war und dann fast wieder meine Windweste die ich dabei hatte überziehen wollte (es aber unterlies). Mein prinzipieller Feind ist der andere Verkehrsteilnehmer. An so einem Feiertag wie heute ist natürlich viel mehr los als sonst, insbesondere auf den Radwegen oder z.B. durch Kufstein durch. Da gilt es immer das Fehlverhalten, die Schusselichkeit oder schlicht die Arroganz der anderen im Blick zu halten.
Von Kufstein bin ich dann die dieses Jahr neu erkundete Strecke Richtung Kirchbichl gefahren. Das hätte ich sein können und da ich hinwärts Rückenwind hatte musste ich im Hinterkopf behalten das ganze auch noch wieder heim kurbeln zu können. Was nervte war mein in dieser Saison neu montierter kabelloser Bikemate Fahrradtacho. Der zeigt seit ich ihn montiert habe, immer wieder Aussetzter. Also da schwankt die Geschwindigkeit im Sekundentakt zwischen 0 und 30 km/h, obwohl ich konstant fahre. Das wiederum führt dann zu einer unkorrekten Erfassung der gefahrenen Kilometer. Und damit ist das Teil Schrott und unbrauchbar. Beim Online Händler habe ich mir schon einen Ersatz bestellt:
Ich bin ehrlich gesagt nicht davon überzeugt das dieses Modell wirklich top zuverlässig funktioniert. Wenn nein werde ich wohl wieder auf eine schlichte kabelgebunde Lösung gehen.
Nach Kirchbichl bin ich dann weiter über Angath nach Wörgl. Und da ich noch guten Mutes war weiter nach Kundl. Ich hatte nun die Möglichkeit flach retour zu fahren, entschied mich jedoch über Breitenbach und Kleinsöll die bergige Rundvariante zu fahren. Ich fuhr sehr handzahm, dennoch ging es ganz gut. Wie auch insgesamt im teilweise böigen Gegenwind die gesamte Strecke heimwärts. Klar, der 28er Schnitt ist nichts für die Geschichtsbücher, aber es war mit Abstand die längste Tour diesen Jahres. Ab Erl überholte mich eine Truppe Rennradler und obwohl ich da fast 4 h bereits in den Beinen hatte waren die Jungs auch nicht wirklich schneller und kamen nicht wirklich weg, trotz Gruppe und Windschatten. Am Berg nach Nußdorf stellte ich dann einen sogar und zwei weitere hatte ich am Ortseingang von Nußdorf eingeholt.
Eigentlich erstaunlich, muskulär war bis zum Schluss alles ok und es gab keinen Hänger.
125 Kilometer für das Trainingstagebuch und knapp 4,5 Stunden.