Auch für die diesjährige Bergsommerfrische hat es uns in das Hotel Kohlerhof in Fügen im schönen Zillertal verschlagen. Nach 2018 unser zweiter Aufenthalt.

Wie letztes Jahr hatten wir zwei Zimmer gebucht, die alten Racker das „Panoramazimmer Wellnessschlössel“ und ihr Sohn das „Komforteinzelzimmer Kohlerhof“. Entgegen den Erwartungen war das Einzelzimmer, das eigentlich im Haupthaus gelegen sein sollte ein Doppelzimmer zur Einzelnutzung (2317), ebenfalls im Wellnessschlössel.
Das elterliche Gemach wurde beim Einchecken gewechselt, weil die ursprünglich vorgesehene Kemenate eine Badewanne hatte, die aber für MOM supoptimal zu erklimmen ist. So wurde es Zimmer 2210.
Man muss lange suchen um Kritikpunkte am Hotel zu finden. Die Fliegen die gelegentlich im Speisesaal umherschwirrten sind so eine Kleinigkeit. Ansonsten ist insbesondere die Halbpension wirklich zu loben. Die Auswahl beim Frühstück und auch beim Abendessen ist top. Wer hier nicht satt wird und zufrieden ist macht etwas falsch. Auch die Bestuhlung bzw. Anordnung der Tische ist dieses Jahr besser gelöst und insgesamt luftiger. Wir hatten einen Platz relativ nahe am Eingang und Buffet und waren sehr zufrieden (Tisch 109).


Nun zu den Bergtouren, drei an der Zahl: Gilfert, Marchkopf und Kellerjoch. Gilfert und Marchkopf jeweils von Hochfügen aus, mit ca. 1000 Höhenmetern im Aufstieg auch ziemlich gleich anspruchsvoll oder eher -los, denn hohe Ansprüch haben beide Gipfel nicht. Ein wenig Bergsteig um den Gipfel herum, ansonsten fast eine breite geschotterte Fahrstraße hoch.

Das Kellerjoch habe ich direkt vom Hotel aus bestiegen, sodass am Ende es Tages 2100 Höhenmeter im Aufstieg im Tourenbuch standen. Vom Kellerjoch zur Kellerjochhütte gibt es kurze Passagen die versichert sind. Abstiegsseitig die letzte Passage ist so als ob das Drahtseil hier ausgegangen wäre, denn dort fehlen einfach ein paar Meter Sicherung. Wie immer – aufwärts sicher kein Problem, aber abwärts ein klein bisschen knifflig.

Hatte ich nach der ersten Tour auf den Gilfert noch 2 Tage muskulär daran zu knabber, so war es nach der 2. Tour schon viel besser und selbst die längste Tour auf das Kellerjoch habe ich ohne Probleme überstanden. Was mir wieder zeigt, es ist ein Trainingsbelastungsproblem wie lange muskulär Nachwirkungen zu verspüren sind. Nach einigen gezielten „Trainingseinheiten“ ist das alles kein Problem mehr.

Ein gemeinsamer Höhepunkt war sicherlich die Befahrung der Zillertaler Höhenstraße. Hier geht es mehrheitlich im Einspurverkehr bis auf eine Höhe von knapp über 2000 Meter hinauf. Landschaftlich bieten sich großartige Ausblicke. Da die Anzahl der Fahrzeuge doch nicht zu hoch ist die dort rumcruisen ist es angenehm zu fahren, weil die Anzahl der Ausweichmanöver überschaubar ist.

Das auch möglicherweise illegale Flüchtlinge bereits im Zillertal angetroffen werden beweist folgendes Bild:

Umso plausibler, da von der Sitzstätte eine seltsame Musikbeschallung hervortönte:
Möglicherweise handelt es sich aber auch um den letzten Kriegsgefangenen der 6. Armee der zurückgekehrt ist?