Einbruch

Zunächst einmal die Fakten:

„Wohnungseinbrüche in Osterhofen

Osterhofen. In der Zeit von 11. und 12. Oktober 2010, zwischen 20 Uhr und 6 Uhr, wurde in einem Mehrfamilienhaus in der Kaitersbergstraße eine Wohnung aufgebrochen. Dem bislang unbekannten Täter gelang es die Wohnungstüre zu öffnen. Aus einer Geldbörse entwendete er schließlich mehrere Geldscheine. Eine weitere Wohnung im gleichen Anwesen wurde seit dem 1. Juni 2010 bereits mehrfach von einem unbekannten Täter aufgesucht. Aus dieser Wohnung wurde bereits viermal Geld in Höhe von insgesamt mehreren hundert Euro entwendet.“

http://www.idowa.de/plattlinger-anzeiger/container/container/con/784630.html

Das ganze wäre nicht erwähnenswert, wenn es sich bei dem Mehrfamilienhaus nicht um meine Hütte handeln würde.

Gestern als ich nach Hause kam fand ich ein Schild an der Tür vor, dass darauf aufmerksam machte, dass der Türzylinder der Haustür getauscht worden ist. Die neuen Schlüssel gab es dann bei einer Mitbewohnerin. Der Austausch ist die erste Akutmaßnahme der Hausverwaltung für mehr Sicherheit.

Der Einbruch Montag Nacht erfolgte in Wohnung 1. Die anderen Einbrüche, von denen ich bisher keine Kenntnis hatte erfolgten in einer anderen Wohnung.

An der Haustür war keine Beschädigung, was darauf schließen lässt, der Einbrecher ist mit einem woher auch immer stammenden Schlüssel ins Haus gekommen. Die Wohnungstür war nicht abgesperrt, sodass der Zugang vergleichsweise einfach war.

Erstaunlich ist aber die Chuzpe, nachts in eine bewohnte Wohnung einzudringen.

Nun muss aber noch einiges erwähnt werden, was die Mitbewohner und deren Verhalten allgemein betrifft.

Die Haustür wird generell von bestimmten Mitbewohnern zumindest tagsüber dahingehend manipuliert, indem der Türschnapper aktiviert wird. Dies ermöglicht einen Zutritt ins Gebäude ohne einen Schlüssel benutzen zu müssen. Ein gegen die Tür drücken reicht, um sie zu öffnen. Mir scheint es so zu sein, als ob ich der einzige bin, der diesen Schnappmechanismus regelmäßig ausser Kraft setzt.

Ein Profi kann sich somit ungehindert Zugang zum Gebäude verschaffen, um z.B. das Gebäude vorab gezielt zu erkunden. Da sich die Bewohner in solchen Wohnanlagen kaum untereinander kennen, würde eine fremde Person kaum auffallen.

An der Situation hat sich nie etwas geändert, obwohl wie jetzt klar ist, bereits mehrfach Einbrüche seit Juni erfolgt sind.

Ca. im Juni hat der Hausmeister einen Aushang im Flur angebracht, indem er darum bat, den Flur und die Gänge freizuhalten. Es standen regelmäßig bis zu 5 Fahrräder im Gang, sodass dies im Hinblick auf die Freihaltung von Flucht- und Rettungswegen nicht tragbar war.

Passiert ist überhaupt nichts. Die Hausverwaltung hat dann jedem Hausbewohner eine Mitteilung zukommen lassen, bis zum 10.09.2010 den Flur vollständig zu räumen und drohte mit kostenpflichtiger Entsorgung. Passiert ist auch da wenig. Die Räder sind nie vollständig entfernt worden, der Flur blieb nur kurz ganz frei und im Gang der Abstellräume blieb der Dreck sowieso liegen.

So ist es wenn auf eine Drohung hin keine Konsequenzen gezogen werden. Es ist schlicht immer wieder ein Unverschämtheit von einzelnen Personen wie sie eine sich an geltende Spielregeln haltende Mehrheit ausnutzen und vorführen.

Sicherheitstechnisch ist es ein massiver Unterschied ob eine Tür nur geschlossen ist (Schlossfalle) oder ob ein Riegel aufgehebelt werden muss.

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