Der Tod von Renee Nicole Good

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Wer in den sozialen Medien unterwegs ist wird heute mit Infos zum Tod von Renee Nicole Good in Minneapolis durch den ICE Gestapo Mann geflutet.

Einen Gedanken möchte ich beitragen, der das Argument entkräftet, der mutmaßliche Mörder hätte in Notwehr gehandelt, weil das Auto auf ihn zufuhr.

Ich merke zunächst an, dass alle Videos zeigen, dass das Fahrzeug nicht auf den Schützen zufuhr, ihn auch nicht berührte oder verletzte und die eigentliche Annahme falsch ist.

Dennoch das Gedankenspiel.

Du stehst frontal einem Metallklotz von 2000 kg gegenüber der sich auf Dich zubewegt. Du bleibst stehen und zielst auf den Fahrzeugführer. Der Fahrzeugführer wird möglicherweise getötet, das Fahrzeug kommt aber dadurch nicht unbedingt zum Stillstand sondern fährt unvermindert weiter auf Dich zu. Es überrollt Dich. Du bist tot. Ende.

Der eigentliche Fluchtreflex des Menschen würde in der Situation zur Folge haben, dass der Mensch der möglicherweise Schaden durch das Fahrzeug nehmen könnte einfach zur Seite springt. Somit entgeht er dem Gefahrenbereich. Bleibt unversehrt und das Fahrzeug fährt möglicherweise unbehelligt weiter. Du lebst. Ende.

Die Handlung des Schützen, dessen Name übrigens Johnathan Ross ist, ist somit völlig irrational. Der Urtrieb des Menschen, der Selbsterhaltungstrieb, war hier ausgeschaltet. Das mag bei Soldaten ggf. abtrainiert worden sein, weil in Kampfeinsätzen andere Regeln gelten. Beispielsweise macht die Vorgehensweise nach Szenario 1 Sinn, wenn sich im Krieg ein gegnerisches Fahrzeug, möglicherweise beladen mit Sprengstoff den eigenen Linien/Stellungen nähert. Dann macht es Sinn die Bedrohung unter Inkaufnahme des eigenen Opfers zu eleminieren. Aber von einem solchen Szenario reden wir in Minneapolis überhaupt nicht.