Der Raser im Porsche – doch kein Phantom

Tja, es gibt immer noch Menschen die es für ein Klischee halten, wenn Männer in ihren hochmotorisierten Penisersatz-Porschekisten rücksichtslos auf deutschen Straßen unterwegs sind.

Die Realität ist aber nun einmal so:

„München/ Deggendorf/ Passau – Ein dunkelbrauner „Porsche Cayenne S“ (420 PS, 259 km/h Spitze) und ein schwarzer „Cayenne S Diesel“ (385 PS, 252 km/h Spitze) haben heute Vormittag die Autobahn München-Deggendorf-Passau als Rennstrecke missbraucht. Die beiden Chauffeure, die im Auftrag des Autoherstellers für das Golfturnier „Porsche European Open 2016“ in Bad Griesbach im Einsatz waren, erwartet laut Verkehrspolizei ein Strafverfahren unter anderem wegen Nötigung und Gefährdung des Straßenverkehrs.

„Enthusiasmus. Gesteigert“ wirbt der Sportwagenhersteller für seine Baureihe „Cayenne S“. Bei den beiden Münchnern, 32 und 33 Jahre alt, die den Porsche-Fahrdienst für das Golfturnier übernommen hatten, hat der Enthusiasmus wohl den Verstand ausgesetzt. „Selbst für unsere Zivilfahnder waren das neue Verhältnisse“, sagt ein Polizeibeamter. Eine Zivilstreife, welche versuchte den braunen Porsche anzuhalten, sei „mit einer Geschwindigkeit von geschätzt über 200km/h rücksichtslos auf dem Standstreifen überholt“ worden.

Mehrere Verkehrsteilnehmer hatten ab 8.50 Uhr die Einsatzzentrale der niederbayerischen Polizei informiert, dass sie auf der A 92 (München-Deggendorf) von zwei sehr schnell fahrenden „Porsche Cayenne“ gefährdet worden seien. Autofahrer berichteten, sie seien rechts überholt und geschnitten, zum Abbremsen oder durch dichtes Auffahren und Lichthupe genötigt worden, den Fahrtstreifen zu wechseln.Passauer Beamte der Zivilfahndung und der Autobahnpolizei begaben sich auf die Suche nach den Verkehrsrowdys.

Der Zwischenfall, bei dem die Zivilstreife auf dem Pannenstreifen überholt wurde, war hilfreich: Die Werbeaufschrift auf dem Porsche verriet den Beamten, dass sein Ziel wohl das Griesbacher Golfturnier ist.„Auf der Autobahn hatten unsere Fahrzeuge keine Chance“, erklärt ein Beamter der Verkehrspolizei. Dort habe man die hochmotorisierten Sportwagen aus den Augen verloren. Man passte sie auf der Fahrt nach Bad Griesbach ab. An der Autobahnausfahrt Pocking (A3) und auf der Bundesstraße 388 konnten die beiden Fahrer schließlich gestellt werden. Für die Ermittlungen zum „absolut rücksichtslosen Verhalten“ der Porschefahrer sucht die Passauer Polizei weitere Zeugen. Ein Beamter erklärt, dass auf der besagten Strecke an zwei Baustellen – am Autobahnkreuz Deggendorf und an der Ausfahrt Aicha vorm Wald – das Tempo auf 80, in einem kurzen Teilabschnitt auf 40 beschränkt sei. Die Zeitmessung habe ergeben, dass die Wagen mit einer Durchnittsgeschwindigkeit von 180 unterwegs gewesen sind.“

https://www.polizei.bayern.de/news/presse/aktuell/index.html/248593

Ein anderer Fall, selber Fahrzeughersteller: Porsche

http://hessenschau.de/panorama/porsche-fahrer-rast-ueber-standstreifen-in-den-tod,toedlicher-unfall-114.html

Ich stelle immer die selbe Frage: ist der Unfall nun passiert, weil das Fahrzeug zu langsam bewegt wurde?