Die unbelehrbaren Autofahrer und die untätige Polizei

Natürlich ein provokanter Beitragstitel. Zumindestens der zweite Teil stimmt nicht ganz. Doch zunächst der Artikel um den es geht:

http://www.pnp.de/region_und_lokal/landkreis_deggendorf/deggendorf/2023102_A3-Baustelle-In-zwei-Tagen-ueber-1000-Fahrer-geblitzt.html

Immerhin, die Polizei nimmt sich der Raser jenseits der 105 km/h Marke an. Löblich. Aber verstößt nicht jeder der die 80 km/h überschreitet gegen die geltende Höchstgeschwindigkeit? Ist es der Polizei zu viel Arbeit jeden Verkehrsteilnehmer der sich nicht an die geltenden Regeln und Gesetzte hält zu verfolgen?

Im Grunde ist der korrekte Autofahrer der Depp, bzw. wird er amtlich zum Deppen gemacht. Hält sich an die vorgegebene Geschwindigkeit, wird als Schleicher und Verkehrshinderniss diffamiert und die Polizei sieht tatenlos zu und schreitet nicht ein.

Liebe Polizei: bitte verfolgen sie rücksichtslos und konsequent alle Verkehrsteilnehmer die Verkehrsdelikte begehen, auch Ordnungswidrigkeiten. Ansonsten untergraben sie mit ihrem Handeln die Verkehrsmoral noch weiter, denn wer mit Tacho 110 km/h bei geltenden 80 km/h ungeschoren davonkommt lacht doch über die staatliche Kontrollinstanz die nicht Willens und in der Lage ist geltendes Verkehrsrecht durchzusetzen.

Interessant ist auch wie überrascht die Polizei ist ob des Ausmaßes der Verstöße. Dabei ist es doch eigentlich nur der ganz alltägliche Wahnsinn auf deutschen Autobahnen und ein realistisches Abbild. Nur passt es eben nicht in das schöne durch Blitzermarathons aufgehübschte statistische Bild. Weil dort wirklich nur die größten Deppen der Nation erwischt werden und die Statistik dann stolz präsentiert wird mit der Quintessenz, den angeblichen Raser den gibt es nur in homöopathischer Dosis auf der Straße. Die Wirklichkeit ungefiltert ist eben eine andere. Siehe A3.