Und mit eiskalt meine ich wirklich eiskalt. Nachts hatte es immer um die minus 15 Grad und tagsüber waren in Grainau bei meiner Ankunft am Freitag um 15 Uhr minus 9 Grad. Oben am Wank in der Sonne war es faktisch am wärmsten, dort hielt ich es sogar 1,5 h aus ohne zu erfrieren.
Drei Tage Sonne pur, Kälte gratis und Schnee satt. Wirklich absolut beste Bedingungen um meine Schneeschuhe einmal wieder unter die Füsse zu schnallen.
Abgestiegen bin ich in Grainau im Hotel Jägerhof. Vergleichsweise klein, nichts wirklich besonderes, aber voll in Ordnung. 46 Euro pro Nacht mit Frühstück.

Samstag dann der eiskalte Start mit Eiskratzen am Auto. Dann zum Wankparkplatz. Bin quasi von dort mit Schneeschuhen gestartet und auch so wieder zurückgekommen. Es war eine gut angelegte Spur da. Hochwärts ging ich über die Eckenhütte.

Quasi die Standardroute für mich. Es war insgesamt doch etwas mühevoll, wenngleich die 2:35 h die ich aufwärts benötigt habe doch nicht so schlecht sind.
Irgendwie nur dumm, dass ich mich vorab nicht verpflastert hatte. So hatte ich wie üblich eine aufgescheuerte Stelle am linken Schienbein, eine Blase am linken Fuß und eine Druckstelle am rechten Treter an gleicher Stelle. Das ist leider das kleine Minus. Nicht das es die Unternehmung an sich getrübt hätte, denn es waren wunderbare Stunden in einer wunderschönen Landschaft.

Den Abstieg wollte ich eigentlich über die Frauenmahd machen (wie damals mit dem Nachwuchswandersmann Benschamin Bergsteiger). Jedoch war diese Tour gesperrt aus Naturschutzgründen.

Also doch wieder der Abstieg über die Eckbauernalm.
Die Forststrasse zieht sich wie immer recht öde dahin. Die Verpflegung bestand aus einer Thermosflasche mit Wasser-Saft Mischung und einem Müsliriegel.
Abends gab es Buffet im Zimmer. Mit Coke Vanilla. Eine Premiere.
Interessant, dass Sonntag Morgen zwar ein leichter Muskelkater da war, aber gar kein Vergleich zu den Sommertouren der vergangenen Jahre.
Um nicht ganz ohne Bewegung nach Hause zu fahren bin ich Sonntag zur Maximilianshöhe gefahren (Garmisch). Das ist ein Plateau etwas oberhalb von Garmisch. Darunter haben wir dereinst bei Demleitner-Seitz residiert. Dort gibt er geräumte Winterwanderwege. Aber denen bin ich natürlich ausgewichen. Also im ungespurten Gelände hinauf. Dann waren wieder ein paar Spuren da, bis ich mich wieder entschied, den Erstbegeher zu mimen.
Typisch in solchen Fällen, das Gelände wurde nicht einfacher, Querungen im steilen Gelände, dann wieder steiler aufwärts bis sich die Frage stellte besser nicht wieder retour sondern weiter zur St. Martinshütte und den Geh-Fahrweg retour.
Nur blöd als ich an eine steile Schlucht angelangte und wusste, hier geht es nicht weiter. Also doch den selben Weg retour. Es muss eben immer etwas Expeditionscharakter bei mir haben.


