Da macht sich der gemeine Wandersmann am Epiphaniastag auf zu einer loeblichen kleinen Wanderung von Sagbruck hinauf zum Mitterberg (1214 m) um oben angekommen dem unsäglichen Quark zweier Viehbesitzter beiwohnen zu müssen.
Leider hatte ich keine Watte dabei und auch keine Muschelstopfer. Die wären wahrlich zwingend notwendig gewesen, um dem Gesprächsinhaltsquark zweier Damen aus dem Gehörweg gehen zu können. So blieb mir einmal wieder nichts erspart.
Madame 1 mit Kläffer am Gipfel parlierte mit Madame 2, ebenfalls Besitzerin eines ebensolchenViehs (aber zu Hause, weil geriatrisch). Welch ein Schicksal für das Vieh, hat es doch neben einer Futtermittelunverträglichkeit (verträgt nur spezielle Fleischsorten) noch Asthma. Als wäre das nicht schon themenschwer genug um in die Tagesschau als Meldung gehieft zu werden, kommt noch eine Allergie gegen Pollen und keine Ahnung was noch alles dazu. Für die Tapser die in Mitleidenschaft gezogen sind gibt es dann im Sommer extra Schuhe (von Gucci ??), daher geht der Ausflug wegen der geschmeidigen Schneeoberfläche nur im Winter. Madame 1 ist mit dem Vierbeiner die beiden letzten Jahre zur Kur wegen der guten Luft nach Sylt gereist. Also nicht sie war zur Kur, der Köter hat schließlich Astma und Meerluft tat schließlich schon Helmut R. in den 70ern gut, also heute dann eben auch einem Hund.
Warum Madame 1 nicht mit Freund oder Mann am Gipfel war bzw. (vermutlich) so etwas auch nicht im häuslichen Bestand führt ist schnell erklärt: das hält kein Mann aus, soviele Promille gehen auf keine Männerhaut und in keine Leber um so einen Schwachsinn tagtäglich auszuhalten.
Ich bin immer wieder begeistert von solchen Problemen zu erfahren, lenken sie doch von den sonstigen Nichtigkeiten wie Klimakatastrophe, Kriegsgefahr im Nahen Osten oder einem durchgeknallten Präsidenten im Land der unbegrenzten Möglichkeiten wohlwohlend ab.