Einiges hat sich im Jahr 2024 ereignet, daher blicke ich zunächst ein wenig zurück auf das fast abgelaufene Jahr.
Sportlich war es ein herausragendes Jahr, welches geprägt war durch die 10200 Radkilometer welche ich absolviert habe. Im Detail bin ich hier schon im letzten Blogbeitrag darauf eingegangen.
Unfälle gab es dieses Jahr im Gegensatz zu 2023 keine mehr. Meine Schraube im Fuss ist gut gefestigt und nicht zu spüren. Spätestens jetzt im Winter müsste ich sie entfernen lassen, aber ich habe mich dagegen entschieden, weil eben keine Probleme aufgetreten sind.
Gesundheitlich verlief das Jahr insgesamt erfreulich, was auch Grundvoraussetzung für die sportlichen Leistungen war. Am Ende des Jahres hat der untere linke Rücken ein paarmal gezwickt, u.a. während ich in Singapur war und am 2. Weihnachtsfeiertag. Einen Anlass dafür gibt es nicht explizit. Interessant in dem Zusammenhang ist aber, dass dies zusammenfällt mit der Phase in der ich keinen regelmäßigen Sport betrieben habe und die Bewegung auf Sparflamme ist. Das stützt meine These der Wichtigkeit von Bewegung im allgemeinen, unabhängig von einem Leistungsgedanken, aber das ewige Sitzen ist für den Bewegungsapparat schädlich. Das ist gleichzeitig auch ein Vorhaben welches ich 2025 intensiv vorantreiben möchte und auch muss. Die allgmeine Fitness und Beweglichkeit zu verbessern. Dazu werden ich einen gezielten Trainingsplan entwerfen, wobei ich mir bereits durch Ansehen einer Vielzahl an Videos/Reels schon Anregungen geholt habe. Das ganze muss täglich nicht allzu lang dauern, sollte aber regelmäßig und konsequent durchgezogen werden.
Das führt mich gleich zu dem nächsten Punkt. Meinem Körpergewicht und den Schwachstellen. Das Gewicht betrug zwischen 73 und 76 Kilogramm. Im Sommer zur Hochphase meiner sportlichen Aktivität waren es ca. 74 kg. Mann könnte meinen das viele Radfahren hätte mich zu einer deutlicheren Gewichtsreduktion gebracht, das war aber nicht so. Es ist auch nicht so dass ich meine sonstigen Lebensgewohnheiten modifiziert hätte und auch die Ernährung nicht. Daher ist es auch nicht so überraschend. Meine Wampe jedoch stört mich ästhetisch doch schon wesentlich. Daher wird auch hier der Fokus einiger Übungen dem entgegenwirken. Das ich allerdings dem Alter einiges zu verdanken habe ich eine Tatsache, wenngleich mann nicht alles so schulterzuckend akzeptieren muss.
Was die Eltern anbelangt werden auch diese nicht jünger. Meinem Vater fällt es schwer aus der Sichtbarkeit immer größerer körperlicher Einschränkungen Konsequenzen abzuleiten. Die Thematik nicht mehr aktiv am Straßenverkehr als PKW Führer teilzunehmen wird konsequent ausgeblendet. Sicherlich ist dies ein facettenreiches Bild, denn letztlich hängt daran auch die Mobilität für die auch andere dankbar sind das dem noch noch ist. Auch die soziale Interaktion wird hierbei tangiert. Einen Geburtstag wie den 90. der bald naht als Ankerpunkt zu wählen um Konsequenzen zu ziehen wird nicht in Erwägung gezogen.
Meine Mom ist nun in Pflegeklasse 2 eingestuft worden, erhält entsprechende Leistungen und nutzt den Rollator nun bei Spaziergängen konsequent. Im Haus selbst geht es noch ohne. Das ganze Prozedere ist ein bürokratisches Monster und eigentlich von Senioren kaum selbst zu bewerkstelligen.
Einige Ausflüge nach Forchheim zu Onkel Manfred haben wir gemeinsam unternommen. Nach Nürnberg gab es zwei Ausflüge. Einen in der Familienkombination und einen bei dem wir Onkel Manfred kutschiert haben.
Was meine Urlaube anbelangt hat gab es Ende März vor Ostern eine Woche in Hausen, bei der ich Radwege für das Projekt 300 ausgekundschaftet habe. Danach eine Woche Anfang Juli die im Zeichen des Projektes 300 und seiner erfolgreichen Durchführung stand. Danach im August eine Bergwanderwoche in See im Paznaun.
Der „große“ Urlaub führte mich Mitte/Ende November und Anfang Dezember nach Singapur und Thailand. Weder Singapur noch Ko Lipe waren Orte die so das ganz große Wow hervorgerufen haben. Was aber mittlerweile gut funktioniert ist das abschalten vom Alltag und Beruf. Es wird bezogen auf ganze Tage oft nicht viel gemacht und Zeit vertrödelt, aber ich bin mir mittlerweile klar darüber, dass genau dies auch eine Art Regeneration darstellt.
Anfang des Jahres hatte ich verschiedene Urlaubsdestinationen geprüft. Dazu gehörte Nepal, Raja Ampat in Indonesien und die Malediven bzw. die Seychellen. Malediven sind für mich zwiespältig. Einerseits will ich seit Jahrzehnten schon dorthin, am besten in einen Wasserbungalow. Andererseits ist das ganze extrem kostspielig zumal allein und so eine kleine suppenschüsselgroße Insel hat wenig Abwechslung. Dann sitzt mann alleine an der Hotelbar und geht nach einem Schlubberchen um 21 Uhr schlafen? Ich mag es eher so, ein wenig umherschlawenzeln, sich irgendwo hinsetzten, dem lustigen Treiben des Publikums zuzusehen und dabei bei einem Drink den Kopf über so manches geschehende schütteln. Oder auch nicht. Dazu kommt noch, ich möchte ungern für bewölkten Himmel oder Regen so einen Batzen Geld hinlegen. Urlaubsfeeling ist für mich untrennbar mit Sonnenschein verbunden. Das hat mich insbesondere der Tag in Hat Yai gelehrt.
Was Nepal angelangt aber auch Raja Ampat, das sind beides Urlaube als Backpacker. Ob mein Rücken das so gut mitmachen würde kann ich abschließend nicht beurteilen. Müsste ich vorher testen. Alles was Raja Ampa aber auch die Südsee anbelangt hat den klaren Nachteil, dass die Anreisen gefühlt unendlich lang dauern. Und die Rückreisen natürlich ebenso. Die Salomonen haben mich durch die Kriegshandlungen von 1942 angesprochen.
Was ich so auch feststellen muss, ich bin müder geworden. Gar nicht mal selten ist es mir passiert, dass ich nach den 19 Uhr Nachrichten eingedöst bin und dann 20 bis 30 Minuten später erst wieder erwacht bin.
Im Juni 2025 läuft mein Leasingvertrag für den Proceed aus. Daher muss ich mir ein neues Gefährt zulegen. Unklar ist derzeit, ob ich den Schritt zur E-Mobilität wage. Denn ich bin weder privat noch dienstlich mit der Möglichkeit der Nutzung einer Ladestation ausgestattet. Dann wird sich auch nicht ändern. Und somit bin ich auf eine öffentlich Ladeinfrastruktur angewiesen, bei der ich nicht weiss wie praktikabel das ganze wirklich ist. Vielleicht kommt das ganz noch zu früh? Dazu ist es aktuell noch so, dass Verbrenner bei vergleichbarer Größe noch günstiger sind. Praktisch ist der Proceed schon, Rad hinten rein und fertig.
2025 soll weniger radlastig als 2024 werden. Ein wenig mehr Flexibilität in den Aktivitäten soll es geben. Mal ein Wochenende in den Bergen oder auch mal wieder einen Städtetrip. Das ist bei der Kilometerleistung von diesem Jahr nicht möglich gewesen, bzw. bei den Zielsetzungen. Ob ich an RTFs wieder teilnehmen werde weiss ich noch nicht. Das macht schon Spass, aber fast 100 Euro wie die Shades of Speed Veranstaltung ist es mir dann doch nicht wert. Es ist natürlich auch ein gewisser Ergeiz vorhanden. Nur so als Traininggsfahrt ohne Ambition werde ich es nicht machen. Dazu ist der Aufwand zu hoch.