Bereits im Januar 2020 habe ich einen Blogeintrag zu dem Film verfasst: https://blog.boccuse.com/wp-admin/post.php?post=16719342&action=edit
Gestern Abend war es nun soweit, nachdem es mir nicht vergönnt war den Film damals im Kino sehen zu können, den Film auf heimischen 55 Zoll zu erheischen.
Gestern kurz nach dem frischen Eindruck von fast 3 Stunden Terrence Malick habe ich folgendes geschrieben: Wenn ich jedem nur noch einen einzigen Film in diesem Leben empfehlen müsste zu sehen, dann diesen hier. Ein Monument.
Auch mit einem Tag Abstand ist der Eindruck unverändert. Ich kann mich an keinen einzigen Film in den letzten Jahren oder ein sonstiges Ereignis erinnern, was mich derart emotional berührt hat. Er hat Szenen einer verstörenden Schönheit, wilder unberührter Berglandschaften zusammengemischt mit innigen privaten kleinen Glückmomenten. Und es gibt Szenen wie die Abschiedszene der beiden Eheleute im Wehrmachtuntersuchungsgefängnis in Berlin Tegel die so aufwühlend sind, dass Worte dafür nicht ausreichen. Malick arbeitet für seine Verhältnisse bezogen auf Chronologie und Logik sehr stringent. Natürlich bedingen bestimmte Bilder und Szenen Verknüpfungen die gewollt sind aber natürlich etwas Vorbildung erfordern. So wird in einer Szene der Acker von Jägerstätter mit Samen bestellt. Das ist natürlich eine Anspielung an das Gleichnis vom Sämann in Markus Kapitel 4.
Und was auf jeden Fall noch einer gesonderten Erwähnung bedarf ist die Filmmusik von James Newton Howard. Das hier von Georg Friedrich Händel findet auch Verwendung:
Sein Grabstein ziert ein Spruch aus Matthäus 16, 25-26:
Denn wer sein Leben erhalten will, der wird’s verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird’s finden. Was hülfe es dem Menschen, so er die ganze Welt gewönne und nähme Schaden an seiner Seele?