Am vorletzten Wochenende habe ich ein Experiment gewagt. Nun, viel Mut hat nicht dazu gehört, auch nicht viel Aufwand war damit verbunden.
Ich habe eine ansehnliche Glaskaraffe mit Leitungswasser gefüllt und auf den Esstisch gestellt.
Es war eine 9-Personen Gesellschaft der Puckligen versammelt um den Geburtstag von MOM nachzufeiern. Fragestellung war, würde auch nur eine einzige Person mittlerweile bezüglich Individualverhalten im Hinblick auf die dramtischen Veränderungen des Klimas sich selbst in Frage stellen und sein Verhalten dahingehend ändern, einfach Leitungswasser zu trinken anstatt dem sinnbefreiten Plastikflaschenwasser.
Die einfache Antwort lautet: nicht eine einzige Person hat ihr Verhalten geändert, nicht eine einzige Person hat auch nur eine einzige Sekunde über die Glaskaraffe nachgedacht, nachgefragt oder diskutiert.
Das interessante ist nun auch, es waren alle Altersgruppen vertreten. Jene die der Heiligen-Greta-von-Klimawandel-Generation zuzurechnen sind, die Mittelalten und natürlich auch die Oldies mit denen der ganze Schlamassel so richtig anfing.
Ausgiebig bzgl. dem Für und dem nicht vorhandenen Wider im Blog schon hier und hier beschrieben.
Und der Ausgang meines Experimentes zeigt exemplarisch auf, was eigentlich offensichtlich ist: den meisten ist klar, es gibt den menschgemachten Klimawandel und wir müssen dramatisch CO2 einsparen. Soweit gesellschaftlicher Konsens. Geht es aber an die individuelle Umsetzung ist der Beitrag des Einzelnen gleich Null. Nicht einmal auf eine depperte Plastikflasche will jemand verzichten. Niemand will bei sich selbst anfangen und schiebt die Verantwortung dritten, vierten oder Fünften weiter. Sollen die doch erstmal…
Insofern ist eigentlich klar, der Klimazug fährt gegen die Wand, der Planet verreckt, nur diejenigen die es schaffen werden am längsten zu überleben, weil sie die Ressourcen haben Dämme hochzuziehen und Mauern zur Abschottung zu errichten, sind die Menschen hier in der westlichen Welt.