Das Geld liegt auf der Straße

Warum das so ist kläre ich gleich. Zuvor noch die Referenz zum Beitrag:

Heute bin ich 112 Kilometer geradelt. Und bezugnehmend auf meinen Eintrag vom 30.05.2020 u.a. bezüglich Mindestabstand beim Überholen eines Radfahrers lege ich mich hiermit fest: 100 Prozent aller Autofahrer halten sich nicht an die vorgegebenen Abstände!

Noch mal zum Mitschreiben: Fahrradfahrer fährt 50 cm vom Straßenrand entlang, Lenkerbreite ca. 25 cm auf einer Seite, dazu kommt ein Toleranzfaktor, dies ergibt dann summarisch 1,00 Meter vom Fahrbahnrand. Davon sind außerorts dann 2 Meter Abstand zu halten. Ergibt 3 Meter. Das ist die Fahrbahnbreite einer üblichen Landstraße. Das bedeutet, ein Überholvorgang hat ausschließlich auf der anderen Fahrbahnseite jenseits der gestrichelten Linie zu erfolgen. Eigentlich ganz einfach zu merken wenn mann es mal so erklärt bekommt.

Laut Bußgeldkatalog werden im einfachsten Fall bei Nichteinhaltung 30 Euro fällig.

Nur das Problem wie immer stellt unser Problembär im Verkehrministerium dar, der BST. Denn eine Regel nützt nichts, auch keine verschärfte, wenn sie nicht kontrolliert und ggf. sanktioniert wird. Daher fordere ich den Verkehrsminister hiermit auf entsprechende Kontrollen durchzuführen. Bisschen Unterstützung wie so etwas durchzuführen wäre:

Zwei zivile Radpolizisten mit Helmkamera oder Kamera am Rahmen nehmen jeden Überholvorgang auf. Die seitliche Abstandsmessung erfolgt durch ein kalibriertes Lasermessgerät, ein Knopfdruck zack fertig. Zusammen mit dem Video ein beweissicheres Verfahren. Ich würde hier einen Schwerpunkt setzen bis sich das in den Köpfen der hohlköpfigen Autofahrer festgesetzt hat.

Und jetzt zur Rechnung. Da faktisch jeder solche Überholvorgang eine Ordnungswidrigkeit darstellt ist das Sammeln sehr effektiv. Eine Million solcher Anzeigen pro Woche brächten 30 Millionen pro Woche, also 1,5 Milliarden pro Jahr. Und das ist natürlich deutlich steigerbar. 10 Millionen Vergehen pro Wochen sind schon 15 Milliarden pro Jahr Einnahmen. Viele der Überholvorgänge sind faktisch gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr mit Gefährung, daher lässt sich da noch deutlich mehr Geld erzielen. Daher gilt: das Geld liegt auf der Straße. Die Autofahrer wollen es förmlich durch ihr gefährdendes Verhalten dem Staat schenken. Eine Win-Win Situation. Der Fahrradfahrer ist sicherer unterwegs und die Staatsfinanzen werden stabilisiert.