Ehrensold für Christian Wulff

Es gibt dieses Sprichwort: Ehre wem Ehre gebührt.

Bei Christian Wulff fragt man sich, welche Ehre?

Eine Durchschnittsrente erhält man hierzulande mit 1200 Euro, wofür man ca. 45 Jahre lang arbeiten muss. Christian Wulff hat nun um das 14-fache davon zu erhalten gerade mal 20 Monate gearbeitet. Erstaunlich. Es ist einfach unanständig von ihm einen „Ehrensold“ anzunehmen. Punkt.

Heribert Prantl kommentiert dies in der SZ so:

„…Ungut ist es, dass über den Ehrensold das Präsidialamt zu entscheiden hat, das Amt also, dessen Dienstherr Wulff war. Das ist fast ein In-Sich-Geschäft; das verstärkt den Hautgout der Sache. …

Sie entfiele, wenn er aus persönlichen Gründen zurückgetreten wäre. Auch das ist nicht der Fall; das ergibt sich aus dem Vorwurf, der ihm gemacht wird: Er soll als „Amtsträger“ Vorteile genommen haben. Der Rücktritt steht also in Verbindung zu den Ämtern; das ist furchtbar, aber nicht persönlich. …“

Das zuletzt genannte Argument lässt sich allerdings auch umdrehen. Erweist sich im Laufe der noch andauernden Ermittlungen, dass Wulff als Amtsträger keinerlei Vorteile genommen hat, so entfiele auch der Grund des Rücktritts aus politischen Gründen. Bliebe also dann nur noch der Rücktritt aus privaten Gründen übrig. Und aus diesem Grund stünde ihm kein Ehrensold zu.

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