Heute ging die Sommerurlaubswoche in den Bergen zu Ende. Bereits zum dritten Mal war das Hotel Alpenkönigin in See/Paznaun mein Aufenhaltsort.
Zur Erinnerung hier mein Bericht von 2024, damit ich nun nicht alles nochmals darstellen muss:
Wieder hatte ich das Zimmer 310 im dritten Stock.
Zu den Kosten: Bergsommerpauschale für 7 x Halbpension zu 836 Euro (inkl. Ortstaxe und Silvretta Premium Card). Dazu kommen Getränke zum Abendessen von 49,90 Euro. Das ergibt 127 Euro pro Tag.
Das halbe Bier (also 0,5 Liter) kostet dieses Jahr 5,70 Euro (2024: 5,20), ein 0,33 (oder waren es doch 0,5 Liter??) Liter Almdudler glatt 5 Euro. Die Getränkepreise sind somit recht hoch. Mir ist bewusst, dass damit der Gewinn eines Hotels gemacht wird, denn beim Essen ist die Gewinnspanne viel geringer, da Kosten durch Personal und Materialeinsatz viel höher sind. Dennoch happig. 40 Euro Trinkgeld habe ich für das gesamte Team hinterlassen, denn ich war wirklich zufrieden.
Mein Platz den ich im Speisesaal hatte war auch bestens, dieses Mal im vorderen Bereich etwas abseits vom Schuss. Die Gästestruktur ist sehr gemischt. An der Kulinarik hat sich nichts geändert. Das Frühstücksbuffet ist umfangreich, Kaffe oder sonstige Spezialitäten werden am Platz serviert. Abends gibt es immer ein 4-Gänge Menue, mal Suppe mal Vorspeise. Salatbuffet, Hauptspeise und Nachspeise immer. Die Portionen sind nicht zu groß, aber bei der Anzahl der Gänge angemessen. Solides Handwerk, schön angerichtet ohne aber ins Schischi abzugleiten. Mehr als eine Stunde habe ich nie gebraucht, es geht alles sehr rasch (wenn mann möchte wie ich…).
Was erste Sahne war betraf das Wetter. Da hatte ich wohl die bislang beste Woche des Sommers erwischt. Heiss und sonnig und kein Gewitterrisiko. Es regnete nur von Freitag auf Samstag am Abreisetag und auf der Heimfahrt bis Innsbruck. Daher habe ich auch am letzten Tag dem Samstag nichts mehr unternommen.
Am Anreisetag zeigte das Thermometer 34 Grad und auch an den meisten anderen Tagen wurde die 30 Grad Marke geknackt. Es war so heiss, dass ich Nachmittags vor Sonnenuntergang nie auf dem Balkon war.
Die ersten 3 Tage habe ich eigentlich die Touren gemacht die ich fast exakt so vorhatte. Es macht Sinn am Anreisetag Rad zu fahren, weil die muskuläre Belastung Gewohnheit ist und ich danach problemlos wandern kann. Umgekehrt funktioniert es leider nicht wie ich wieder einmal erfahren musste. Am Sonntag war ich wandern, 900 Höhenmter Aufstieg und 1000 Höhenmeter Abstieg. Letztes Jahr war es in etwas auch so, nur technisch etwas anspruchsvoller (Furgler). Die Auswirkungen muskulärer Art waren aber beträchtlich. Denn bis zum Freitag bin ich nie mehr so richtig in Schwung gekommen. Mein Tagebuch verzeichnet den Montag als muskulär schwierigen Tag, den Dienstag und Mittwoch als muskulär sehr schwierigen Tag. Montag bin ich Rad gefahren, nix wildes aber ab Mötz bis Untermieming gab es auf einem Radweg einen knackigen Kilometer Auffahrt mit 10-15 Prozent Steigung. Das war vorher so nicht geplant, aber einmal drin in der Steigung wird durchgezogen. Dienstag sollte es auch nur wandertechnisch rentnerviveau erreichen, es waren 550 Höhenmeter Aufstieg und nur 150 Höhenmeter Abstieg.
Aus Erfahrung weiss ich, es wird am 2. Tag nach der Belastung am schlimmsten. Üblicherweise arbeite ich da und kann mich somit erholen. Im Urlaub 2 Tag ganz zu pausieren ist dann noch irgendwie Verschwendung. Ich kann natürlich nicht sagen wie es mit anderer Tagesplanung gekommen wäre, aber es ärgert mich schon bei besten Bedingungen (Wetter) so selbst eingebremst zu werden. Selbst am Donnerstag bei einer weiteren Radtour war ich nicht in Form. Die Tour habe ich umleitungsbedingt zwischen Vinadi und Martina abgebrochen, daher weiss ich nicht wie gut ich die Norberthöhe dieses Jahr gefahren wäre. Auch dieses Jahr lag der Schwerpunkt eindeutig auf dem Radfahren. In der Frühjahr/Sommersaison war ich nur ein einziges Mal Anfang Juli im Kaisergebirge wandern. Eindeutig zu wenig zum die Wandermuskulatur zu konditionieren. Interessanterweise bin ich am Freitag auf der letzten Wandertour 1300 Höhenmeter abgestiegen und einen Tag danach war ich muskulär viel besser in Form als an den anderen Tagen. Daher auch meine These, ich müsse in der Vorbereitungsphase schlicht jedes Wochenende bzw. auch mal unter der Woche wandern gehen. Ist nur schwierig in Kombination mit manchen RTF Terminen. Prioritätskonflikt.
Dieser Muskelkater ist schwer zu beschreiben, im schlechtsten Fall ist es so, dass ich froh bin wenn im Treppenhaus ein Geländer ist an dem ich mich entlanghieven kann beim abwärtsgehen. Was auch der Fall ist, einmal beim Gehen in Schwung gebracht geht es einigermaßen, aber dann Rasten und wieder anlaufen ist schwierig. Die Regeneration dauerte einfach recht lang, selbst Mittwoch bei der kleinen Wanderung war ich recht unfit.
Tendenziell war ich stets um nach 15 h wieder im Hotel. Manchmal gönnte ich mir noch Getränke beim Hofer oder auch bei den örtlichen Geschäften M-Preis und Spar. Auf Hütten konsumierte ich wie gewohnt nix. Bei den Wanderungen war es stets nur Flüssigkeit die ich zu mir nahm, feste Nahrung gab es nicht. Beim Radfahren hatte ich Gels oder Riegel dabei, aber notwendig war die Verpflegung eigentlich nur am ersten Fahrtag mit dem Kühtai.
Noch etwas zum Dosenpfand in Österreich. Seit 2025 wird auch dort ein Pfand erhoben, allerdings sind Milchgetränke und Flaschen davon ausgenommen. Bei Milchgetränken sind es hygienische Gründe, aber weshalb es auf ein Radler im Glas kein Pfand gibt erschließt sich mir nicht. Ich habe erst versucht auch die Gläser beim Hofer abzugeben, aber die Annahme wurde verweigert. Nur daher und durch nachtträgliche Recherche bin ich darauf gekommen. Macht für mich keinen Sinn, denn nun anstatt Dosen Glasflaschen als Einwegware zu verwenden macht energetisch und ökologisch überhaupt keinen Sinn.
Was mir noch aufgefallen ist betrifft die Nutzung des Aufzugs. Selbst habe ich mich wie beschrieben unter schwierigen muskulären Bedingungen stets rauf- und runtergehievt. Weshalb Pappnasen allerdings im Aktivurlaub in den Bergen regelmäßig keine ein, zwei oder drei Stockwerke zu Fuß gehen wollen leuchtet mir nicht ein. Dies bedeutet einen Verzicht auf gar nix, mag es Dummheit, Faulheit oder mangelndes Denkvermögen sein, an solch kleinen Beispielen zeigt sich woran unsere Gesellschaft krankt. Der Aufzug wird schließlich nicht von einem Wasserrad mit Strom versorgt. Selbstverständlich trifft meine Argumentation nicht auf z.B. meine Oldies zu (so sie denn noch dabei wären…) oder den einmaligen Gepäcktransport bei An- oder Abreise.
Was die österreichischen Autobahnen anbelangt kann ich berichten, es gab zwar keinen Stau, aber Fahrgeschwindigkeiten sind baustellenbedingt oft zwischen 60 und 80 km/h. Und es wird viel gebaut. Und von mir bis hinter Innsbruck sind im Inntal ohnehin maximal 100 km/h erlaubt.
Diese Kapelle „Birgele Kreuzkapelle bei Mötz“ habe ich 3 x besucht und immer daran gedacht das Gesträuch nebendran reichlich zu bewässern.
https://maps.app.goo.gl/WYVCK38Go8fG6AZr6
Insgesamt 4 Einkäufe habe ich beim legendären Hofer getätigt. Allerdings gab es in keiner Filiale die steírischen Kürbiskerne. Natürlich habe ich ein süffiges Zipfer erworben, wovon nach Ende des Urlaubs noch zwei Dosen übrig sind. Dazu natürlich für die Oldies kräftigende Wurstwaren. Möglicherweise werden diese zur Beräucherung des Schlafkabinetts in einige Schubfächer in Scheibenform aufgelegt, zuzutrauen ist es den beiden. Die Älteren erinnern sich noch der Geschichte, als die beiden im Hotelzimmer in den Bergen eine Wurstwarenstube eröffnet haben…