In den 8 Tagen fanden 3 Radtouren und 4 Wanderungen statt. Am Abreisetag den 16.08.2025 war schlechtes Wetter und ich unternahm keine Tour mehr.
Samstag 09.08.2025: Radtour Zirl – Haiming – Haimingerberg -Kühtai – Kematen – Zirl
Bereits vor 9 Uhr startete meine Radtour wie schon gewohnt am Bahnhof in Zirl. Dort gibt es einen Gratis Parkplatz. Die Strecke führte zunächst über Hatting und Pfaffenhofen auf der Landstraße bis Rietz. Dort wechselte ich dann auf den Radweg. Hinter Mötz machte ich an der Birgele Kreuzkappelle kurz Rast:
Es ging weiter bis Haiming und beim Kreisverkehr der B171 startet der gefürchtete Aufstieg am Haimingerberg.
https://www.quaeldich.de/paesse/silzer-sattel
Der Anstieg zum Kühtai ist somit zweigeteilt. Der Anstieg zum Silzer Sattel und das Stück Ochsengarten Kühtai.
Die Tour bin ich 2021 anläßlich des Kühtai Rodeos bereits einmal gefahren. Zeit bis zum Sattele 1:16 h (Vergleich Kühtai Rodeo 1:23 h).
Die Auffahrt ist wirklich hart zum Sattele. Es gibt keine Verschnaufpause, dafür entschädigen einige Blicke ins Inntal und der geringe Verkehr. Dadurch bedingt konnte ich mich voll auf mich konzentrieren. Alles der ersten 7 Kilometer bin ich im ersten Gang, also 36/28 gefahren. So nach einer Stunde merkte ich auch den Rücken und dass es so unendlich nicht weitergehen konnte. Tat es bekanntlich auch nicht.
Den Kilometer der nach Ochsengarten mit ca. 16 Prozent folgt empfand ich dieses Mal gar nicht so hart. Danach folgen sanftere Wellen.
Gesamtzeit Auffahrt Kühtai: 1:58 h (Kühtai Rodeo: 2:12 h).
Die Bergkaiser Verstaltung fand zeitgleich statt. Allerdings war als ich oben ankam bereits alles vorbei. Das war u.a. auch der Grund weshalb ich den Haimingerberg fuhr und nicht über das Sellrain hoch bin. Die Abfahrt war sehr kontrolliert und daher natürlich nicht besonders schnell. Ist mir aber auch egal dass andere da an mir vorbei runterpfeifen. Daher auch der vergleichsweise geringe Schnitt der Geschwindigkeit der Tour insgesamt.

https://connect.garmin.com/modern/activity/20001077033
Wieder unten im Inntal merkte ich erst wie heiss es war, es hatte lt. Autoanzeige 34 Grad Celsius.
Beim Hofer in Zirl sorgte ich daher erstmal für Abkühlung in Form von Getränken. Kurz nach 15 Uhr war ich in See in der Alpenkönigin.
Sonntag 10.08.2025: Wanderung Silvrettabahn Mittelstation – Rauher Kopf (2478 m) – Außerbergli – Mathon
Mit dem 9:04 h Wanderbus (gratis mit der Silvretta Premium Card) ging es nach Ischgl zur Silvretta Bergbahn. Dort stieg ich an der Mittelstation auf ca. 1600 Meter aus. Die Wanderung ging an dem Schwarzsee leicht aufwärts, bald danach folgt der Abzweig nach rechts den Weg Richtung Rauher Kopf. Es war ein südseitiger Anstieg und damit der Sonne ausgesetzt. Es dürstete mich doch recht arg und ich benötigte extra Trinkpausen was bei mir ungewöhnlich ist. Ein schöner Pfad führt nach oben
teils auch schattig im Wald. Danach trifft mann auf den Weg rechts kommend vom Tschamatschkopf und das Gelände wird offener. Vor dort ist es dann nicht mehr weit bis zum Gipfel des Rauhen Kopfes, wobei der erste Hügel nicht das Gipfelkreuz trägt.
Der Abstieg führte zunächst auf dem breiten Rücken entlang abwärts, bevor es in die Senke rechts weiter abwärts geht und nach einer Hangquerung letztlich das Außerbergli erreicht wird.

Nun ging es über sehr softe Waldmatten abwärts nach Mathon. Ich erwähne dass, weil es wohl keinen Untergrund gibt der für Gelenke und Muskeln schonender sein könnte. Was die muskulären Nachwirkungen angelangt hat alles nichts geholfen. Meine Abstiegsgeschwindigkeit in diesem Abschnitt betrug ca. 1000 Höhenmeter pro Stunde, d.h. es ging recht fix runter nach Mathon (40 Minuten).
Insgesamt 900 Höhenmeter Aufstieg und 1030 Meter Abstieg und eine Gesamtgehzeit von 3:05 h.
Von Mathon dann wieder retour mit dem Wanderbus nach See.
Montag 11.08.2025: Radtour Zams – Inntal – Mötz – Untermieming und retour
Das ich nach der Wanderung von Sonntag Radfahren würde war klar. Letztes Jahr bin ich nach dem Furgler zum Reschensee gefahren, insgeheim hatte ich dies auch vor, aber die muskuläre Ermüdung war dergestalt, dass mir eine flache Tour im Inntal besser geeignet erschien.
Ich fuhr mit dem Auto nach Zams, parkte an der Venetbahn, natürlich gratis und startete dort mit dem Rad Richtung Imst. Alles auf bekannter Strecke und völlig ohne Druck.
Hinwärts fuhr ich ab Roppen weiter auf dem Radweg, retour dann auf der B171 ab Haiming. Einen Stop machte ich dann wieder an der Birgele Kreuzkappele vor Mötz.

Eigentlich hätte es das auch sein können. Interessenshalber fuhr ich dann rein nach Mötz, bis an das Ortsende. Dort führte dann ein Radweg stramm steil aufwärts durch den Wald und einmal so im Kurbelmodus konnte ich auch nicht abbrechen und fuhr hoch bis nach Untermieming zum Badesee Mieming.
Möglich dass diese muskuläre Belastung etwas des guten zuviel war, denn die Folgetage wurden muskulär nicht wirklich besser.
85,5 km in 3:45 h. 22,7 km/h. 737 HM
Dienstag 12.08.2025: Wanderung Medrichjoch Bergstation Richtung Masnerjoch – Berglialpe – Höhenweg zur Zeinisjoch Bergbahnstation
Muskulär ein sehr schwieriger Tag. Mein Plan war es kaum Abstiegshöhenmeter der Muskulatur in den Beinen zuzumuten. Daher ging es von See mit der Medrichjochbergbahn hoch auf 1800 Meter. Dem Weg Richtung Masnerjoch folgend geht es zunächst ca. 100 Höhenmeter auf der Fahrstraße abwärts. Danach folgt der Abweig ins Istalanztal.

Dieser wunderschöne Wegabschnitt geht sanft aufwärts bevor eine Art Wand mit Wasserfall des Weg scheinbar versperrt.

Der Weg führt nun rechts am Hang daneben empor. Ist das Plateau erreicht zeigt sich in der Entfernung das Masnerjoch. Bald folgt eine Wegkreuzung: geradeaus Richtung Masnerjoch und links ab Richtung Zeinisjoch Bergstation.
Nach Umrundung eines Hügels zweigt nach 45 Minuten Gehzeit der Weg Richtung Furglerjoch ab. Ich ging jedoch weiter Richtung Zeinisjoch Bergbahn. Diese erreichte ich nach weiteren 45 Minuten.
Unterwegs hätte ich sogar noch Bergheidelbeeren pflücken können:
Das letzte Wegstück ist von Bauarbeiten mit Lärm und unschöner Kulisse geprägt, wird doch dort eine neue Liftanlage gebaut. Ein Wahnsinn wenn mann sieht welche Erdmassen hier bewegt werden müssen und welcher Eingriff in die Natur erfolgt.
Gesamtgehzeit 3.00 h und 150 Höhemmeter Abstieg und 550 Höhenmeter Aufstieg
Mittwoch 13.08.2025: Wanderung Kopsee – Verbellaalpe
Ein weiterer muskulär sehr schwieriger Tag. Daher entfielen die vielen Optionen die bei guter Form und dem beständig guten Wetter möglich gewesen wären.
Daher Wanderung auf Rentnerniveau. Fahrt mit dem Wanderbus um 9:04 h zum Kopssee/Zeinisjoch. Viele Optionen für eine Himpelpimpel Wanderung gab es nicht, daher bog ich auf den Weg zur Verbellaalpe ein. Er führte auf breitem Weg stetig ca. 200 Höhenmeter aufwärts um dann saft abwärts zur Alpe zu führen. Heerscharen von elektromotorisierten Fahrradfahrer tuckerten auf der anderen Talseite den Hang hoch. Kaum jemand von denen würde ohne Motor dort hochkommen, obwohl es wenig steil ist. So kurven die in Massen auf Wegen rum wo man früher als Wanderer einfach seine Ruhe hatte.
Retour ging es die Fahrstraße zum See.
Ein kleiner Abstecher auf dem Weg Richtung Fädnerspitze rundete die unspektakuläre Wanderung ab.
Donnerstag 14.08.2025: Radtour Prutz – Pfunds – Vinadi und retour
Muskulär ging es mir besser als an den Vortagen, aber so richtig unbeschwert war es nicht. Daher plante ich die Radtour von Prutz Richtung Reschensee die ich auch bereits sehr gut kenne.
Der aufregenste Teil kommt zum Schluss, also dranbleiben.
Gemächlich kurbelte ich von Prutz nach Pfunds und dann weiter ab der Kajetansbrücke Richtung Vinadi und Martina. Bis Vinadi geht es stetig leicht aufwärts, danach ist der Scheitelpunkt erreicht und es geht wieder leicht abwärts. Dort wo letztes Jahr bereits eine Umleitung für Radfahrer bestand war es dieses Jahr immer noch so. Letztes Jahr bin ich hinwärts einfach trotz Verbot durchgefahren, abwärts ballern geht schon, trotz Galerie und Baustelle. Allerdings wusste ich, dass ich Ausweichstrecke im Tal ca. 1 km Gravel bedeutete (Gravel ist neudeusch für Schotter, ein Gravelbike kostet daher nicht nur Schotter sondern ist auch für Schotter). Ich hielt an der Stelle und wurde so zum Auskunftsmagnet aller dort passierenden Radler. So versorgte ich alle Radler mit hinreichend Infos, denn die Routenführung lt. Garmin etc. führte alle auf der Straße entlang. Das waren auch gleichzeitig die gesprächsintensivsten 20 Minuten des gesamten Urlaubs. Letztlich hatte ich keine Lust weiterzufahren, zumal ab Martina dann der Anstieg zur Norberthöhe auf mich warten würde und ich keine Ahnung hatte wie gut ich denn wegkurbeln würde.
Also retour nach Prutz.
Was folgte war eine kleine Runde von der einen Talseite zur anderen und rundumidumumprutz.

Auf mindestens jeder zweiten Parkbank habe ich meinen Hintern plattgedrückt.
67,4 km in 2:51 h, 547 Höhenmeter
Jetzt der Höhepunkt. Retour an meinem Auto, welches ich bei der Polytechnischen Schule Prutz am Parkplatz abgestellt hatte (Hinweis: kein Autoverkehr wegen Schulbetrieb erlaubt, es waren aber Ferien!) hatten mich die Pappnasen eingeschlossen. Beide Zufahrten waren nun mit Absperrgattern versehen. Wer mich nun aber kampflos aufgeben sehen wollte hatte sich getäuscht. In bester APO Manier hatte ich schnell ausgekundschaftet, dass das Gitter eine Art tonlose Ziehharmonika darstellt, die sich mir kaum widersetzte. Auch sah ich keinen Alpöhi als ich meine unmusikalischen Ziehharmonikaqualitäten genussvoll still ausspielte. Korrekter Deutscher bzw. Piefke der ich bin, habe ich natürlich nachdem ich meine Blechkarosserie durchgeschleust hatte die Absperrung wieder justiert, um auch jeder Geiss zu signalisieren dort nicht reinzuspazieren.
Freitag 15.08.2025: Wanderung Zeinisbergbahn Gipfelstation – Furglerjoch – Furglersee – Blankasee – Glockscharte – Ascher Hütte – Versingalm – Medrichjoch Bergbahnstation
Die Krönung meiner Wandertouren.
Auffahrt mit Medrichjochbahn und Zeinisjochbahn. Die Sesselbahnauffahrten sind im Gegensatz zu den Abfahrten besser. Aber die Sesselbahn und ich werden in diesem Leben kein Paar mehr. Allenfalls die ein oder andere kurze Affäre.
Oben angekommen dann denn Weg durch die Bergbaustelle Richtung Furglerjoch. Bis zu dem Abzweig den ich in die andere Richtung bereits begangen hatte (siehe Dienstag). Es folgte ein einsamer schöner Aufstieg bis zum Furglerjoch. Die Überlegung doch auf den Gipfel zu gehen habe ich eigentlich nicht angestellt.
Vom Joch ging es hinab zur Furglersee, das sind gute 300 Höhenmeter Abstieg.
Danach ging es auf dem mir bereits bekannten Weg hinauf zu den Blankaseen.
Von dem vergleichsweise flachen Gelände rund um den Blankasee geht es nun wieder steiler werdend hinauf zur Glockscharte.
Der kniffeligste Abschnitt folgte nun beim Abstieg von der Glockscharte. Nach kurzem Abstieg führt der Weg zu einem größeren Felsmassiv links, wo auch die Markierungen sichbar sind. Vor zwei Jahren gab es geradeaus ein Schneefeld welches ich runterwärts begangen habe. Dieses Jahr war es wesentlich kleiner und sah mir so aus als wäre es nicht begehbar bzw. es könnte sein dass ich dort einbreche. Also habe ich den Felszacken links überklettert. Das ist technisch nicht arg schwierig, geht aber überhaupt nicht schnell und die beste Route muss gesucht werden.
Danach folgt noch weiteres Blockgelände welches durchschritten werden muss, auch hier ist etwas Spürnase gefragt. Es ist kein Absturzgelände, nur mühsam einen guten Weg durch den kleinen Irrgarten zu finden. Danach als wieder ein Pfad sichtbar wird geht es steil und staubig abwärts bis dann der Weg von der Rotpleisspitze mit meinem zusammentrifft.
Ab dort geht es unspektakulär abwärts bis zur Ascher Hütte. Ich entschied mich noch die Schleife über die Versingalm hinunter zur Medrichjoch Bergbahnstation zu gehen.
Mit der Schweinchengondel ging es dann wieder hinunter ins Tal.
Gesamtgehzeit 5:20 h, 1000 Höhenmeter Aufstieg, 1300 Höhenmeter Abstieg
P.S. Am Abreisetag Samstag den 16.08.2025 hatte ich natürlich keinen wirklichen Muskelkater von der Wanderung.
























