Der Berg rief

Das war es also, das Bergwochenende in Garmisch-Partenkirchen.

Freitag stand eine kurze Eingewöhnungstour auf den Schafkopf (1380 m) von Farchant aus an. Hochgerast in 1.10 h, runter in 55 Minuten.

http://www.tourentipp.de/de/touren/details.php?id=1490

http://www.hoehenrausch.de/berge/schafkopf/index.php

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Kurz noch zur Unterkunft „Garmischer Hof“: im Vorfeld hatten mich einige Kritiken doch etwas abgeschreckt. Stimmt, der Aufzug im Hause ist eine Skurriliät, so etwas muss mein Schwager in den 60er Jahren verbaut haben. Das Ding hatte eine Schiebetür, so etwas hatte ich auch noch nie. Ich empfand mich drinnen inmitten eines umlaufenden Paravants. Lustig.

Ansonsten war ich besonders von meinem Balkon mit feinen Rattanmöbeln und Blick auf die Alpspitze sehr angetan. Auch das Frühstück war umfangreich (Rührei mit Speck) und lecker. Mit 69 Euro kein Schnapper, aber Garmisch an sich ist teuer.

Samstag früh war ich trotz der fast lächerlichen 700 Höhenmeter vom Vortag schon leicht muskulär vorbelastet. Aber das hielt mich nicht davon ab, meinem Ziel der Alpspitze auf die Pelle zu rücken.

Was die wenigsten machen, unten von der Talstation der Kreutzeckbahn loszulaufen, tat ich natürlich.

Es geht mal im Wald und mal in offenem Gelände, aber immer stramm aufwärts Richtung Kreuzeck. Nach 1.20 h hatte ich die ersten fast 900 Höhenmeter geschafft. Über die Hochalm führte mein Weg dann über die „Schöngänge“ und den Ostgrat hoch auf den Alpspitz Gipfel. Was mir meine Erinnerungen verschwiegen, mir kam der Klettersteig länger und auch etwas schwieriger vor als vor 13 Jahren. Jedenfalls kann ich mich nur wundern, wie ich eigentlich die Alpspitze als Ziel der 3333 bzw. 4×7 Touren auswählte, denn es gibt sicherlich einfacheres Gelände, zumal beim Abstieg. Was auch schneller gehbar ist.

Ich benötigte 3:20 h rauf (anno 4×7 3:30 h) und 3:15 h runter. Das ist insofern bemerkenswert, da ich runter kaum schneller war. Das ist der Tatsache geschuldet, dass es einfach bis hinunter nach dem Klettersteig immer ratsam ist nicht rumzustolpern und stets wachsam zu bleiben. Danach gönnte ich mir aufgrund der Hitze auf der Hochalm zwei Radler (je 3,80 Euro). Ich hätte mühelos auch noch mehr trinken können.

Eigentlich hätte ich unten an der Talstation angekommen sogar eine ganze Oasse leersaufen können, so durstig war ich. Es hatte knapp über 30 Grad und war den ganzen Tag sonnig.

http://www.guenter-pilger.de/Alpspitze.htm

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Fußspitze an Alpspitze

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Blick vom Gipfel zur Zugspitze

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Fußspitze an Alpspitze (vom Hotel aus)

Der Muskelkater war schon direkt nach dem Abstieg gut spürbar. Da ich von vorangegangenen Urlauben z.B. im Pitztal schon ahnte was kommen würde tat ich auch nichts anderes als abwarten. Eisbadewanne war ausgegangen.

Am Abend stand in Garmisch die „weisse Nacht“ an. Die gesamte Fußgängerzone war mit Biertischgarnituren weiss dekoriert und diverse Gastgeber boten Speis und Trank an. Also schleppte ich meinen gezeichneten Körper vom zweiten Stock hinunter auf die Straße. Dort trank ich dann mein drittes Radler (3,50 Euro).

Eigentlich hätte ich heute morgen Sack und Pack nehmen können und nach Hause fahren. Denn der Muskelkater und die Aussicht damit noch wandern zu können war marginal.

Trotzdem fuhr ich zum Skistadion und schaute nach einer kleinen Tour. Der Wamkopf auf knapp 1000 Meter zog mich an. 300 Höhenmeter, das sollte möglich sein. Oben angekommen war der Wamkopf eine kleine Ortschaft mit Kirche, allerdings nicht das Ziel was ich mir erwünscht hatte.

Also bin ich dann doch weiter Richtung Eckbaueralm. Nochmal ca. 250 Höhenmeter mehr hinauf. Im Hinterkopf blieb mir als Abstiegsoption die Eckbauernbahn hinab.

Bei der Eckbauernalm trank ich dann ein Spezi (3,20 Euro).  Klar, als Wandersmann kommt eine Seilbahnabfahrt nur im fast Todesfall in Frage. Also heute eben dann doch noch nicht. Also hiefte ich mich Schritt für Schritt den Berg wieder hinab. Das Leben ist kein Ponyhof, man muss schon mal beissen können (und wollen).

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Blick von der Eckbauernalm Richtung Alpspitze

 

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