Wie bereits erwähnt, in den 8 Urlaubstagen sind 2 Radtouren und 6 Wanderungen zusammengekommen.
Samstag 12.08.2023: Radtour Zirl Roppen und retour
Diese Radtour sollte eigentlich in Kematen starten. Dort ist in Google Maps ein Parkplatz eingezeichnet den es aber nicht gibt. Mit etwas Sucherei fand ich dann einen Stellplatz für ein Auto am Bahnhof in Zirl.
Von dort ging es erstmal linksseitig am Inn auf einer normalen Straße bis Thannrain. Dort wechselte ich auf den Radweg und blieb dort bis Roppen. Exakt bis hinter Roppen beim Restaurant Cafe Stampfer, den dort begann der Radweg schottrig zu werden und ich machte Halt bzw. kehrt.
Kurz nach der Wende hat mein brachialer furchteinflössender XXL Oberschenkel so viel ungefilterte Kraft auf das Pedal gebracht, das die Sohle des Rennradschuhs mit einem Knack das die älteren vom brechen eines Toblerone Zackens akkustisch kennen brach. Ich sah mich schon 40 km einbeinig pedalieren, aber es ging dann doch irgendwie zweibeinig.

Retour ging es dann erstmal auf der B171 entlang, mit Rückenwind auch ordentlich schnell. In Thannrain wechselte ich wiederum auf den Radweg, dem ich bis Kematen folgte um von dort über Unterperfuss auf der Landstraße zurück zum Bahnhof in Zirl zu gelangen.
Was folgte war der obligatorische Einkauf beim Hofer in Zirl, schon bestens bekannt von einem früheren Aufenthalt mit den beiden alten Rackern, damals in der Bergsommerfrische in Leutasch verweilend.
84,4 km in 3:11 h
Sonntag 13.08.2023: Medrigjoch – Versing Alm – Ascherhütte – Medrigjoch
Die erste Wanderung und gleichzeitig ein Testlauf wie gut der Fuß mitspielt. Auffahrt mit der Medrigjoch Bergbahn von See auf knapp 1800 Meter. Von dort den Fahrweg Richtung Versing Alm. Schön das der Sonntagmorgen so ruhig und friedlich begann, denn am Weg war bis zur Ascherhütte nur ein einziges anderes Wandersmännlein unterwegs. Ab der Versing Alm verläuft der Weg am offenen Hang entlang, leicht ansteigend und schön unspektakulär auf gutem Weg bis zur Hütte.

Ascherhütte
Dort angekommen konsumierte ich nichts (war klar) sondern rastete etwas nebenan. Kurz juckte mich mein Ehrgeiz vielleich doch zur Spinnscharte oder der Kübelgrube aufzusteigen, aber ganz leicht merkte ich doch den Fuß und so ging ich nur noch ein paar Meter aufwärts und von dort in einer Art Rundkurs abzusteigen. Der Wegverlauf geht erst am Hang entlang Richtung Bergstation der Zeinisbahn. Danach geht es am Schotterweg in einigen Kurven hinab zur Bergstation.
Keine Probleme mit dem Fuß und mit ca. 450 Höhenmetern ein guter Einstieg.
Montag 14.08.2023: Silvretta Stausee (Bieler Höhe) – Bielerkopf – Bielerspitze (2545 m)
Nach ca. 1:20 h Anfahrt mit dem kostenlosen Wanderbus am Silvretta Stausee bzw. an der Busstation Piz Buin Gasthaus angekommen ging der Weg gleich hinter dem Haus los. Der Weg war ein normaler Wanderweg, keine Fahrstraße wie gestern. Zackig ging es in 35 Minuten hoch auf den Bielerkopf. Danach in weiteren 25 Minuten auf den Gipfel der Bielerspitze.
Während im ersten Teil noch viele Wandersleutchen unterwegs waren wurde es weiter oben ruhig und fast einsam. Die Markierungen sind hier spärlich und etwas Orientierung tut gut.

Der Abstieg erfolgte dann mit einem kleinen Schwenk. Trotz des normal bergigen Weges ging auch hier mit dem Fuss alles glatt.
Dienstag 15.08.2023: Kappl Diasbahn Bergstation – Kappl
Der Bergwetterbericht gab als Zeitfenster mit garantierter Trockenheit nur den Vormittag frei. Daher blieb nur Zeit für eine kleinere Tour, die darin bestand, mit dem Wanderbus nach Kappl zur Talstation der Diasbahn zu fahren, um von dort die Bergstation zu erreichen.

Mein Weg war dann einfach nur vom Berg zum Tal zu wandern. Der Weg schlängelte sich etwas dahin, also vergleichsweise viele Meter. Zunächst auch mit schönen Ausblicken, aber das änderte sich bald und der Weg verlief fortan im Wald, was etwas eintönig war. Auch hier wieder: wenig bis gar nichts los.
In der Ortsmitte von Kappl zurück fing es auch schon das regnen an. Von dort wieder mit dem Bus retour nach See.
Mittwoch 16.08.2023: Viderjoch – Greitspitze (2872 m) – Viderjoch – Idalpe
Es ging mit dem Bus nach Ischgl. Von der Talstation der Silvrettabahn ging es in einer relativ großen Gondel hinauf zur Idalpe auf 2320 Meter. Von dort weiter mit einem Sessellift hinauf zum Filmjoch (Viderjoch) auf 2752 Meter.
Zu der Fahrt mit dem Sessellift muss ich anmerken, dass ich mich reichlich unwohl gefühlt habe. Ich habe ein psychisches Problem mit der Tatsache, das ich einfach nur den Bügel hochklappen könnte und schwupps mache ich den Abflug und das war es dann. Ich kenne natürlich die Tricks in die Ferne sehen etc., es ist auch nicht die mangelnde Schwindelfreiheit, denn schwindelig wird es mir gar nicht, es ist einfach nur diese Angst vielleicht durch einen dummen Moment des Falschhandelns sich selbst auslöschen zu können. Vielleicht auch nur versehentlich. Nun, Sessellifte und ich wir werden wohl keine engen Freunde mehr. Ohnehin wandere ich sowieso viel lieber.

Ich hatte eigentlich keinen konkreten Plan als ich oben ankam. Was natürlich insgesamt unschön ist betrifft die massiven Eingriffe die der Skizirkus hier oben hinterlassen hat. Wenn mann lust hat kann mann sich an jeder Menge Betonklötzen sattsehen, mit unverstelltem Naturblick hat das nurmehr wenig zu tun.
Die Greitspitze sah mir noch einigermaßen lohnenswert aus, also marschierte ich dorthin. Nichts spektakuläres außer vielleicht dem Gipfelkreuz.


Wieder retour am Viderjoch stieg ich im leicht ausholenden Weg ein Stück Richtung Flimjoch abwärts um dann den Weg hinunter zur Idalpe einzuschlagen. Reichlich unspektakulär und von Baulärm und Baggern begleitet.

Muss ich nicht nochmal haben Ischgl und den Bereich der Idalpe.
Donnerstag 17.08.2023: Radtour See – Tobadill – Landeck – Roppen und retour
Ich hatte im Vorfeld lange recheriert wie ich den Tunnel der am Beginn des Paznauntals lauert umfahren könnte. Der Tunnel hat eine Länge von ca. 1 km und geht taleinwärts moderat und stetig aufwärts. Ich wollte unbedingt vermeiden dort entlang fahren zu müssen. Also Google Maps angeworfen und dort wurde mir ein Abzweig von See kommend nach rechts kurz vor dem Tunnel angezeigt.
Darauf mich verlassend radelte ich los um kurz vor einer Galerie anzugelangen und bis dato keinen Abzweig entdeckt zu haben. An die Galerie konnte ich mich gar nicht mehr erinnern, ich vermutete nach der Galerie kommt der Abweig dann doch. So fuhr ich hinunter und musste feststellen, dass die Galerie nahtlos in den Tunnel übergeht. Keine Entscheidungsoption, also runterfahren, Licht hinten hatte ich und es ging relativ flott, da es auch abwärts ging.
Nun stand ich dahinter, also nach dem Tunnel bei dem offiziellen Straßenschild Richtung Tobadill. Ich war mir sicher den Abzweig nicht übersehen haben zu können. Etwas mulmig war mir schon, denn irgendwie musste ich auch irgendwann wieder hoch nach See gelangen. Auf der Karte ist ein Fahrweg rechtsseitig am Hang von Wiesberg nach Luitl eingezeichnet. Das war die geplante Option am Heimweg
Zunächst ging es aber hoch über Wiesberg nach Tobdill, moderat aber stetige Steigung. Auf der anderen Seite über Perfuchsberg hinunter nach Landeck. Von dort am Inntalradweg bis Imst und weiter bis Roppen. Alles schön aber unspektakulär.
Interessant wurde es wieder retour ab Landeck wo ich mich nicht für die Fahrt über den Berg (Tobadill) entschied sondern über die B171 fuhr. An der bereits vom Vormittag bekannten Abzweigung nach Tobadill angekommen ging es wieder aufwärts bis Wiesberg. Dann aber rechtsrum einen kleine unscheinbare Straße immer weiter aufwärts. Ich vermutete zwar irgendwohin musste die Straße führen, aber ich war mir schon unsicher wie und wo das ganze enden würde.
Immer weiter aufwärts ging es bis ich an ein Haus kam, wo es rechts zwar wieder abwärts ging, allerdings ein Schild darauf hinwies, dass es eine Sackgasse ist. Ich hatte aber keine andere Option. Also soviel Höhenmeter wie raufgekurbelt alle wieder abgefahren.
Unten angekommen wartete die Trisanna (der Fluß) mit einer gesperrten Brücke auf mich. Auf beiden Seiten waren Absperrgitter und die Brücke selbst sah reichlich baufällig aus. Zumindest sah ich die Galerie und damit auf der anderen Straßenseite die Straße. Dorthin musste ich, egal wie.
Also das Rad über die Absperrung gewuchtet, danach mich und auf der anderen Seite das ganze nochmal.
Dort ging es dann eine kleine Rampe aufwärts und ich kam ca. 300 Meter vom Eingang der Galerie an der Seite der Straße an einer unscheinbaren Stelle raus. Also 300 Meter waren gut machbar ohne großes Risiko und das war es dann auch schon.

84,6 km in 3:56 h
Freitag 18.08.2023: Alpkogelbahn Bergstation – Breitspitz – Kopsstausee – Gasthaus Zeinisjoch
Bin wieder mit dem Wanderbus zur Alpkogel Bergbahnstation hinter Galtür gefahren. Von dort kurzer Weg zur Gondelstation und dann hoch zur Bergstation.

Es geht erst einen Fahrweg hinauf auf einen Hügel, dann verliert mann wieder Höhenmeter und kurz danach mündet der Weg vom Kopsstausee ein und es geht wieder aufwärts. Im Gegensatz zu manch anderer Tour war hier mehr los. Es geht dann auf gutem Bergweg in leichter Steigung bis zum Gipfel der Breitspitz, wobei sich der Gipfel eigentlich erst kurz vorher wirklich sehen lässt und der Weg sich insgesamt etwas zieht. Eigentlich sind es nur gut 200 Höhenmeter, mit dem Auf und Ab vielleicht 300 Höhenmeter, aber es war nicht ganz so easy wie gedacht. Vielleicht lag es aber auch an der Vorermüdung.
Vom Gipfel selbst gibt es einen super Rundumblick, u.a. auch ins Montafon.



Retour bin ich dann eine Variante gegangen und später dann an der Stelle wo der Weg sich kreutzt (oben beschrieben) hinab um Kopsstausee. Die Halbumrundung zieht sich dann doch etwas hin und ist dann doch etwas ein Hatsch. Retour dann wieder mit dem Wanderbus ab Station Gasthaus Zeinisjoch.

Samstag 19.08.2023: Medrigjoch – Ascherhütte – Glockspitze – Medrigjoch
Das war der letzte Tag des Urlaubs. Nach dem Auschecken parkte ich um und fand am Parkplatz der Medrigjoch Bergbahn einen Platz. Da die Silvretta Card auch noch am Abreisetag gibt war es kein Problem hier nochmals die Bergbahn zu nutzen. Also hoch zum Medrigjoch.
Es ging wieder hoch zur Ascherhütte, wobei ich dieses Mal den direkten Weg ab der Talstation der Versingbahn nutzte und bereits nach 55 Minuten bei der Hütte war. Danach ging es den Fahrweg bis zur Gipfelstation der Versingbahn. Es war schon vorher einsam, aber eigentlich habe ich aber der Hütte und wieder retour an der Hütte niemand getroffen.
Der Weg wird dann steiler und auch blockiger. Ein schnelles Vorwärtskommen ist hier nicht. Es gilt sich an den Markierungen zu orientieren, die zumindest an einer Stelle für mich nicht eindeutig sichtbar war. Man muss hier ein wenig Spürnase zeigen.


https://www.bergdias.de/ALPEN/Ascherhuette/Ascherhuette2.html
Ich gelangte an ein Schneefeld wo am Fels seitlich davon die Markierungen angebracht waren. Ich traute dem Schneefeld jedoch nicht, weil auch keinerlei Trittspuren vorhanden waren. Also kletterte ich rechts davon im Felsgelände herum. Danch ist es nicht mehr weit bis zur Glocksscharte. Den Weg von der Scharte zum Gipfel kannte ich schon, ist ganz leichte Kletterei an einigen Stellen aber gut machbar. Oben angekommen konnte ich alleine die Aussicht, das schöne kleine Gipfelkreuz und das fantastische Wetter genießen.
Retour bin ich dann doch über das Schneefeld abgestiegen und nirgends eingebrochen.
Die Passage bis zur Bergbahn Gipfelstation geht nicht schnell und ich war trotzdem vorsichtig. Danach war es wieder ein wenig Hatsch retour, wobei ich ab der Hütte so ging wie am ersten Tourentag. Ich war allerdings nicht mehr wirklich rücksichtsvoll zu meinem linken Fuss.
Mit insgesamt 1100 Höhenmetern deutlich die anspruchsvollste Tour, sowohl was Länge, Höhenmeter und Wegführung anbelangt. Aber der Fuss spielte auch hier gut mit und machte auch am Folgetag keine Probleme, sodass keine negativen Nachwirkungen zu verzeichnen waren.
So ging eine sehr feine Urlaubswoche zu Ende.
Weitere Bilder sind hier zu finden:











