Am Ende eines jeden Jahres bietet sich ein Resümee förmlich an. Das halte ich nun auch schon seit einigen Jahren so, hier z.B. das vom letzten Jahr:
Und im Gegensatz zum letztjährigen Fazit, gab es 2023 sehr wohl Ereignisse, die einmalig, erwähnenswert und diese Zeilen wert sind.
Zuallererst fällt mir hier mein Unfall vom 10. Juni 2023 ein. Dieser hat zumindest das zweite Halbjahr deutlich geprägt, wenngleich ich letztlich sagen muss, darf und kann, es ist alles vergleichsweise glimpflich ausgegangen. Wesentliche Konsequenzen waren Änderungen an meinem Sportprogramm und dem ersten Urlaub den ich im Juli in See verbringen wollte. Der Unfall kam zum Zeitpunkt, als ich top in Form geraten war und die ersten RTFs anstanden. Das ging dann alles so nicht und der Urlaub verschob sich in den August (örtlich), und der Zeitraum wurde dann Ende September mit dem Ägyptenurlaub nachgeholt.
Dennoch gelang es mir recht zügig noch Anfang Juli wieder mit Radfahren zu beginnen und ich steigerte mich sogar bis zu 2 Touren von ca. 200 Kilometern Länge. Laufen bzw. Wandern kam dann etwas später wieder dazu.
Mein eigentliches sportliches Ziel war das Projekt RO-BRE-RO. Eine Fahrt mit dem Rad von Rosenheim zum Brenner und zurück. Ca. 300 km und 1000 Höhenmeter. Die Vorbereitungen inkl. Streckenbesichtigung liefen gut, wenngleich ich fast schon Abstand vom Original Plan bzw. der Strecke genommen hatte, da die Brenner Bundesstraße am Wochenende mörderisch ist und da habe ich keine Lust drauf. Daher war der verkürzte Plan bis Patsch zu fahren. Ob ich die Fahrt 2024 nochmal ins Auge fasse ist noch nicht entschieden. Prinzipiell ist auch der Wind auf der Strecke ungünstig und möglicherweise ergibt sich eine andere Langstreckenoption?
Wandern ging ab dem Paznaun Urlaub im August wieder, wobei ich selbstverständlich mich nur langsam steigerte.
Beruflich sei nur kurz erwähnt, dass dieses Jahr sehr fordernd war, u.a. auch deshalb weil ich im ersten Halbjahr alleiniger Stellvertreter sein musste und die insgesamt ca. 20 Vertreterwochen rekordverdächtig sind.
Anfang 2023 liefen die letzten spürbaren Corona Maßnahmen wie Masketragen im Fernverkehr aus. Als Corona fast schon kein Thema mehr war erwischte es mich zusammen mit den beiden alten Rackern doch noch. Während Vati sehr glimpflich und eigentlich ohne wirkliche Beeinträchtigungen durchkam, waren es bei mir doch einige wenige Tage richtig krank sein. Mom hat es richtig zerbröselt und letztlich waren zwei Krankenhausaufenthalte in Erlangen und Bamberg nötig. Diese Phase im Frühjahr war sehr herausfordernd, wenngleich auch hier als Fazit gilt, die Lage hat sich dann dankenswerterweise doch besser entwickelt und stabilisiert als zunächst vielleicht befürchtet.
Um gleich noch bei den alten Rackern zu verweilen. Diese mussten 2023 von so einigen liebgewordenen Bekannten und Freunden Abschied nehmen. Die Reihen lichten sich. Was mich zu dieser generellen Frage führt, ob ein (theoretisches) Angebot für ein XXXL langes Leben überhaupt eines ist welches annzunehmen wert ist? Mann stelle sich vor, immer und immerfort bestehen irgendwann alle privaten Nachrichten im Wesentlichen nur noch aus Todesbotschaften bis niemand mehr um einen ist mit dem man etwas persönliches verbindet. Mann endet als Robinson Crusoe auf einer verlassenen einsamen Insel.
Von meinem Patenonkel Traugott musste ich am 17. März, dem ersten herrlichen Frühlingstag des Jahres Abschied nehmen.
Urlaubsmäßig waren dieses Jahr 3 Urlaube angesagt: im August in See/Paznaun, im September in Ägypten und im November/Dezember in Vietnam. Insofern wurde die Kurz-, Mittel-, und Langstrecke abgedeckt.
Gewichtsmäßig bin ich nicht extrem geschwankt, minimal bei 73 kg und maximal dürften es ca. 76 kg gewesen sein. Mich stört mein Ranzen optisch schon, aber es es gelingt mir in dem fortgeschrittenen Alter nurmehr sehr schwer an dieser Stelle das Fett abzubauen. Und es lagert sich bei mir ausschließlich dort an. Nicht am Knöchel und auch nicht an der Schulter.
Was Rückenprobleme anbelangt so waren diese ganz vereinzelt. Ich habe als Prophylaxe das Trainingsprogramm gestartet mit gezielten Übungen, dies will und werde ich auch 2024 fortführen, dennoch ist der Rücken eine Problemstelle. Was ich mir daher nicht mehr vorstellen kann ist eine Expedition mit 25 kg Gewicht am Rücken. Lange Jahre bin ich schon nicht mehr mit großem Ruckack gewandert oder in den Urlaub gefahren, ob das noch ginge kann ich nicht exakt prognostizieren.
Am 13. Mai fand das einzige Treffen mit den Nürnbergern in Martha Maria statt. Leider. Nicht das Treffen sondern die Tatsache dass es bei diesem einen Mal blieb. Unverständlich. Warum kann mann Tante Elisabeth wie andere Altenheimbesucher auch nicht einfach mal so besuchen? Warum muss so ein Treffen ein Staatsakt sein? Ich wiederhole mich an dieser Stelle, die Lebenszeit für solche Treffen läuft unerbittlich ab.
Weltpolitisch war es auch ein schwieriges Jahr. Neben dem immer noch andauernden Ukraine Krieg kam der Krieg von Israel gegen die Hamas im Herbst dazu.
Für Aktienbesitzer war es auch ein schwieriges Jahr. Aufgrund der hohen Zinsen sind Unternehmen die weder Umsätze noch Gewinne machen nicht gefragt gewesen. Obwohl auch der Klimawandel keine Pause gemacht hat und 2023 das wärmste Jahr seit Menschengedenken sein wird zahlte sich der Blick auf Aktien im Sektor Solar nicht aus. Windkraft noch weniger, aber da bin ich ohnehin nicht investiert. Zum Jahresende hat sich noch eine Chance beim Bitcoin ergeben, aber da wird sich erst im nächsten Jahr zeigen ob die Preisexploxion aufgrund von Halving und ETF Zulassung wirklich kommt. Value Aktien der Big Player wie Microsoft, Nvidia, Amazon etc. wären eine gute und sichere Anlage gewesen.
2024 drohen durch die längst überfällige CO2 Steuererhöhung dem Autofahrer doch tatsächlich Preiserhöhungen von 4,3 Cent (Benzin) und 4,7 Cent (Diesel). Was ergibt dies für eine Schlagzeile?

Dümmer gehts immer. Macht sich besser und beschert mehr Klicks als: „Spritpreise werden trotz erhöhter CO2 Steuer und weltpolitischer Unsicherheiten 2024 sicher keine neuen Höchststände erreichen“.
Und der durchschnittliche Autofahrer rüsselt in jedes unter seine Rotzfahne gehaltene Mikrofon wie nahe jetzt sein automobiles Ende gekommen ist, weil angeblich nicht mehr finanzierbar. Angaben zufolge handelt es sich um Mehrkosten von durchschnittlich ca. 100 Euro. Mal überlegen: eine durchschnittliche deutsche Dame gibt beim Frisörbesuch auch in etwa soviel aus (oder bei einer Wellnessmassage). Und zwar mehrfach pro Jahr. Falls verheiratet hier ein Tipp vom Experten: sich die Frau schönsaufen geht mit einem Kasten Bier deutlich günstiger als der Frisörbesuch.
Mal zur Einordnung der Größenordnung der Erhöhung: gestern morgen bin ich Tanken gewesen, zahlte 1,75 Euro. Beim nach Hause fahren fuhr ich wieder an der Tanke vorbei und es standen 1,65 Euro angeschlagen. 10 Cent Differenz während eines einzigen Tages! Und da sollten 4 Cent den automobilen Untergang darstellen? Welcher IQ dieser Aussage zugrunde gelegt werden muss kann sich jeder selbst ausrechnen (natürlich nur wenn der Bildungstand und IQ dies zulässt!). Dazu kommt, dass schon lange vergessen worden ist, dass die Preise bereits deutlich über 2 Euro gelegen haben, faktisch also neue Höhen überhaupt nicht erreicht werden. Leider, wie ich nimmermüde ergänzend hinzufüge. Aber das weiterzuführen ist hier im Beitrag jetzt nicht mein Ziel.
Apropos Urlaub: konkrete Ziele für 2024 liegen noch nicht vor. Im Vorfeld des Ägypten Urlaubs aber auch des Vietnam Urlaubs habe ich zahlreiche Destinationen abgeklopft. U.a. auch die Malediven, die ich immer schon einmal besuchen wollte. Abgeschreckt haben mich die hohen Kosten, individuell gebucht pro Nacht mehrere hundert Euro und als Pauschalreise eine Woche ab 3000 Euro. Dazu dann das Risiko, dass aus 8 Tagen wegen den Flugzeiten 6 Tage vor Ort werden. Teurer Spass. Aber vielleicht für ein einziges Mal die Sache wert?
Südsee würde mich reizen, aber die verflixt langen Reisezeiten sind abschreckend. Und irgendwie reizt mich Nepal auch wieder. Wobei ich, als ich neulich am Bahnsteig in der Kälte wartend stand auch zugeben muss, ich bin immer noch traumatisiert von den gefühlt 1000 Tagen und Nächten die ich unterkühlt in Lodges oder meinem kleinen Macpac Microlight Zelt während der 8 Himalaya Aufenthalte zugebracht habe. Also Kälte liegt mir einfach nicht. Im Gegensatz dazu hat mir das Lauftraining in Ägypten bei bis zu 34 Grad nichts ausgemacht. Nichmal einen Schluck Wasser habe ich gebraucht. Vielleicht sollte ich die Wüste Gobi o.ä. mal recherchieren?