Blitzermarathon 2015 – der Schwachsinn geht in eine neue Runde

Eigentlich brauche ich meine Texte zu dieser Thematik gar nicht ändern. Denn faktisch hat sich an diesem monströsen Instrument der Steuergeldverschwendung nichts geändert.

Betrachte ich mir jenen Stellen an Kontrollpunkten die ich faktisch selbst beurteilen kann, so fällt mir die vollkommene Einfallslosigkeit der Auswahl auf. Ich glaube in NRW dürfen Bürger Vorschläge einbringen, in Bayern wohl nicht. Jedenfalls ist schon die Wahl der Stellen ein Hohn bzgl. Überraschungseffekt.

Warum diejenigen, die sich notorisch nicht an die geltende STVO halten auch noch hochselbst von der Polizei vorgewarnt werden, erschließt sich mir nur schwer. Es ist so, als ob beim Discounter am Eingang ein Schild aufgestellt würde “Achtung, heute kontrolliert unser Ladendetektiv – bitte klauen sie erst morgen wieder” !

Eigentlich müssen sich diejenigen, die sich auch ausserhalb solcher angekündigten Kontrollen überwiegend an die geltenden Geschwindigkeiten halten veralbert fühlen. Ich jedenfalls fühle mich so.

Das tolle ist, hinterher stellt sich die Polizei publikumswirksam mit der Auswertung der Blitzaktion hin und stellt fest – holla welch Überraschung – es halten sich 99,9 Prozent an die geltenden Geschwindigkeiten. Es gibt die Raser gar nicht. Das sind Fata Morganas, die braucht die Polizei nicht zu jagen – denn sie gibt es gar nicht.

Ich plädiere auch dafür, die Bekanntgabe von Radarmesspunkten der Polizei zu untersagen. Also diesen Vorgang wie eine Beilhilfe zu einer Tat zu ahnden. Mit hat sich noch nie erschlossen, weshalb ich einen notorischen Raser durch z.B. eine Lichthupe vor einer Radarstelle warnen sollte. Ich solidarisiere mich schließlich auch nicht mit Ladendieben.