Zum zweiten Mal nach 2023 habe ich meine jährliche Bergsommerfrische im Hotel Alpenkönigin in See im Paznauntal verbracht.
Nachdem ich letztes Jahr eine sehr ausführliche Hotelkritik geschrieben habe werde ich nur noch auch Besonderheiten und Änderungen eingehen.
Dieses Jahr hatte ich das Zimmer 310, also genau einen Stock höher, was mir einige Höhenmeter mehr eingebracht hat. Meine Pauschalbuchung erfolgte über Booking.com und beeinhaltete Halbpension und die Silvretta Premium Card. Kostenpunkt: 906 Euro. Dazu kommen noch 24,50 Euro Kurtaxe und letztlich 36,40 Euro für Getränke (ein Bier a 0,5 Liter 5,20 Euro). Dazu kommen noch Einkäufe von ca. 30 Euro. Zu der An- und Abfahrt von 400 km waren es noch ca. 100 km für Touren. Macht 500 Kilometer und ca. 250 Euro. Trinkgeld habe ich für den Zimmerservice und den Rest 40 Euro gegeben.
Summe: 1287 Euro
Das ergibt für 7 Tage einen Schnitt von 184 Euro pro Tag.
Ich kann das Hotel empfehlen. Mein Zimmer zur Westseite mag in der Woche in der ich dort war manchen zu warm gewesen sein, weil die Woche insgesamt sehr warm war. Am Anreisetag hatte es 34 Grad und tagsüber war es immer mindestens 25 Grad warm. Für die Meereshöhe schon beachtlich. An den 4 Gängen Abends hat sich nichts geändert. Die Teilnehmerschaft bestand aus Familien, Paaren und Singles, also eine bunte Mischung. Gefrühstückt habe ich stets gleich früh um 7.30 h zur Eröffnung des Buffets. Abendessen gab es ab 18.30 h was ich auch so zeitig wahrgenommen habe. Der Service im Zimmer und der Rezeption war sehr gut, die Bedienung gut, mit ganz kleinen Einschränkungen. Hat mich aber nicht wirklich gestört (z.B. kam einmal das Desert vor dem Hauptgang).
Interessant wäre nun eine Bilanz an geplanten Touren und durchgeführten Touren, aber den Vergleich gibt es so nicht. Das Wetter war warm und auch freundlich, die Einschränkung die sich allerdings planerisch ergabe waren die ab Montag stets nachmittäglich angekündigten Schauer und Gewitter. Das hat dahingehend Auswirkungen gezeigt, dass ich ganz lange Touren gar nicht angedacht habe, weil in ein Gewitter in den Bergen zu kommen nicht so spaßig ist. Daher bin ich auch stets frühstmöglich losgezogen. Diese kleine Limitierung hat oft dazu geführt, dass ich bereits am frühen Nachmittag bereits wieder retour war. Unternehmungen wo ich früh um 8 Uhr das Hotel verlassen habe und um 18 Uhr erst zurückkam gab es nicht.
Die zweite planerische Einschränkung die sich ergab resultierte aus muskulären Problemen. Mir war eigentlich klar, bereits die erste Bergtour würde in der Folge Muskelkater mit sich bringen. Nur das Ausmaß war unkalkulierbar. Das ganze war eine Folge der Fokkussierung auf das Radfahren in der Saison 2024. So war es dann auch nach der Furgler Tour vom Sonntag. Erfahrungsgemäß ist noch nicht einmal der nächste Tag der muskulär herausfordernste, sondern der zweite Tag danach. Die Strategie dies effektiv zu verhinderen heisst schlicht vorher genau diese muskuläre Belastung zu simulieren. Also mehr Bergtouren insbesonder mit Abstiegen, denn diese sind das eigentliche „Problem“. Da ich jedoch auch keine Lust auf einen „nur“ Ruhetag hatte habe ich jeden Tag etwas unternommen. Die ersten 6 Tage inkl. Anreisetag Samstag immer Rad und Wandern abwechselnd, die letzten beiden Tage nur Wandern.
Gestern am letzten Tag bin ich 1300 Höhenmeter abgestiegen und bin heute trotzdem fit. Die Adaption geht somit relativ zügig.
Es gab im Zimmer einen kleinen Kühlschrank, der aber lt. Schild nicht für eigene Getränke genutzt werden durfte. Machmal habe ich das einfach vergessen gehabt, aber dann war das gekühlte Getränk abernds auch schon in mich geflossen und am nächsten Morgen war alles wieder im Lot. Der kleine Racker hat aber durch den Kompressor etwas gebrummt, was leicht störend war (vielleicht hätte ich den Stecker ziehen können, aber es fiel mir immer nur nachts auf, wenn es sehr leise war).
Den Bus habe ich 2 mal genutzt. Er fährt im 30 Minuten Takt und ist uneingeschränkt zu empfehlen. Allerdings braucht er bis zur Bielerhöhe auch 1.15 h, was selbst bei der Abfahrtszeit von 8:34 h einen Start nicht viel vor 10 h ermöglicht. Das ist z.B. für die Tour Bielerhöhe nach Kops über die Vallülascharte die mit 6,5 h Gehzeit angegeben ist schon knapp. Die Tour war in Planung, habe ich aber nicht durchgeführt.
Zweimal habe ich mir am Nachmittag Gebäcksstücke gegönnt. Einmal beim örtlichen MPreis Bäcker (zwei Stücke für 4 Euro) und einmal bei einer örtlichen Konditorei eine Nussschnecke für 3,90 Euro. Das Stück hätte für den Preis Blattgold haben müssen oder vielleicht wurde der Teig von einer der raren Paznauer jungfräulichen Bergbäuerinnen handgeknetet, aber dieses Konditorei sieht mich nie wieder. Sonstige Käufte auf Almen oder Berghütten gab es keine. Tagsüber, also während der Touren gab es bei den Wanderungen stets nur flüssige Nahrung. Mit mir zu wandern bedeutet Askese und innere Einkehr, ein Grund weshalb ich wohl alleine wandere. Genöle und Diskussionen gab es keine.