Exakt einen Monat nach meinem Urlaub in Ladis im August war ich wieder dort. Vom 08. bis 15. September verbrachte ich eine Woche Urlaub im Hotel Goies. Gebucht hatte ich eine Woche Wanderpauschale in einem Einzelzimmer Komfort zu 780 Euro (111 Euro pro Tag als 3/4 Pension). Mit Kurtaxe und Getränken kostete es insgesamt 862 Euro.
Hotel Goies: es liegt schräg gegenüber der Sonnenbahn Seilbahnstation, daher sind es nur 2 Minuten um mann sitzt in der Gondel. Das Hotel ist ein ****S Haus, d.h. im Vergleich zum Hotel Forer ein halber Stern mehr. Mein Zimmer war im ersten Stock Nummer 121 (Turmzimmer). Das Zimmer selbst ist schön, die Möbel konventionell, das Bad jedoch modern mit ebenerdiger Dusche, Rainshower Dusche, Design Waschtisch und getrennter Toilette. Störend empfand ich die Lüftung die automatisch periodisch in Betrieb ging und laut war. Da zwischen Bad und Schlafbereich keine Tür war konnte die Schallkulisse auch nicht gedämmt werden. Der zweite Nachteil war der Balkon. Die Größe ist ausreichend jedoch die Lage nach Norden bzw. Nordosten orientiert und zwischen zwei Gebäuden liegend bedeutet Schattenreich (es wurde aber vorab mit eingeschränkter Sicht darauf aufmerksam gemacht). Außerdem blickt mann auf andere Balkone und teilt sich den Balkon (bzw. Balkonterrasse) mit dem Nebenzimmer. Es gab einen einfachen Stuhl darauf. Da hatte das Zimmer im Forer eindeutig die Nase vorn. Außenparkplatz gibt es gratis ca. 50 Meter Fußweg entfernt, Tiefgarage gegen 7 Euro pro Tag. Anfangs war die Gebäudeverteilung etwas verwirrend und ich bin beim Hintereingang mit meinem Geraffel durch den SPA Bereich gestiefelt. Es gibt nämlich auch einen hinteren Aufzug zu dem ich aber nicht in mein Zimmer kam. Wellnessbereich gibt es 3 Stück, die ich auch für die Leserschaft inspiziert habe ohne mich jedoch mit den Usancen näher angefreundet zu haben. Für mich ist Wellness draussen in der Natur zu sein. Insofern könnte mann sich für mich das ganze Geraffel sparen und den Preis senken. Aber so badebemäntelt durch die Gänge zu schlurfen hat wohl für viele was. Die Schlupfen habe ich selbstverständlich als Souvenir für MOM eingepackt.
Ausgesprochen freundlich ist das gesamte Personal. An der Rezeption wird mann freundlich mit Getränk empfangen und erhält auch alle Infos. Der Zimmerservice ist sehr aufmerksam und dekoriert das Bett täglich anders. Im Restaurant merkt mann den gehobenen Anspruch besonders. Natürlich gibt es eine spezielle Wein- und Barkarte. Als schnöselig ist da fast schon nur ein Bier zu bestellen. Die einen mögen es als überaus aufmerksam empfinden mehrfach gefragt zu werden ob alles passt oder noch etwas gewünscht wird die anderen empfinden es als fast aufdringlich. Im Forer habe ich mein Getränk bestellt und gut war es. Preise sind natürlich gehoben, aber eben dem Standard angemessen. Almdudler 3,50 Euro, Bier 0,5 l 4,90 Euro und 1/8 Pinot Noir 6 Euro. Flaschenweine so ab 30 Euro aufwärts. Es gibt täglich zum Frühstück eine Auswahlkarte für das Abendessen auch mit kleinem Faltblatt mit sonstigen Infos wie Wetter, Tourenvorschlägen, Terminen etc. Mit Ausnahme des Abends vom Galadinner gibt es immer 6 Gänge: Salatbuffet, Vorspeise, Suppe oder Vitaldrink, Hauptgericht, Desert und Käse vom Brett.
Die Formulierungen für die Gerichte waren im Forer ausgefeilter. Hier war es fast schnörkellos. Das Essen war insgesamt auf hohem Niveau, natürlich sind es keine Bauernportionen und für mich ist der Beginn um 19 Uhr spät. Mir wäre 18.30 h lieber. Hut hab was die alles in der Küche gezaubert haben, besonders der Galadinnerabend am Sonntag hat alles übertroffen. Das hatte Klasse. Nachteil war aber, es zog sich ganz schön hin bis 21.30 h und für mich, der ich tagsüber mit Ausnahme zweier Nachmittage bei der Jause nie etwas gegessen hatte war Abends einfach Kohldampf angesagt. Nimmt mann jedoch das Angebot der Jause von 14-17 h war (Salate, Kuchen…) ist das natürlich ggf. anders.
Das Frühstück war super lecker. Klar besser als im Forer. Mit süssen Gebäckteilen, sehr viel frischem Obst und Eierspeisen frisch auf Wunsch zubereitet. Ich hatte immer Kaffee denke aber, auf Nachfrage gibt es auch Cappucino oder Latte M. etc.. Das Hotel war sehr gut gebucht. Beim Frühstück war ich immer gleich um ca. 7:45 h und in meinem Bereich fast alleine. Abends war es voller. Maskenpflicht herrschte nur für das Personal die entweder Visier oder Maske trugen. Desinfektionsmittelspender standen an verschiedenen Stellen, insbesondere vor dem Zugang zum Buffet.
Wirklich schön ist auch der Garten mit diversen Liegen und überdachten Himmelbetten (für die Romantikfraktion, nicht genutzt). Aufgrund der Jahreszeit (?) überhaupt keine Kinder, ansonsten gemischt was die Altersstruktur anbelangt. Für Singles auf der Suche aber definitiv nicht der Ort der Wahl. Nachts kein Lärm (bis auf s.o….).
Wiederholungsfaktor: tendenziell trotz allem wahrscheinlich nein, da mir ein Balkon mit Sonnenfaktor sehr wichtig ist und wenn es dann noch eine Liege wie im Forer gibt ist mir das im Zweifel wichtiger. Soweit ich es recheriert habe gibt es kein Einzelzimmer was meinen Kriterien diesbezüglich genügt.
Was natürlich unbedingt erwähnt werden soll ist das Wetter. Mitte September ist es keine Selbstverständlichkeit Temperaturen wie im Hochsommer zu haben und Schönwetter toppt das Ganze noch. Ich konnte acht Tage jeden Tag etwas draußen unternehmen und selbst auf 3000 Meter war es noch temperaturmäßig super auszuhalten. Das ist unbestritten ein wesentlicher Faktor, weshalb diese Urlaubswoche insgesamt traumhaft schön in Erinnerung bleiben wird.
Natürlich war auch in dieser Woche die SuperSummerCard inklusive, was Wanderbus und alle Bergbahnen einschloss. Von den Unternehmungen berichte ich im nächsten Eintrag.