Es waren in den 8 Tagen insgesamt 3 Radtouren und 5 Wanderungen.
Samstag 10.08.2024: Radtour Zirl – Kühtai – Haimingerberg – Inntal – Zirl
Die Tour begann um 9:26 h am Bahnhof Zirl wo ich kostenlos parkte. Das wusste ich bereits vom Vorjahr, als ich ebenfalls dort startete bzw. parkte. Die Uhrzeit spielt noch eine Rolle. Ich kurbelte gemütlich bis Kematen und ab dort beginnt die Ostanfahrt auf das Kühtai:
Kurze Zeit nach Beginn des Anstiegs bildete sich ein Stau und ich erkannte vorne die Polizei. Na super, auch das noch. Die ersten Autos drehten um, ich vermutete einen Unfall mit Sperrung. Ein anderer Radler fuhr nach vorne und ich folgte. Vorne fragte ich den Polizisten ob ich durchkönne, ja seine Antwort. Einen Unfall konnte ich nicht ausmachen. so kurbelte ich einsam und so ungefährdet durch die drei Galerien aufwärts. Mir dämmerte dass es wohl ein Radrennen war, vermutete mich aber vor dem Feld, da der Start vermutlich später erfolgen sollte. Genaueres wusste ich nicht.
Die Aktion hatte jedenfalls den Vorteil, dass die Straße komplett leer war und nur sehr vereinzelt Fahrzeuge von oben kamen. Ich fuhr dann ganz vereinzelt an Radlern vorbei und das ganze ging dann bis Sellrain so weiter. Ich überholte zwei Damen und dachte mir so, die seien bestimmt vor dem Männerfeld losgefahren, als Vorsprung. Letztlich war es aber so, exakt um 9.30 h startete in Kematen der Bergkaiser.
Ich war somit ca. 5 Minuten hinter dem Hauptfeld in Kematen gestartet und bildete somit die Schlussglocke. Vermutlich dachte die Polizei ich gehöre noch zur Veranstaltung, wurde ich weiter oben auch gefragt und verneinte, fuhr aber weiter. Hinter Gries im Sellrain kommt dann zum ersten Mal ein richtig fieser Abschnitt. Direkt hinter dem Ort steilt es mächtig in einer Geraden auf, die Angaben schwanken zwischen 16 und 20 Prozent. Hier hingen so einige Radler am Berg. Ich kurbelte äußerst mühsam hoch, die anderen motivierten mich natürlich und ich schob mich so nach und nach an allen vorbei nach oben. Das war aber harte Arbeit.
Hinter Sankt Sigmund im Sellrain fuhr ich in Sichtweite einer reschen Radlerin, die von ihrem Freund/Mann begleitet wurde. Ich konnte zwar auffahren, merkte aber, dass mir die notwendige Frische fehlte um eine korrekte Attacke zu setzen. Also blieb ich dahinter und lies mich so in deren Tempo mitziehen. Nach Haggen überquert mann einen Weiderost und ab dort geht es gemäßigter inkl. zweier Galerien bis zum Kühtai. Insgesamt war meine Erwartung, ich müsste deutlich schneller als damals beim Kühtai Rodeo hochgefahren sein. Tatsache ist aber, ich bin es in 1:54 h hochgefahren und beim Kühtai Rodeo waren es 1:52 h, also zwei Minuten schneller, vorbelastet mit dem Haimingerberg. Krass. Eigentlich bin ich schon 2024 in super Form und kann mich nicht erinnern, 2021 so start gewesen zu sein. Aber Tatsache.
Oben am Kühtai war dann der Zielbogen und mir wurde die Sache mit der Veranstaltung klar. Krass auch die Zeiten, in meiner Altersklasse wäre ich nur 20. von 25 Startern geworden. Die durchschnittlichen Zeiten liegen 25 Minuten unter meiner Zeit und der Sieger hat nur 1:02 h gebraucht.
Den harten Aufstieg spürte ich muskulär und daher verzichtete ich dann auch auf die Variante zum Finstertaler Speicher.
Die Abfahrt erfolgte über Ochsengarten und den Haiminger Berg. Unten angekommen ging es teilw. auf der B171 teilw. am Inntalradweg retour nach Zirl.

Hohe Munde nahe Telfs
87,3 km in 4:20 h, Höhenmeter Anstieg: 1584
Sonntag 11.08.2024: Furgler (3004 m)
Es war dies meine dritte Besteigung des Furglers. Zweimal bin ich schon von der Serfaus Seite aus oben gewesen, einmal hin und zurück über den Tieftaalsee und einmal die Überschreitung vom Furglerjoch aus.
Dieses Mal startete ich an der Bergstation der Zeinisbahn. Die Experten erinnern sich noch an meine letztjährige Kommentierung einer Sesselbahnfahrt. Von See geht es zunächst mit der Medrigjochbahn in einer Kabine hoch auf 1800 m. Dort verkehrt ab diesem Jahr der Sessellift der Zeinsbahn. Ich überlegte nicht lange ihn zu nutzen und als Hobbypsychologe bin ich ohnehin mit allen Psychospielchen vertraut solche Situationen zu meistern. Nur zieht mir niemand in einem Wochenendseminar 1500 Euro aus der Tasche mit dem Thema „Wie stelle ich mich meinen Ängsten“.
Eigentlich wollte ich eine Art Rundtour zum Furglerjoch machen, also erst den Weg Richtung Masnerjoch, dann einschwenken Richtung Furglerjoch und retour über die Bergstation Lift Furglerblick hinunter zur Ascherhütte.
Letztlich bin ich auf dem breiten Fahrweg zur Gipfelstation der Furglerblick Bergbahn gelandet und von dort zum Furglerjoch. Der Abschnitt ist teilw. seilversichert, nicht schwierig aber auch kein reiner breiter Wanderweg. Ab dem Furglerjoch geht es dann etwas anspruchsvoller zur Sache, auch hier hilft eine kurze seilversicherte Passage. Der Weg ist anspruchsvoll, jedoch hatte ich an keiner Stelle bange ich könnte dort nicht wieder absteigen. Ab und an muss bzw. kann mann seine Hände etwas nutzen, aber wirklich heikel ist keine Passage.
Retour ging es dann bis zur Bergstation der Furglerblickbahn den identischen Weg. Ab dort den Steig hinab zur Ascherhütte und von dort wieder zur Zeinisbahn und hinab ins Tal.
Blick vom Furglerjoch zum Furgler Nordgrat (Aufstiegsweg)

Gipfelpanorama vom Furglergipfel
Blick vom Furgler Gipfel zum Auf- und Abstiegsgrat (Nord)

Blick zur Ascherhütte am Abstiegsweg
Beim Abstieg vom Furgler hatte ich aus welchen Gründen auch immer leichte Rückenprobleme am unteren Rücken. U.a. darum und aufgrund der muskulären Situation bin ich am folgenden Tag Rad gefahren.
Montag 12.08.2024: Radtour Prutz – Reschensee – Prutz
Es gab zwei Passagen die Erwähnung finden sollen. Auf der leicht abschüssigen Strecke nachdem der Abzweig nach Samnaun bei Vinadi passiert wird und kurz vor der Galerie war eine Baustelle. Mit dem Hinweis, für Radfahrer gesperrt. Die Umleitung führte links hinab zum Inn, wobei ich unten auf einer großen Schotterfläche angelangte und keinen Weiterweg fand. Ich retournierte und fuhr wieder auf die reguläre Straße ein, auf der ich auch die Baustelle passierte. Zurück bin ich dann, weil aufwärts und langsamer fahrend, doch die Umleitung gefahren. Es handelte sich um einen Gravel Abschnitt, gerade noch so feinschottrig, dass ich es riskieren konnte. Dennoch keine gute Option für Rennradfahrer.
Der Anstieg zur Norbertshöhe gelang mir in 28 Minuten. Eingedenk der Tatsache, dass ich ein gutes Fahrgefühl hatte im Vergleich zu den 25 Minuten die ich in der Vergangenheit dort schon gefahren bin ein wenig ernüchternd.
Auf der Abfahrt nach Nauders dann der zweite Baustellenabschnitt. Mit ca. 100 Metern nicht besonders lang aber grober Schotter. Heimwärts habe ich dort mein Rad geschoben.
Ein sehr warmer Fahrtag.
Reschensee
94,8 km, 4:18 h, 1121 HM Anstieg
Dienstag 13.08.2024: Mathon – Innerbergli – Berglisee – Außerbergli – Mathon
Muskulär ein schwieriger Tag. Daher entschloss ich mich zu dieser eher kleinen Tour, optional war noch möglich vom Außerbergli über den Rauhen Kopf hinunter auf die andere Seite zur Mittelstation der Silvretta Bergbahn zu wandern. Den Plan habe ich jedoch nicht realisiert.
Steiler und fordernder An- und Abstieg zum Innerbergli und Außerbergli. Der Berglisee hält das was er verspricht: eine herrliche Naturlandschaft. Auch der Panoramaweg zwischen Inner- und Außerbergli ist fantastisch und noch dazu sehr ruhig, also mit kaum Wandersleuten.
Berglisee

Mittwoch 14.08.2024: Radtour Zams – Imst – Haiming – vor Silz u. retour
Geparkt habe ich am Parkplatz der Venetbahn die außer Betrieb war. Die Fahrt war eher unspektakulär und endete an einem Absperrgitter am Radweg nach Silz.
Auf dem abgefrästen Belag wollte ich nicht weiterfahren und weitere Varianten kamen auch nicht in Frage um die Tour noch irgendwie zu verlängern.
72,5 km, 3:08 h, 513 HM Anstieg
Donnerstag 15.08.2024: Rotpleiskopf (2933 m)
Analog zur Beschreibung führte mein Weg von der Bergstation der Zeinisbahn über die Ascherhütte zur Spinnscharte. Nur das letzte Stück zur Scharte ist etwas anspruchsvoller, ansonsten ein schöner auch einsamer Weg.
Den Aufstieg von der Scharte zum Gipfel empfand ich als nicht besonders schwierig. Es gab auch keine Stellen die so anspruchsvoll waren, dass ich Bedenken hatte diese auch wieder abwärts gehen zu müssen.
Gipfel Rotpleisskopf
Blick vom Gipfel Richtung Ascherhütte und Paznaun, im Hintergrund der Hohe Riffler
Dennoch entschloß ich mich am Gipfel für die Überschreitung, weil ich auch den Weg runter zur Ascherhütte noch nicht kannte. Bei meiner ersten Besteigung ging es weiter zum Planskopf. Vor der Kübelgrubenscharte geht es steil abwärts. Diese Passage ist etwas unangenehm, da geröllig und um auf Nummer sicher zu gehen sind einzelne Schritte mit dem Poppers nahe dem Boden die sicherste Variante.
Der Weg mündet dann an einer Stelle ein, von wo aus es letztes Jahr rechts aufwärts zur Glockscharte ging. Abwärts gibt es ab dort keine Probleme mehr. Mein Weiterweg ab der Hütte war dann Richtung Versingalm auf schönem Panoramasteig. Hier war dann etwas mehr los. Auf der Medrigalm war an dem Tag Fest am Berg, also jede Menge Rummel der mir nichts gab.
Resultat des Wandertages war eine kleine aufgerubbelte Stelle am rechten Fuß zwischen großer Zehe und dem Vorfuss. Eigentlich ist da gar keine Auflagefläche für Druck, aber es ist trotzdem so passiert. Gegangen bin ich mit den Ascis Schuhen.
Freitag 16.08.2024: Bielerhöhe – Silvretta Stausee Umrundung
An diesem Tag bin ich die maximale Strecke mit dem Bus gefahren, hoch bis zur Bielerhöhe. Das dauert insgesamt 1:15 h. So nutzte ich die Silvretta Premium Card gut aus. Wäre ich nicht lädiert gewesen, das Hohe Rad als Gipfel wäre sicher lohnenswert gewesen. So habe ich noch nicht einmal die Runde um das hohe Rad in Erwägung gezogen sondern bin die Rentnerrunde rund um den Silvretta Stausee gegangen. Reichlich unspektakulär, trotzdem mit schönen Ausblicken.
Samstag 17.08.2024: Bergstation Zeinisbahn – Ascher Hütte – Gigglalm – See
1300 Höhenmeter Abstieg waren angesagt. Kaum Aufstiegsmeter. Wieder eine sehr einsame Tour, weil die Leutchen kaum laufen sondern hauptsächlich Bergbahn fahren und wenn dann ein Weg etwas abseits ist bedeutet es wie hier stundenlang nur einem Paar zu begegnen.
Bemerkenswert hier war noch, dass durch den Regen am Vorabend und in der Nacht bedingt alles sehr nass war und sich das auch bald an meinen Potschen abzeichnete (Adiddas Agravic Boa). Erstaunlich letztlich auch nach der Tour, dass meine Konditionierung der Muskulatur nun bereits soweit vorangeschritten war, dass mir der Abstieg muskulär überhaupt nichts ausmachte. Theoretisch hätte ich ab da vermutlich jede Wandertour problemlos machen können, auch Touren mit mehr Höhenmetern.
Nicht realisierte Touren:
Pezinerspitze
Fädnerspitze
Bielerhöhe – Kops Stausee

















