Das Jahresende eignet sich traditionell sehr gut für einen Rücklick ins alte Jahr, also her damit.
Vieles von dem Jahresrückblick von 2024 könnte ich 1:1 kopieren, daher hier der Verweis darauf:
Im Folgenden einige Ereignisse aus dem Jahr 2025 die Erwähnung finden können.
Das Jahr war nur wenige Tage alt, als sich im Vorgarten meiner Eltern ein junger hirnloser männlicher Raser mit 142 km/h selbst exekutierte. Welche massiven Auswirkungen ein solches Ereignis auf die Lebenswirklichkeit einer direkt oder indirekt betroffen Familie haben kann habe ich miterleben müssen. Es geht primär gar nicht um die finanzielle Kompensation die irgendwann abgeschlossen ist, sondern um die auch psychischen Verwerfungen die eine solche Tat auf Opfer abstrahlt. Letztlich dauerte es bis in den Herbst bis die letzten Büsche gepflanzt wurden und somit „Gras“ über die Sache wuchs.
Im Februar galt es den 90. Geburtstag des alten Rackers zu feiern. Mit diesem Ereignis ist er zum Uraltracker aufgestiegen. Die Feier fand im würdigen Rahmen mit vielen Gratulaten und dem Posauenchor aus Kunreuth im Pilatushof statt. Der private Auftritt der Puckligen als Gesangscombo mit dem Lied „Der Opa wird heut 90“ nebst ausgefeilter Choreografie hat zweifelsohne den Höhepunkt der Veranstaltung dargestellt.
Zu den alten Rackern liese ich ein ganzer eigener Beitrag verfassen, hier aber nur stichpunktartiges. Im Juni hat Mom sich einen kurzen nächtlichen Aufenthalt im Klinikum BA gegönnt und im Oktober ist Vati nachts aus dem Bett gepurzelt und war dann auch zum durchchecken im Klinikum BA. Exakt weiss ich die letzte Autofahrt von Mom nicht, aber 2025 ist sie nicht mehr gefahren. Bei Vati war es ein schleichender Prozess ohne wirkliche Einsicht bis es im Sommer einfach auslief das mit dem Autofahren. Im Herbst wurde Vati pflegetechnisch begutachtet und seit Dezember ist er nun offiziell auch in Pflegegrad II eingestuft. Diverse Verrichtungen wie Haarschnitt, Pediküre, medizinische Versorgung und Massage finden nun hausintern statt. Dazu gibt es eine Haushaltshilfe die mit anpackt und die im Pflegepaket stundenmäßig inkludiert ist.
Besuche in Nürnberg bei Onkel K. und Tante E. gab es 4 Stück. Einen Besuch im Januar in der Privatwohnung, einen Besuch im April als Geschenk zum 95. Geburtstag von Onkelchen M in der Cafeteria., einen Besuch im September mit Bernhard im Elisabethenheim und ein letzter Besuch am 27.12 in trauter 7ener Runde mit Punsch. Höhepunkt hier war unzweifelhaft der gesunde Kuchen- und Plätzchenappetit der Rundenältesten.
Mein Leasingvertrag für den Proceed lief im Juni formal aus. Da ich mir im Februar einen Neuvertrag ebenfalls bei Mobility Concept gönnte, konnte ich mir die Verzögerung bei der Auslieferung bis Anfang September „leisten“. Mein neuer ist der Peugeot 408.
Insgesamt war der ganze Übergang der Fahrzeuge holprig um nicht zu sagen gelegentlich extrem nervig. Während der 4 Jahre beim Proceed gab es eigentlich nie Probleme, das änderte sich aber mit der Abgabe des Fahrzeugs und der Auslieferung des 408ers. Da es mein erster Leasingswagen war sind bestimmte Dinge selbstverschuldet, wie z.B. die penible Einhaltung von Wartungsfristen lt. Hersteller. Das wird mir nicht noch einmal passieren. Daneben empfand ich allerdings die Kommunikation und das Verhalten von Mobility Concept höflich formuliert nicht zufriedenstellend. Gipfel des Ganzen jetzt im Dezember war, dass die Firma mir eine Rechnung über Ganzjahresreifen zusandte (ca. 1000 Euro), wohingegen diese Vertragsbestandteil sind. Den ganzen Zirkus dass ich als Kunde mich um den Reifenwechsel kümmern muss ist schon merkwürdig genug, aber das hat dem ganzen die Krone aufgesetzt. Insofern mein Tipp: Finger weg von Mobility Concept.
Dazu fehlt mir die Muse mich für den ganzen elektronischen Schnickschnack zu begeistern. Bis vor wenigen Tagen hatte ich keine Möglichkeit gefunden die Musik vom Smartphone im Auto abzuspielen. Total umständlich bis es endlich mit der Installation des VLC Players ging. Und selbst da gab es erst irgendwelche technischen Probleme. Die ganze Fummelei um z.B. die Sitzheizung einzuschalten ist im alten Golf der Oldies viel einfacher und besser gelöst. Drücken am Köpfchen und fertig. Jetzt muss ich erst warten bis ich auf der Straße bin, den bei der Rangierfahrt in der Tiefgarage lässt sich das entsprechende Menü nicht bedienen. Kein Wunder das viele Unfälle allein dadurch zu erklären sind, dass der Fahrzeugführer durch die ständige rumfummelei abgelenkt ist. Auch ist z.B. die Sitzheizung leistungsmäßig eine Schwachmatte gegenüber dem alten Golf. Es wird also nicht immer alles besser.
Sportlich lief das Jahr gut. Dazu habe ich gestern bereits einen ausführlichen Beitrag geschrieben. Letztlich sind es nicht wirklich mehr Bergtouren geworden als auch in den Vorjahren. Die Bergsommerfrische habe ich zum dritten Mal in der Alpenkönigin in See verbracht. Und noch immer sind dort jede Menge Touren möglich die ich noch im Hinterkopf habe und noch nicht durchgeführt habe.
Was ich bzgl. Rückenübungen bzw. Übungen zur allg. Beweglichkeit und Fitness vorhatte war nicht über den Januar hinaus umgesetzt worden. Im Januar startete ich konsequent und enthusiastisch, aber im Februar war ich ein wenig angeschlagen, lies auch das Radtraining schleifen und das mit dem Rückentraining verfolgte ich nicht weiter. Das ging trotzdem erstaunlich gut bis Anfang November. Wieder ohne konkreten Anlass zwickte es im unteren Rücken und zog sich dann über den Urlaub hinweg bis Mitte Dezember. Früher hatte ich schon schlimmere Blockaden mit starker Einschränkung der Bewegungssymptomatik, die aber nach wenigen Tagen vollständig abgeklungen waren. Dieses Mal zog es sich länger, besonders spürbar bei bestimmten bückenden Bewegungen. Kein starker Schmerz, aber unangenehm und irgenwie so ein altending bei dem ich mich auch so fühle.
Insofern werde ich 2026 mit Beginn des Jahres zu einem neuen Anlauf mit Rückengymnastik starten.
Gesundheitlich gibt es noch zwei Dinge zu berichten. Seit Frühsommer habe ich auf dem Augenlid so ein Pickerl. Habe mir fest vorgenommen Anfang 26 das ganze begutachten zu lassen. Typisch Mann ist es dieses Jahr einfach nicht wichtig genug gewesen. Dazu hat sich ein halber Zahn oben rechts (von vorne betrachtet) verabschiedet. Erst wurde das gute Stück drangepappt, hat aber nicht lange gehalten ebensowenig wie eine Art Füllung. Seit Ende September lebe ich gut mit dem halben Stück, das ist aber keine Dauerlösung. Daher geht es Anfang Januar zum Beisserchendoc. Die Sache ist aber nicht ganz trivial, weil die Zähne in der Gegend dort schon wurzelkanalbehandelt sind, sich also weder eine Brücke noch Krone machen lässt.
Der Jahresurlaub führte mich erstmals auf die Philippinen. Ob es einmal und nie wieder sein wird bleibt offen. Das ich 2026 aber wieder dorthin reise ist ausgeschlossen. Nicht weil es nicht schöne Flecken gibt sondern weil der Eindruck nicht so dufte war das ich glaube gleich nochmal dorthin zu müssen. Es gibt verschiedene Überlegungen für weitere Reisen, die aber alle Vor- und Nachteile haben. Zum einen weiss ich nicht wirklich, ob mein Rücken nochmal einen reinen Backpacker Urlaub gut mitmachen würde. Zum anderen mag ich es warm und flauschig, was eigentlich gegen Himalaya oder Karakorum sprechen würde.
Was es zu erwähnen gilt, mein Leben ist statistisch im letzten 1/4 angekommen. Das sollte Anlass geben sich auf Dinge zu fokussieren die es wirklich wert sind bereist oder eben nochmals bereist zu werden. Wobei es eben auch so ist, das was ich vor 30 oder 40 Jahren erlebt und bereist habe ist nicht stehengeblieben. Das wurde mir am Beispiel Bali klar, wo ich im Abstand von je 13 Jahren 1992 (=Paradies), 2005 (Max-Schautzer Gedächtnisreise) und 2018 (Geknatter, Dauerstau und kein Flair mehr vorhanden) war.
Und fett bin ich geworden. Knapp 79 kg jetzt Ende des Jahres. Einen Ranzen schiebe ich vor mir her das ich nächstes Jahr glatt den Bauch für die süsse Soße spendieren könnte. Das muss 2026 anders werden. Es wird mit jedem Jahr schwieriger Pfunde abzuschmelzen, aber es muss sein. Die Ästhetik stört mich enorm. Was unbemerkt die Entwicklung begünstigt ist die mangelnde Bewegung. Es sind nicht die 7500 Radkilometer die auf den ersten Blick beträchtlich viel Bewegung und damit Energieverbrauch signalisieren. Es sind die Phasen dazwischen in denen ich in jüngeren Jahren viel mehr Mobilität hatte. Das viele Sitzen, beruflich aber eben auch privat sind das Problem. Oder z.B. die langen Auto- und Bahnfahrten nach Forchheim. Stundenlanges sitzen. Was ich z.B. versuche ist durch die kleinen Wanderungen von Fobah nach Hausen wenigestens ein Minimum an Bewegung zu inkludieren, zumindest in den Phasen in denen ich mit dem Zug reise. Die 2x 50 Minuten sind eine Art Minimum, aber für ein ganzes Wochenende doch reichlich wenig.
Insgesamt steuert die Welt auf eine Wand zu, aber die scheint für die meisten weiss zu sein und im Gegenlicht der Sonne ist sie nicht sichtbar. Was für eine intellektuelle Beleidigung ist der Dummkopf Agent Orange aus Amerika. Es ist eine Zumutzung und verursacht körperliche Schmerzen ihm auch nur 30 Sekunden lang bei seinen Lügen zuzuhören. Wenn er nicht gerade lügt quatscht der einen Quark auf dem Niveau eines 3. Klässslers zusammen. Das sich hier nicht mehr als 100 Millionen Amerikaner zusammenraufen und aufstehen ist mir ein Rätsel. In diesem Vergleich erscheint unsere neue Regierung fast schon harmlos dumm und rückwärtsgewandt. Trotzdem ist es nicht weniger gefährlich Nazis argumentativ nachzulaufen und durch „technologieoffenheit“, die nichts anderes ist als das Verschliessen vor der Realität des Klimawandels, etwas zu suggerieren was faktischer Quark ist (E-Fuels, Wasserstoffautos, hocheffiziente Verbrenner). Ist mein Twingo von 1995 mit 5 Liter Verbrauch somit eigentlich „hocheffizient“? Somit wären wir bereits vor 30 Jahren dort gewesen wo ein Merz in der Zukunft 2035 hin will. Verrückt. Übrigens: vor 30 Jahren war ich im Urlaub in Venezuela. Ein Land das ich heute so nicht mehr bereisen könnte, zumal das Orangenmännchen dort völkerrechtswidrig einen Krieg angezettelt hat (ihn aber nicht so nennen will).
Ziele und konkrete Pläne 2026:
Trainingsplan aufstellen, beginnend im Januar mit jeden Tag 20-40 Liegestütz, Rückenübungen etc.