Heute widme ich einmal wieder einen Beitrag für meine Freunde, die Autofahrer.
Eigentlich beziehe ich mich wesentlich auf einen anderen Blog Beitrag von René Domke:
http://tri-mag.de/szene/gruss-auto-irren-138779
Mit einem Teil kann ich mich identfizieren, mit einem anderen solidarisieren und mit einem anderen bin ich nicht einverstanden.
Zur Kritik:
Wenn jemand mit seinem Kumpel radln will ist dies nicht zu kritisieren. Wenn die zwei sich dabei allerdings unterhalten wollen, sollten sie sich auch die geeigneten Strecken aussuchen. Dabei auf einer Landstraße nebeneinander zu fahren und das nicht nur ganz kurz um ggf. eine Streckenwahl abzustimmen ist keine gute Idee. Auch ich bin ich da als Autofahrer not amused.
Aber der Autofahrer der in seinem „SUFF“ das Leben anderer bedroht gehört zweifelsohne nicht auf eine öffentliche Straße. Insofern Hut ab vor dem couragierten Menschen der den beiden beigesprungen ist und sich als Zeuge zur Verfügung stellt. Von solchen Menschen gibt es leider viel zu wenige.
Ich hatte übrigens auch einmal ein Huporgienkonzert das mehrere Kilometer währte. Auch dort fühlte sich ein Autofahrer bemüssigt mich zu nötigen (ich behinderte ihn nicht, er hätte problemlos überholen können…). Letztlich muss man in solchen Situationen froh sein mit dem unversehrten Leben davonzukommen. Solche Irren sind imstande, geht man auf ihre Provokationen auch noch ein, einen Menschen mühlelos zu Tode in den Straßengraben zu befördern.
Was die Benutzung von Radwegen als Rennradfahrer generell anbelangt habe ich bereits ausgiebige Beiträge geschrieben. Ein konkretes Beispiel von meiner 133er Strecke.
Dort gibt es zwischen Großköllnbach und Moosthenning (ca. 8 km) seit letztem Jahr einen Radweg. Dieser Radweg zwischen den beiden Ortschaften, zwischen denen ausser ein paar Bauernhöfen nichts liegt, ist ca. 1,5 km lang, einseitig und ca. in der Mitte der beiden Ortschaften. Subjektiv gesprochen ein sinnloses Bauprojekt, zumal dort kaum je Radfahrer unterwegs sind und der allgemeine Straßenverkehr auch nicht hoch ist.
In meiner üblichen Fahrtrichtung liegt der Radweg auf der anderen Straßenseite. Um dorthin zu gelangen muss ich als Radfahrer also die Fahrbahn kreuzen, hinter mir kommen möglicherweise Fahrzeuge mit 100 km/h und ebenso schnelle entgegen. Es ist also nicht ungefährlich. Um wieder am Ende des Radweges auf die richtige Fahrbahnseite zu gelangen muss ich im 90 Grad Winkel aufwärts mit nahe 0 km/h auf die dort schlecht einsehbahre Straße auffahren. Wiederum können dort die Fahrzeuge von beiden Seiten mit 100 km/h entlangfahren. Ebenfalls ein riskantes Unterfangen, nur gemildert durch den begrenzten Verkehr.
Fakt ist, dieses Stück ist sinnlos, denn ein Rennradfahrer benötigt für das Stück allenfalls 3 Minuten, wobei eben wie geschildert dies in jenem kurzen Zeitraum zwei kritische Verkehrssituationen provoziert. Wesentlich weniger gefährlich ist es somit einfach 3 Minuten geradeaus zu fahren. Aber soweit denken Autofahrer die einen Radfahrer dort auf der Straße fahren sehen natürlich nicht. Und solche Konstellationen gibt es in der Republik jede Menge.
Im nächsten Leben werde ich Verkehrsplaner.