E10

Mittlerweile hat sich sogar bis in den bayerischen Wald herumgesprochen, was E10 wirklich ist. Bis vor kurzem dachte ich, es sei der Nachfolger von E605, im Volksmund auch Schwiegermuttergift genannt.

Gut, mangels Verwendung hatte ich vor einiger Zeit mit meinen Resten die Fische in der Donau damit gefüttert. Das führte dann erstmal zu einer ansehnlichen Wasserballetdarbietung. Aber nur kurz :DD.

Das war der Gipfel an eingebildeter Ökofrevelei. Ach so, apropos Gipfel: gestern fand dieser sogenannte Benzingipfel statt.

Henryk M. Broder scheint auch ganz Ohr gewesen zu sein und kommentiert gewohnt süffisant:

„Wir wissen ja nicht erst seit gestern, dass Gaddafi ein übler Finger ist, der sein eigenes Volk unterdrückt und wenn es darauf ankommt, auch umbringen lässt. Wir wissen auch, dass er als Terrorpate sehr erfolgreich war. Ich sage nur “La Belle” und “Lockerbie”. Dennoch haben wir gerne Geschäfte mit ihm gemacht, nicht nur um unseren Öl-Bedarf zu decken, sonder auch aus Gründen der politischen Ökonomie. Und nun, da Gaddafi im Begriffe ist, seine Macht zu verlieren, fällt Ihnen ein, dass es besser wäre, ihn nicht zu unterstützen. Was für ein glückliches Timing! Es ist, als würden Sie einer Frau im siebten Monat raten, die Pille nicht zu vergessen. „

http://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article12748787/Herr-Roettgen-Russland-ist-wichtiger-als-Libyen.html

Abends im Heute Journal sah ich gestern Norbert Röttgen. Auch ich bin stutzig geworden bei der Röttgenschen Argumentationskette Gaddafi-Libyen-Öl-nix kaufen.

Ich hätte Röttgen nur zu gerne gefragt, was wir denn vielleicht in wenigen Wochen machen sollen, wenn Gaddafi gegangen sein wird? Zur Unterstützung des Landes und zum Neuaufbau als Unterstützung extra viel tanken? Demos mit dem Motto „Sag ja zum Bleifuß“?

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar