Blitz Marathon: wie dumm kann ein Autofahrer sein…

wenn er trotz der umfänglichen Ankündigungen nicht nur einmal, sondern gleich zweimal in die Radarfalle reinrauscht. Solchen Fahrern gehört eigentlich gleich ein Intelligenztest geschenkt…IQ schätzungsweise unter 50, also der einer Frühkartoffel…:DD

„…Er hätte es besser wissen müssen: Seit Tagen wird auf den Blitz-Marathon hingewiesen, auf die Großaktion in ganz Deutschland mit 15.000 Polizisten, sogar die Standorte der Messgeräte wurden öffentlich gemacht – und trotzdem ist ein Raser in Dortmund beim Auftakt der Rekordüberwachung gleich zwei Mal erwischt worden.

Wie die Polizei am Vormittag mitteilte, raste er das erste Mal mit Tempo 96 statt mit 50 Stundenkilometern in eine Kontrollstelle. Dabei wurde außerdem festgestellt, dass er seine Kfz-Steuer nicht bezahlt hatte. Mit quietschenden Reifen fuhr er nach der Belehrung wutentbrannt davon – und landete mit Tempo 78 direkt in der nächsten Tempofalle.
…“

Auch kurios:

„10.40 Uhr: Achtung, hier drängen sich die Wortspiele förmlich auf: Statt eines Rasers ist Polizisten in Krefeld am Morgen ein Lama vor die Laserpistole gelaufen. Das Tier – laut Rheinischer Post heißt es „Mocca“ – war von einer angrenzenden Koppel ausgebüxt. „Die volle Aufmerksamkeit galt nun dem verschreckten Tier“, berichtet die Polizei. „Auge in Auge“ hätten die Beamten das Tier beruhigt und zurück zu einem eingezäunten Weg gelockt.

Der beste Kommentar zur Aktion steht in der SZ, ein Auszug daraus:

„…
Wie es wohl klingen würde, wenn die Kriminalpolizei solch eine Aktion auflegen würde: Heute bringen wir mal einen Tag lang keinen um, okay? Lächerlich, natürlich. Aber dem Autofahrer nähert sich der Gesetzeshüter eben stets auf Samtpfoten – das hat er mit dem Gesetzgeber gemeinsam. Die Freiheit des Autofahrens einzuschränken, gilt noch immer als sicherer politischer Selbstmord, ähnlich wie in Amerika die Einschränkung des Rechts auf Waffen. Der Waffenschein und der Führerschein sind wie Verwandte. Derjenige, der ein Auto führt, schätzt das Risiko genauso gering ein wie derjenige, der eine Knarre im Hosenbund hat. Es sind immer die anderen, die damit nicht umgehen können. Man selbst hat alles im Griff. Selbstbeschränkung? Reglementierung? Alles Schikane. Man sollte vielleicht nicht mehr sofort empört den Kopf schütteln, wenn im Autoradio mal wieder gemeldet wird, dass in den USA mal wieder kein schärferes Waffengesetz eingeführt worden ist.

Seltsam ist das. Die Menschen haben Angst vor allem, vor Eichenprozessionsspinnern, Werbeanrufen, Bankberatern, vor dem Fliegen. Aber Autofahren bei 200 Stundenkilometern mit Handy am Ohr ist kein Problem. Das Auto, lernt man schon im Physikunterricht, ist ein geschützter Raum. Es macht nicht nur immun gegen Blitzeinschlag, es macht sogar unsichtbar. Wie viele Autofahrer beschimpfen auf der Straße ihre Frau auf dem Beifahrersitz, bohren grunzend vor Glück in der Nase oder beleidigen Mitbürger durch die gewienerte Windschutzscheibe, als könnte sie niemand dabei beobachten?

Jeder Eingriff in dieses Recht ist ein Tabubruch – oder muss offenbar als einmalige Aktion verniedlicht werden. Der erste autofreie Sonntag, während der großen Ölkrise 1973, hat es ins Geschichtsbuch geschafft, eine Besonderheit wie die Mondlandung. Ein generelles Tempolimit auf Autobahnen wird nur deshalb immer wieder diskutiert, damit jemand sich feiern lassen kann, es verhindert zu haben. Die Kontrolle von in der Straßenverkehrsordnung verankerten Vorschriften gilt als Abzocke. Und im Bundestagswahlkampf war die Maut wichtiger als Syrien. Eben.

Die Blitzer-Orgie ist auf all das keine Antwort, sie ist die Karikatur davon. Nicht nur wegen des armen Lamas, auch wegen der FDP. Dass gerade die sich echauffiert in Gestalt des hessischen Justizministers Jörg-Uwe-Hahn, der von „Volkserziehergehabe“ spricht – es zeigt vor allem eins: Die FDP weiß immer noch nicht, was Freiheit bedeutet. Die Freiheit zu rasen bedeutet sie jedenfalls nicht.“

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