Hier eine kurze Zusammenfassung meines Wochenendes in Garmisch-Partenkirchen.
Logiert habe ich Sporthotel Atlas. Es ist ein *** Bunker, etwas ausserhalb des Zentrums direkt an der Straße nach Mittenwald. Das Hotel ist ok. Das Zimmer ausreichend groß, nur das Bad ist echt winzig. Das bedingt dadurch, dass das Hotel vor ein paar Jahren umgebaut wurde, aber die Raumaufteilung prinzipiell beibehalten wurde. Daher Expertentip: stets die Badezimmertür offenlassen um Klaustrophobie zu unterbinden!
Das Frühstück ist ok, es gibt alles was man braucht, aber es ist kein Geniesserfrühstück. Ab 7 h morgens.
Kostenpunkt: 64 Euro pro Nacht. Also kein Schnapper. Aber das ist Garmisch ohnehin nicht.
Freitag war ich kurz vor 15 h im Hotel. Daher nur umgezogen und losmarschiert. Ca. 10 Minuten vom Hotel ist das Skistadion und von dort bin ich in direktem Weg hoch zur Eckbauernalm. Das waren ca. 500 Höhenmeter in 45 Minuten. Für Opi also brauchbar flott.
Unterwegs betäubte frisch gemachtes Bergheu meine Nase. Wirklich unglaublich welch ein Genuss so etwas sein kann.
Oben angekommen duellierte ich mich dann mit einem Raben:
Dieser Frechdachs näherte sich mir immer weiter an (oder auch nur meiner Brotzeit) und sein spitzer Schnabel flößte mir doch Respekt ein.
Hinunter ging es dann einen anderen Weg über Wamberg. Nicht ohne eine Abkürzung anzugehen, die durch Buschwerk an einer Steilstelle endete und somit dank Rückmarsch in einer Verlängerung mündete.
Insgesamt waren es als kleine Warmmachtour ca. 500 Höhenmeter.
Am Samstag stand dann ein etwas längere Tour an. Dazu bin ich zum Parkplatz der Osterfelderbahn gefahren (kostenloser Parkplatz). Von dort dann flach nach Hammersbach und dann ab Richtung Höllental.
Die Höllentalklamm habe ich mir erspart (also die 4 Euro Gebühr), indem ich den Stangensteig begangen habe.
Kurz nachdem die Klamm auf einer Brücke in luftiger Höhe überquert wird, kommt ein unscheinbarer und definitiv nicht markierter Abzweig hoch zu den Knappenhäusern. Ein kleiner Geheimpfad, der aufgrund der Vegetation nicht viel Begehungen aufzuweisen scheint.
Jedenfalls geht es sehr steil nach oben. Teilweise helfen auch einige Stahlseile dabei. Es sollten da wohl eher nur Geübte rumarschieren. Es kürzt den Weg allerdings erheblich ab, insofern man zu den Knappenhäusern möchte.
Oben angekommen hatte der ADAC Rettungshubschrauber auch gleich noch seinen Dienst verrichtet und verscheuchte mich bei meiner Rast.
Ein kurzer Zwischenabstieg Richtung Höllentalangerhütte folgte, dann ging es wieder aufwärts Richtung Rinderscharte.
Blick Richtung Zugspitze:
Der Weg hoch zur Rinderscharte ist straks und schnörkellos. Unterwegs war es mir sogar mal etwas kühl im Schatten. Aber mir saß eine resche Wandersfrau im Nacken und da packte Opi der Ehrgeiz sie abzuschütteln.
Oben angekommen erfolgte eine kurze Rast. Dann ging es schon weiter (ohne in den Trubel am Osterfelderkopf einzusteigen) mit dem Alpspitze Nordwandsteig. Auch dieser ist nur für Geübte. Nicht wirklich schwierig, aber eben ein Klettersteig.
Nahe des Schöngänge Abstiegs und kurz unter dem Gipfel des Bernadeinkopfes machte ich Rast. Eigentlich war die Tour gelaufen, es sollte nur noch der Abstieg erfolgen.
Ungefähr in der Bildmitte verläuft der Nordwandsteig hinüber zum Osterfelderkopf:
Aber ich wollte noch einen Blick auf den Stuibensee erheischen, also bin ich querfeldein marschiert.
Dann folgte der Abstieg. Eigentlich wollte ich auf den Weg der von der Hochalm nach Kreuzeck geht stossen. Ich stieg allerdings sehr viel ab und auch in östlicher Richtung, sodass ich zwischendurch annahm, ich hätte weiter oben eine Abzweigung verpeilt durch mein Querfeldeinmärschlein.
Jedenfalls sah ich mich schon einen riesen Umweg machen.
Als ich mich schon damit abgefunden hatte und auch keine Lust mehr hatte wieder aufzusteigen kam doch noch ein Schild mit dem Abzweig Richtung Kreuzeck. Seufz.
Das zog sich aber noch ganz schön hin.
Jedenfalls war dann der Abstieg vom Kreuzeck noch dahingehend bemerkenswert, dass ich manche Geröllpassagen so steil fand, dass ich mir dachte, irgendwann knallt es dich hin. Bin das so vorsichtig runter marschiert, gefühlt in Zeitlupe. Jedenfalls kam ich ohne Abrutscher unten an.
Gehzeit Gesamt 6:05 h, Höhenmeter ca. 3400 (Auf- und Abstieg)
Ich war müde, jedoch im Vergleich zur Alpspitze letztes Jahr auch muskulär nicht so fertig. Denn auch der 20 Minuten Marsch Abends zur weissen Nacht gelang vergleichsweise mühlelos.
Auch heute morgen (also Sonntag) fühlte ich mich weit besser als an jenem Sonntagmorgen vor einem Jahr.
Trotzdem machte ich nur noch eine kleine Tour. Start war am Skistadion. Von dort hinein ins Reintal. Durch die Partnachklamm (4 Euro) und danach Richtung Bockhütte. Dann im Bogen über den Reintaler Hof zur Partnachalm.
Von dort dann wieder zurück zum Skistadion.
Insgesamt hatte ich sowohl direkt danach, also z.B. am Sonntag als auch am Montag weit weniger Muskelkater als erwartet. Wenn ich da so an die vergangenen Jahre denke konnte ich gelegentlich kaum mehr laufen und Treppen abwärts gehen war eine echte Qual.
Heute Montag ist es ein mildes Muskelkäterchen. Warum ich mich besser fühle oder es besser verarbeitet habe weiss ich nicht. Denn mehr Bergtraining hatte ich 2015 auch nicht.






