Die Kanone von Sahl Hasheesh

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In den frühen Morgenstunden des Samstags, exakt um 2:40 h orientalischer Zeitrechnung wurde ich schlaftrunken in meiner ägyptischen Kemenate jäh aus dem Schlaf gerissen.

Erst befürchtete ich einen Angriff mit einer restaurierten Stalinorgel, was in dem Russenbunker nichts ungewöhnliches gewesen wäre. Aber weit gefehlt. Der Angriff startete unmittelbar in meiner Schlafstätte und wegen der 1-Mann Besatzung war schnell klar, ups, das bin ich selbst. Was war passiert?

Die hochklassige Verpflegung der Hotellerie hatte sich gärend und wabernd einen Ausgang gesucht und wollte sich partout nicht mehr im Zaum halten lassen. Mit einer Usain-Bolt-Gedächtnis-Sprinteinlage gelang es der Bettbesatzung noch auszubooten, um gerade noch rechtzeitig das rettende Porzellan in der Nebenannasszelle zu erreichen, bevor schlimmeres passiert ist. Nun, dieser scheinbar unvermeidliche Vorgang wiederholte sich noch 4 weitere Male, bevor im Kanonenrohr keine Munition mehr vorhanden war.

Die Wucht des Beschlusses war zu viel für die fragile orientalische Porzellankunst und so war ein Sprung in der Schüssel noch das mindeste was der fränkische Sprengmeister als Erfolg ins intestinale Tagebuch einschreiben konnte.

Wäre es möglich gewesen die Druckstöße einzufangen und summarisch in eine Druckgasflasche einzupferchen, ein Raketenstart hätte mühelos damit gezündet werden können. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wäre ein Aufprall auf die ISS mit schwerwiegenden Folgen verbunden gewesen.

Daher besser die hier gewählte Freiluftvariante, wobei nicht ganz sicher ist, ob noch alle Pyramiden stehen. Kontakte hierzu mit dem ägypischen Tourismusministerium wurden konstant geblockt.

Hinweis: wegen der nachtschlafenden Zeit konnten Bilddokumente nicht angefertigt werden!! Ich bitte um Verzeihung.