Bericht Weltklimarat

Heute hat der Weltklimarat seinen Abschlussbericht vorgelegt.

Rund acht Jahre wurde daran gearbeitet, viele tausend Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt waren beteiligt, nun ist sozusagen der Schlussstein gesetzt: Mit der Vorlage des Synthese-Reports zu seinem Sechsten Sachstandsbericht hat das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) die bisher größte und gründlichste Übersicht zur Klimaforschung abgeschlossen.

Die Welt muss handeln – und zwar sofort. Das ist die Botschaft des sechsten Sachstandberichts des Weltklimarats (IPCC), der am Montag veröffentlicht wurde. Das neue Dokument fasst die sechs seit 2018 erstellten Berichte des IPCC zusammen.

„Das Tempo und der Umfang der bisherigen Maßnahmen sowie die aktuellen Pläne sind unzureichend, um den Klimawandel zu bekämpfen“, teilte der Weltklimarat mit. Für den IPCC-Vorsitzenden Hoesung Lee heißt das: „Wir gehen, wenn wir sprinten sollten.“

Hier der Link direkt zum IPCC und seinen Dokumenten:

https://www.ipcc.ch/ar6-syr/

Und jetzt zu dem was getan werden kann. Es gibt grundsätzlich zwei Arten von Maßnahmen: solche die nichts kosten, bestenfalls für das Individuum finanzielle Vorteile bringen und solche die mit Kosten für Jeden und Jede verbunden sind.

Logischerweise wird mann sich theoretisch schneller einig bei der ersten Kategorie, so sollte mann meinen. Aber dem ist nicht so.

Zwei Beispiele: Beispiel 1: Tempolimit auf deutschen Autobahnen

Ein Tempolimit könnte das Klima stärker schützen als bisher angenommen. Laut einer Studie des Umweltbundesamtes würden so 6,7 Millionen Tonnen CO2 im Jahr eingespart werden. Ein Tempolimit sei damit ein wichtiger Baustein „ohne Mehrkosten“.

Einer Studie des Umweltbundesamtes (UBA) zufolge können durch ein Tempolimit von 120 Kilometern pro Stunde auf Autobahnen jährlich rund 6,7 Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. „Ein Tempolimit auf Autobahnen bringt mehr CO2-Einsparung als bisher gedacht“, erklärte UBA-Präsident Dirk Messner in Dessau-Roßlau.

Nun, was könnte ähnlich CO2 einsparen und on top sogar noch den Geldbeutel füllen? Grübel…

Die ca. 10 Millionen deutscher Hunde verursachen ca. 6 Millionen Tonnen Kohlendioxid.

D.h. jeder Hund weniger entlastet den privaten Geldbeutel um einen 4 stelligen Betrag und senkt die CO2 Emission.

Ein 30 Kilogramm schwerer Hund verursacht im Jahr rund 1.050 Kilogramm CO2 – also etwas mehr als eine Tonne.

Wenn das Klima nicht weiter belastet werden soll, dürfte laut Angaben des Weltklimarats (IPCC) jeder Erdenbewohner jährlich aber nur zwei Tonnen CO2 verursachen. Wer also beispielsweise eine kleine Dobermann-Hündin besitzt, verbraucht bereits durch die bloße Tierhaltung die Hälfte seiner jährlichen CO2-Kapazität.

Ein kleiner Labrador verursacht in seiner Haltung jährlich etwa so viel CO2-Ausstoß, wie ein einfacher Flug von Berlin nach Washington. Laut Berechnungen des CO2-Flugrechners myclimate liegt der CO2-Ausstoß für diesen One-Way-Flug bei 1,1 Tonnen.

Daneben kackt so ein Vieh in seinem Leben einen Haufen der ca. 1000 kg wiegt. Und das Dreckszeugs muss selbst wenn es brav in der Tonne landet verbrannt werden und sicher nicht mit Sonnenlicht und Brennglas. Daneben pinkelt das Vieh natürlich noch. Auch nicht ohne:

Weil im Hundeurin viel Stickstoff enthalten ist und viele Pflanzen mit dem Stoff nicht klar kommen, führt die Anwesenheit von Hunden auch zu einem anderen Phänomen: dem Verschwinden bestimmter Pflanzenarten.

Hauptverursacher für die schlechte Ökobilanz von Hunden, dem hohen CO2-Pfotenabdruck sozusagen, ist nach Analyse des Wissenschaftlers Matthias Finksteiner das Fleisch im Futter der Tiere. So tragen Kühe als Rindfleischlieferant, das häufig in Hundefutter enthalten ist, zum einen mit ihren Methan-Emissionen zum Klimawawandel bei. Zudem erhalten Kühe oft Kraftfutter, dessen Zutaten meist in entfernten Regionen der Welt, wie zum Beispiel Soja in Brasilien, hergestellt werden.

Und dann gibt es noch die Katzen, die bekommen jetzt auch noch ihr Fett weg, bzw. die Halter.

Die Untersuchung ergab, dass die Haltung einer 4,2 Kilogramm schweren Katze jährlich etwa der gleichen CO2-Bilanz entspricht wie eine Autofahrdistanz von 1.164 Kilometern.

Zum Vergleich: Eine Autofahrt von Berlin nach Venedig verursacht also genauso viel CO2-Emissionen, wie die Haltung einer Katze in einem Jahr.

Mit dem Argument mein Haustier steigert aber mein Wohlbefinden kommt mann an dieser Stelle nicht weiter, denn exakt so argumentiert der Porschefahrer auch.

Und da dies nur zwei Beispiele kostenneutraler Maßnahmen sind die nicht umsetzbar sind in diesem Land braucht mann sich über den Rest keiner Illusionen hingeben. Es wird nicht reichen.

„Wenn wir jetzt handeln, können wir immer noch eine lebenswerte, nachhaltige Zukunft für alle sichern, so Hoesung Lee, Vorsitzender des Weltklimarats.“ Tja, machen wir aber nicht….