Coronavirus Infektion

Nach 3 Jahren Pandemie ohne Infektion hat mich nun eine Coronavirus Infektion erreilt, als eigentlich Corona kein leitendes Thema mehr in Staat und Gesellschaft ist.

Chronologie:

Samstag 18.03.2023: Besuch von einer nahen Verwandten bei meinen Eltern. Mit hoher Wahrscheinlichkeit Ursprung der Übertragungskette. Unklar jedoch, ob zunächst nur MOM allein infiziert wurde (jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit so).

Donnerstag 23.03 bis Samstag 25.03.2023: Besuch bei den Eltern, dabei enger Kontakt mit MOM z.B. durch Schulung neues Notebook nebeneinander, Fahrt zur Trauerfeier nach Bad Staffelstein, DVD Krieg und Frieden abends etc. Insgesamt kühles Wetter, weshalb eigentlich der Aufenthalt überwiegend in den Räumlichkeiten stattfand. Hier fand also mutmaßlich meine Ansteckung statt.

Sonntag 26.03.2023: Mom kann sich von frühmorgens an kaum bewegen. Liegt nur und trinkt daher auch nicht. Wirkt apathisch. Am frühen Nachmittag kommt die Notärztin und eine Einweisung ins Uniklinikum Erlangen wird veranlasst. Ein positiver Antigen Schnelltest nebst Bestätigung des Ergebnisses bei der Klinikaufnahme liegt vor.

Hinweis: der Zustand an diesem Sonntagmorgen ist aber möglicherweise komplexer. Vermutlich ein Zusammenwirken von allg. Schlappheit durch die Corona Infektion aber auch ein orthopädischer Ursprung der massive Schmerzen und dadurch bedingte Bewegungsunfähigkeit verursachte (Do Abend beim Zubettgehen war ebenfalls fast eine Bewegungsunfähigkeit durch Schmerzsymptomatik gegeben).

Um ca. 18.30 h komme ich aus RO. Ein Test bei Vati und mir ist negativ. Ich trage bis zu meiner Abreise permanent eine FFP2 Maske im EG, Vati nicht.

Montag 27.03.2023: Stabilisierung von MOM, Infusion glich Dehydrierung aus. Vati und ich ohne Symptome in Hausen.

Dienstag 28.03.2023: früh um 6.30 h fuhr ich direkt von Hausen zur Arbeit. Da ich die beiden Nächte vorher nicht optimal geschlafen hatte und auch die vielen Fahrten RO-Hausen-RO in kurzer Zeit vorlagen, fühlte ich mich leicht erschöpft, zumal nachmittags. Ganz leichtes Kratzen im Hals.

MOM wird aus dem Krankenhaus entlassen und ist frühabends wieder in Hausen. Ein Test bei Vati ist nun leicht positiv.

Mittwoch 29.03.2023: Ein Test bei mir ist deutlich positiv, die Gesamtverfassung ist leicht angeschlagen, gefühlt in etwa so wie nach den Impfungen. Ich melde mich krank.

Donnerstag 30.03.2023: letzte Nacht 11,5 h geschlafen. Sogar den Film habe ich gesten Abend gegen 21.30 h abgebrochen. Bereits gestern Abend hatte ich mich für Do und Fr krank beim Arbeitgeber gemeldet. Insgesamt schlapp und leichte Halsschmerzen und auch wenig Appetit.

Habe einen Ausflug zur Wertstoffinsel gemacht, dabei normales Marschtempo und auch keine Kurzatmigkeit.

Freitag 31.03.2023: heute früh beim Hausarzt telefonisch eine Krankmeldung erwirkt, musste dazu nicht in die Praxis. 2 x Ausflug zur Wertstoffinsel. Besserung des Zustandes, insbesondere haben die Halsschmerzen nachgelassen und auch die Schlappheit. Kurzzeitig eine Watzmann Überschreitung für das Wochenende überlegt, wegen des schlechten Wetters aber doch den Plan verworfen.

Samstag 01.04.2023: gut geschlafen, keinerlei Schmerzen im Hals mehr und quasi „normales“ Gefühl. Bin ca. 30 Minuten spazieren gegangen. In einem für mich in normalem Marschtempo. Fühlte sich wie immer an. Appetit begrenzt. Gegenteilige Entwicklung bei MOM. Lt. eigener Angabe in der letzten Nacht solche Schmerzen wie nie zuvor im Leben verspürt. Um das ursächlich abzuklären wieder Einweisung ins Krankenhaus, diesmal nach Bamberg. Abtransport mit RTW ca. 13 h. Röntgenbild zeigt kein eindeutiges Bild an der Hüfte. Daher weitere Untersuchungen Montag nötig.

Sonntag 02.04.2023: erstmals wieder auf der Rolle trainiert, 45 min bei 150 Watt. Also Schlurfmodus. War ok. Antigen Schnelltest mit negativem Ergebnis durchgeführt.

Weil insgesamt wieder viel darüber diskutiert wird, ob und welche Maßnahmen zur Prävention einer Virusübertragung effektiv waren und was die Lehren aus der Pandemie sind meine Sichtweise.

Einen ganzen Coronawinter (2020/21) saß ich jedes Wochende an dem ich dort war mit meinen Eltern im heimischen Wohnzimmer und wir trugen selbst Abends alle FFP2 Masken. Später haben wir dann die Zusammenkünfte mit Schnelltests abgesichert. Es hat funktioniert. Jetzt wo es spätestens seit dem 01. März 2023 alle Regeln in Bayern (und auch im Rest des Landes) weggefallen sind, waren auch wir zu der Überzeugung gekommen, es ohne Maßnahmen riskieren zu können uns zu treffen.

Meine n=1 Statistik ist ohne jede übergreifende Beweiskraft, aber mit Maßnahmen wie FFP2-Masken und Schnelltests ließen und lassen sich Übertragungen vermeiden. Allen Schwurblern die immer noch nicht das Prinzip einer partikelfiltrierenden Halbmaske verstanden haben rate ich ein Schriftstück zu verfassen, indem sie bewusst darauf verzichten, dass ein möglicher medizinischer Eingriff in einem OP-Saal mit gefilterter Luft und einer Maske beim OP Team durchgeführt wird. Wenn dann ein heiterer Luftstoß samt Mikrobiom in den Bauchraum des Patienten trifft und eine Infektion danach zum Tode führt, kann es lt. der dämlichen „Meinung“ schließlich nicht so passiert sein, wie es jeder mit gerader Geistesleuchte weiss.

Ich wiederhole hier den oft zitieren Satz von Christian Drosten:

„There is no glory in Prevention“

Was die Corona Infektionslage allgemein anbelangt ist es mittlerweile unmöglich Aussagen darüber seriös zu treffen. Wir haben jetzt 4 Infizierte und nur 25 % der Zahl ist amtlich erfasst. Offiziell liegt die Inzidenz heute bei 32. Ein Witz. Geschätzt wird irgendwas zwischen 1000 und 2000. Also ein massives statistisches Risiko.