Der Bio-Böller

  • Beitrags-Autor:
  • Beitrags-Kategorie:Privat

Ein ereignisreiches Franken Wochenende liegt hinter mir.

Es begann schon dramatisch am Freitag Abend, als mir der vereinbarte Antigen-Schnelltest verpasst wurde. Ich sollte mir ein Video meiner Mundinnenhöhle ansehen, was ich gerade noch abbiegen konnte. Danach wurde gefühlt eine Stunde in meinem hinteren Mundraum rumgestöbert, der Schwager wurde gegen seinen Willen dazu gezwungen mich gegen eine Wand zu pressen und damit zu fixieren (eigentlich juristisch Freiheitsberaubung), danach konnte er emotional zu aufgewühlt das ganze Guantanamo-Prozedere nicht mehr mit ansehen und verließ die Räumlichkeiten. Ich musste die Zunge mal rein mal raus, mal hoch und runter winden. Wahrscheinlich hat meine Schwester meinen Lappen von der Größe mit der Rinderzunge verwechselt, die wir seit Kinderbeinen an regelmäßig verzehren mussten.

In der Nase wo dann der Dreck vom Schlund schön verteilt wurde, empfand ich es allerdings als angenehm prizzelig, aber der Wunsch dort doch gleich den Weihnachtsgroßputz durchzuführen wurde brüsk zurückgewießen.

Samstag musste ich dann, obwohl meine Schwester bereits auch am Freitag reichlich Lebensmittel angekarrt, hatte noch weitere zweimal die Supermärkte plündern.

Die alten Racker hatten wie so oft einen guten Riecher bewiesen, denn der heutige Beschluss des harten Shutdowns bringt sie in eine komfortable Lage. Böller sind wie bekannt nun als Verkaufsartikel für Silvester untersagt. Aber was haben sich die zwei alten Racker alternativ für Schabernack ausgedacht? Ihr werdet es kaum glauben.

Ich musste aus verschiedenen Geschäften ca. 4 kg Sauerkraut kaufen, was mir seltsam vorkam. Verschiedene Geschmacksrichtungen, aber eigentlich für den Heiligen Abend viel zu viel.

Es stellt sich nun heraus, die beiden wollen an Silvester reichlich davon konsumieren, ggf. auch noch mit Buttermilch nachfeuern und um Mitternacht stellen sie sich auf die heimische Terrasse von „zünden“ ihre Bio-Böller. Ein echter Kracher. Unglaublich.

So erklärt sich vielleicht auch, weshalb mehrere Großpackungen Klopapier ebenfalls erworben werden mussten. Sicher ist sicher. Auch wenn vielleicht der ein oder andere „Streifschuss“ in der Neujahrsnacht nicht optisch weiter ins Gewicht fallen würde.