Bergsommerfrische 2023 – Hotel Alpenkönigin See – Paznaun

Hier zunächst einige Anmerkungen, Fakten und die Hotelkritik. Die Touren die ich unternommen habe kommen in einem zweiten Bericht.

Mein Aufenthalt im Hotel Alpenkönigin in See erstreckte sich von Samstag den 12.08.2023 bis Samstag den 19.08.2023.

Die ursprüngliche Buchung war für Anfang Juli angedacht, aber aufgrund des Unfalls und der OP konnte ich diese Urlaubswoche nicht antreten. Daher musste ich den Urlaub verschieben und kulanterweise erlaubte mir das Hotel die Umbuchung. Obwohl es in der Hauptsaison keine Pauschalen gibt wurde mir auch der ursprüngliche Preis der Vorsaison gewährleistet. Sehr nett.

Ich hatte eine Pauschale für 7 Tage mit Halbpension und die Zimmerkategorie Bergkristall. Das ist ein 27 m2 großes Zimmer im neuen Gebäudeteil, der erst zur letzten Wintersaison eröffnet wurde. Der Balkon geht zur Westseite, sodass es viel Sonneneinstrahlung gibt.

Die Pauschale kostete 744,50 Euro, diese beinhaltete die Silvretta Premium Card und die Kurtaxe. Dazu kamen noch Getränke von 35 Euro (jeden Tag ein großes Bier a 5 Euro) und einen obligatorischen Hofer Einkauf von ca. 15 Euro. Summarisch also:

794,50 Euro

Das ergibt auf 8 Tage gerechnet 99 Euro pro Tag.

Dazu kommen dann noch ca. 400 Kilometer Fahrtkosten, also nochmal ca. 200 Euro, was dann 124 Euro ergibt. Und Trinkgeld habe ich 50 Euro springen lassen.

Als anerkanntes Sparbrötchen gab es keine sonstige Verpflegungsleistung auf irgendeiner Hütte oder Alm oder einem Restaurationsbetrieb. Kein Almdudler, kein Radler und kein Kaiserschmarrn.

Es ist somit ein deutlich günstigerer Urlaub als der letztes Jahr im Alpinhof Jesacherhof gewesen und etwas teurer als die Margarete Maultasch letztes Jahr in Nauders. Aufgrund der Preisentwicklung allgemein entfallen Preisvergleiche zu Jahren die lange in der Vergangenheit liegen.

Es ergaben sich 2 Radtouren und 6 Wanderungen. Was festzustellen ist, der Fuss hat nie wirkliche Probleme bereitet, insofern war mein Konzept der langsamen Steigerung wohl richtig.

Das mit der Silvretta Premium Card alle Bergbahnen und Busse im ganzen Tal von Landeck bis zur Bieler Höhe inkl. sind ist ein großer Vorteil. Das entbindet von der Überlegung ob eine Nutzung entbehrlich ist. Meine Erfahrung mit den Bussen die ich 4 x genutzt habe ich positiv. Die Busse werden rege genutzt, wobei ich in See den Vorteil hatte beim einsteigen, bis auf einmal immer einen Platz zu bekommen. Die Bushaltestelle liegt nur 4 Minuten vom Hotel entfernt. Man kann die Rechnung auch so aufstellen, dass man für die 6 Berg- und Talfahrten je ca. 20 Euro Kosten annimmt und diese dann von den Hotelkosten wieder abzieht. Dann ist man bei ca. 80 Euro pro Tag und das ist für **** schon günstig mit Halbpension.

Ich hatte zwar eine ungefähre Vorstellung von dem was ich unternehmen wollte, aber es gab keinen konkreten Plan von Touren die ich „abwickeln“ wollte. Ausnahme war die erste Tour zur Ascherhütte, das war der geplante Einstieg in die Wanderungen mit dem damit verbundenen Test, wenn die ca. 400 Höhenmeter problemlos funktionieren kann ich darauf aufbauen, ansonsten muss ich mir was anderes überlegen.

Für Radtouren mit dem Rennrad ist das Tal eher weniger gut geeignet. Es ist Hauptsaison und damit viel los (Verkehr) und die Straße ist zwar gut ausgebaut, aber dennoch keine Autobahn. Insofern habe ich mir die Auffahrt zum Silvretta Stausee geschenkt, wobei es ab der Mautstation wohl ganz gut gegangen wäre, da ist das Tal offener und wegen der Mautgebühr fahren ab dort deutlich weniger Fahrzeuge.

Hotelkritik Alpenkönigin:

Der Empfang war bemerkenswert, da mich die Dame sofort auf meinen Fuss ansprach und somit meine Geschichte kannte. Das ist schon allerhand, schließlich bin ich nicht der einzige Gast und ob sowas vermerkt wurde oder ob hier ein phänomenales Gedächtnis vorliegt konnte ich nicht eruieren.

Zimmer 210 lag im zweiten Stock Richtung Westen. Da die Temperaturen insgesamt tendenziell hoch waren, heizte sich das Zimmer doch teilweise gut auf. Das nur als Tipp, wer es schattiger haben möchte sollte einfach die gegenüberliegenden Zimmer Typ Rubin buchen. Die Aussicht vom Zimmer bot keinen Panoramablick. Das Tal ist relativ schmal und erlaubt keinen solchen Blick. Neben dem Hotel wird ein Haus gebaut, aber scheinbar wird dort nur am Wochenende gearbeitet, also kein bzw. nur Lärm an bestimmten Tagen. Auf dem Balkon sind zwei Stühle und ein kleiner Tisch. Keine Abschattung, daher heizt es sich gelegentlich schon stark auf und die dunklen Stühle sind dann auf Brenntemperatur.

Noch etwas zu den Parkplätzen. Direkt am Hotel ist es relativ eng, ich konnte dann ein paar Meter entfernt parken und entdeckte dann auch noch einen Hotelparkplatz etwas verwinkelt um die Ecke. Es sind also durchaus genug Plätze vorhanden, direkt bei der Ankunft war ich aber etwas irritiert. Das Hotel liegt ca. 50 Meter Luftlinie von der Hauptstraße entfernt, die Zufahrt habe ich trotz Navi erst im dritten Anlauf gefunden, es ist wirklich eine kleine Abzweigung und an der Straße stehen wirklich viel Schilder mit allen möglichen Hinweisen. Das Auto habe ich die ganze Woche nicht benutzt.

Das Frühstücksbuffet war umfänglich. Nachdem ich mich am ersten Tag auf eine Menuefolge festgelegt hatte, blieb ich die restlichen Tage exakt dabei: süsse Gebäckstücke, ein Brötchen mit 2 verschiedenen Marmeladen, ein Saft und Kaffe der serviert wird (also kein Kaffeevollautomat verfügbar, jedoch z.B. Cappu bestellbar), eine herzhafte kleine Stange mit Butter, ein kleines Brötchen belegt mit Wurst und Käse, Rührei mit Speck und eine Joghurtmischung aus Natur und Frucht mit weiteren eingearbeiteten Früchten.

Es hat auch eine Mittagssuppe von 11.30 h bis 13 h gegeben, aber da war ich immer unterwegs. Dazu nachmittags eine Saftbar wo man sich bedienen konnte (auch nicht genutzt).

Die Kenner meiner Person werden es ahnen, den Wellnessbereich haben meine Quarkfüsse nie gesehen, für mich gab es draussen viel mehr Wellness.

Was es nicht gibt ist einen Garten mit Liegen oder einen Außenpool. Wobei gleich nebenan ein Badesee gelegen ist, der gut nutzbar ist (auch nicht getestet, nur optisch begutachtet).

Abends gab es ein 4 Gänge Menue. Die drei Gänge waren Salatbuffet, Hauptgericht wählbar und Desert. Der vierte Gang war wahlweise ein Suppe oder eine Vorspeise. Alle Gerichte und Speisen waren gut und reichlich (Hauptgericht), also keine Schischi Portionen. Los ging es ab 18.30 h und die zahlreichen deutschen Urlauber nutzten auch diese Zeit zum Start. Italienische Gäste z.B. kommen immer erst gefühlt wenn unsereins schon fertig ist.

Es ist insgesamt vom Publikum eine Mischung aus Rentnern und Familien. Ich brauche zwar zum Abendesssen niemanden im Muskelshirt und kurzen Hosen (Mann), aber es wird so akzeptiert und das zeigt auch, es ist insgesamt nicht übermäßig schick und fein.

Das die Bedienungen heutzutage überall schwer zu bekommen sind und qualitativ stark schwanken zeigt sich auch hier. Freunde üppiger in resche Dirndl gezwängte Dekolltees kommen voll auf ihre Kosten. Osteuropa rulez. Gelegentlich hat es dann an der Aufmerksamheit gemangelt um die volle Punktzahl zu vergeben, aber mir ist es lieber so als z.B. vor 3 Jahren im Gois in Ladis, wo mir zu viel Schischi war (ja ich will um 18.30 essen und dann zack zack hintereinander weg ohne nach jedem Gang nach dem korrespondierenden Wein oder einer Pause gefragt zu werden). Um 20 h will ich im Zimmer sein und den gemütlichen Teil einläuten. Beine hoch und Bierchen auf.

Einen Abend gab es ein Bauernbuffet, sonst waren auch die Salate jeden Abend identisch, aber genug Auswahl war vorhanden.

Getränkepreise sind einfach deutlich gestiegen, mein 0,5 l Bier kostete 5 Euro. So ist das in einem **** Hotel. Eine Feststellung, keine Kritik.

Die Talstation der Medrigjochbahn liegt fast in gleicher Entfernung wie die Bushaltestelle, also wenige Minuten entfernt.

Das Wetter insgesamt war in Ordnung. Es war warm genug. Es hat zwar fast jeden Tag geregnet, aber bis auf Dienstag so (da regnete es bereits ab Mittag), dass meine Touren davon unberührt waren. Ich blieb also immer trocken. Es bestand oft ein Schauer bzw. Gewitterrisiko, sodass zu einem frühen Start geraten wurde, was ich auch immer machte. Der Bus den ich oft nahm fuhr z.B. um 9:04 h ab. Früh ist somit relativ.