Alles begann eines Freitags im August des Jahres 2011, für die Datumsfetischisten sei der zwölfte Tag des Monats erwähnt.
Die Anfahrt in unser Quartier im Pitztal verlief harmonisch, alle Teilnehmer erreichten gemeinsam das Etappenziel in Plangeross (bei anderen Konstellationen der Puckligen sollen schon mal Personen Teilstrecken zu Fuß zum Zielort zurückgelegt haben
) gegen 16 Uhr.
Ein äußerst freundlicher Empfang wurde uns im Hotel Sonnblick durch eine landestypische Hanseatin bereitet. Natürlich kam uns hierbei der Küstennebelerfahrungsschatz zugute, der ein sofortiges Anknüpfen thematischer Art ermöglichte.
Wie nicht anders zu erwarten, ergab sich die erste Enttäuschung bei einem Teilnehmer, als bekanntgegeben wurde, dass die Abendmahlzeit erst gegen 18.30 h eingenommen werden konnte. Natürlich wurde trotzdem bereits gegen 18.22 h mit den Hufen gescharrt und dies damit begründet, weil die Zimmer die letzten am Flur seien, könne ein Rückstau und eine damit einhergehende Zeitverzögerung auf dem Weg zum Speisesaal nicht gänzlich ausgeschlossen werden.
Das Abendessen besteht jeweils auf einem 4-Gänge-Menue. Es beginnt mit einem Salatbueffet, bei dem aus ca. 15 verschiedenen Salatarten frei gewählt werden kann. Suppe, Hauptgericht (Auswahl aus zwei verschiedenen Gerichten) und eine Nachspeise folgen. Alles ist sehr lecker und auch nach mehreren Abenden konnten keinerlei Beschwerden vorgebracht werden.
Die von den Oldies bewohnte Panoramasuite Alpenglühen ist ein geschmackvolles Kleinod. Allerdings auch mit ungewöhnlichen Eigenheiten. So sind einige technische Raffinessen eingebaut, die auf den ersten Blick nicht entdeckt werden können, jedoch sobald sie auftreten, für erstaunte Blicke sorgen. Eine besondere Variante ist die Schaltung der Beleuchtung des Raumes. Zur Abwechslung ist es möglich, mit verschiedenen Schaltern verschiedene Lampen zu verschiedenen Zeitpunkten Ein- und Ausschalten zu können. Auch eine Stehlampe ist mal an einer Steckdose betriebsbereit, an einer anderen nur Dekogegenstand.
Ein weiteres Schmankerle ist die hochmoderne, am Flachbildschirm aufleuchtende Bedienzentrale über sämtliche TV, Radio und sonstige Medieninhalte. Diese Bedienung erfolgt über eine nach dem Zufallsprinzip funktionierende Fernbedienung. In Abhängigkeit von Tageszeit, Windrichtung und Bediener kann manchmal etwas gezielt gesteuert werden, ein anderes Mal reguliert die Fernbedienung den auszustrahlenden Medienstrom selbsttätig. Ein hoher Unterhaltungsfaktor ist garantiert. Auch ein Timeshift Funktion ist theoretisch verfügbar.
Samstag und Sonntag standen ganz im Zeichen der Berge. Es wurden zwei in etwas leistungsmässig gleichstarke Teams gebildet, die sich schon beim Frühstück nicht duellierten. Das Gipfelteam zog es vor zur Zeit des Bergsteigerfrühstücks den Speisesaal aufzusuchen, während das Basislagerteam die späteren Frühstücksstunden bevorzugte.
Das Gipfelteam sammelte am Samstag 1600 Aufstiegshöhenmeter und am Sonntag 1300 Höhenmeter. Das Basislagerteam ließ sich am Samstag bereits unter Zuhilfenahme der Riffelseebahn auf weit über 2000 Meter Meereshöhe katapultieren und kam so ebenfalls in den Genuss deutlich sauerstoffreduzierter Atemluft. Jeweils beim gemeinsamen Abendessen wurden fachkundige und wissenswerte Fakten über die jeweiligen Taten ausgetauscht.
Der Montag begann beim Gipfelteam mit einem Muskelkater, wie er schon sehr lange nicht mehr verspürt worden ist. Da ohnehin das Bergwetter auf trüb und regnerisch umgeschaltet hatte, beschlossen die Teilnehmer ohnehin schon am Vorabend diesen Tag ohne Gipfelsieg zu zelebrieren. Zum Frühstück kam der Teilnehmer des Gipfelteams nur, indem er von den Oldies praktisch die Treppen hinab zum Speisesaal gestützt wurde. Der Stolz verbot es, denn Lift zu benutzen.
Der Höhepunkt des Tages war dann die Postbusfahrt nach Imst. Während der Fahrt verstand es der Senior der Runde geschickt internationale Kontakte, sowohl zu unseren niederländischen, aber auch zu den tschechischen Nachbarn zu knüpfen. Dabei wurden mindestens drei Fremdsprachen aufgefrischt und aufgetischt.
Bilder gibt es in rauen Mengen, die meisten davon aber erst nach der Rückkehr.


Schön zu hören, dass es euch gut geht. Auf dem Foto sieht es allerdings so aus, als wäre bei euch Winter??? Bin schon auf die restlichen Fotos gespannt! Viel Spaß noch 😉
Ältere Semester haben gelegentlich das Bedürfnis, sich 4-Jahreszeitenkonform zu kleiden, um das lästige Bekleidungswechseln zu minimieren.
Es werden noch sensationelle Bilder veröffentlicht. Garantiert.