Donauradweg 2015 Fazit

Insgesamt bin ich an den vier Tagen 430 Kilometer geradelt.

Tag 1 121 km, Tag 2 138 km, Tag 3 125 km und am Tag 4 46 km.

Die Tage waren recht unterschiedlich. Am ersten Tag nach Aschau stand ich etwas unter zeitlichem Druck, da ich erst noch gearbeitet habe und dadurch bedingt natürlich später loskam als wenn ich gleich früh losgefahren wäre.

Ich merkte nach 2 Stunden schon dass ich heute nicht die Beine für das viel Kraft haben würde. Trotzdem war es o.k.

Am zweiten Tag nach Melk hatte ich auch wieder super Wetter, jedoch nur teilweise böigen Südost Gegenwind. Das ist auf 138 Kilometern gelegentlich mental recht hart. Faktisch tritt man entsprechend Leistung aber auf der Anzeige ändert sich allenfalls di Geschwindigkeit von 21 auf 22 km/h. Frustrierend.

Am dritten Tag von Melk nach Wien war das Wetter anders. Windstill und stark bewölkt. Früh war alles naß. Zwei Schauer gab es dann, einen nach Tulln wo ich durchfuhr und einen kurz vor Wien bei Klosterneuburg. Da regnete es ca. 20 Minuten heftig und ich stellte mich unter.

Das war der Tag an dem ich richtig Druck hatte. Phasenweise habe ich dann auch richtig Gas gegeben.

So ganz gut habe ich nicht am Sattel gesessen. Die Kombination von KSwiss Hose und NT1 Sattel hatte ich vorher noch nie. Besonders an Tag 3 war nach jedem wieder losfahren etwas Gewöhnungsarbeit am Popo zu leisten.

Interessanterweise duschte ich in Wien und dann brannte es am Hinterteil. Nachgesehen und tatsächlich zwei Druckstellen entdeckt, wovon die eine ein wenig abgerieben war und dadurch brennen konnte.

Also Glück gehabt, dass es der letzte ganze Fahrtag war.

Heute die 1:47 h von Passau heim gingen, teilw. bin ich so im Steherrennmodus gefahren. Und auf die Tube gedrückt habe ich auch.

So jetzt die Schlusspointe:

Ich wollte erst das Rad an der Garage abladen, entschied mich gedanklich dann aber doch direkt vor die Haustür zu rollen. Nach dem Abladen der Lenkertasche und der Trinkflasche ging es an die hinteren Packtaschen.

Da hörte ich ein sanftes…pfffff…

War ich irgendwie an das Ventil versehentlich gekommen?

Tja, ich ahnte schlimmes. Binnen weniger Minuten war mein Pneu platt.

Diagnose: ein metallenen Gewindeteil, vermutlich ein Teil einer Schraube hat sich in den Mantel gebohrt.

Das lustige ist nun, aufgrund der Schnelligkeit des Luftentweichens kann ich fast sicher sagen, dass sich das Teil die letzten Paar Meter vor der Haustür befunden haben muss.

Da ist irre, da fährt mann 430000 Meter über Stock, Geröll und Stein um sich auf den letzten 10 Metern so was einzufangen.

Natürlich besser so als unterwegs, aber so was kann mann sich nicht ausdenken. Irre…