Ich habe heute an der Tour B des Arber Radmarathons 2015 teilgenommen.
Fakten: 176,3 Kilometer, 6:22 h Fahrtzeit, 27,7 km/h, 2200 Höhenmeter
Wetter früh um 7 h beim Start: heiter bei 13 Grad, im Ziel um 14 h in Regensburg 23 Grad und sonnig
Kleidung:kurzes Funktionsshirt unter kurzem Karlsfeld Trikot mit Ärmlingen, K-Swiss Radhose
Wie schon letztes Jahr war der Wake-Up Call bereits kurz nach 4 Uhr. In R war ich bereits gegen 5.45 h, sodass ich den Start der grossen Runde um 6 h mit angesehen habe.
Da die letzten Wochen stete Hitze herrschte, war dieser morgen doch verflixt frisch. Ich fror wie ein nackerter Schneider die ganze Zeit vor dem Start und die erste halbe Radstunde auch noch. Erst die letzte Fahrstunde retour nach R war dann warm und ich fuhr ohne Ärmlinge.
Kleines Startmalheur: ich reihte mich ganz hinten ein. Da standen auch viele Mountainbiker. Dachte die eine Gruppe startet auch um 7 h. Fuhr dann fast als letzter hinten los. Als ich vorne an der Startline war waren die ersten Startreihen schon wieder mit Mountainbiker voll. Die hatten eben ihren Start kurz danach. Also mümmelte ich mich erstmal durch die Herrschaften durch.
Im Gegensatz zum letzten Jahr ging es deutlich flotter los. Auch die Anstiege kurbelte ich engagierter. Letztlich erstaunlich, dass ich in Cham an der ersten Labe nach 2:09 h (57 km) ankam, was fünf Minuten langsamer als 2014 war.
Bis nach Bad Kötzting geht es nur zarte Anstiege hinauf und wieder hinab. Zwischen Bad Kötzting und Viechtach wartet dann der erste richtig lange Anstieg (Wurzerspitze). Ich fühlte mich top und kurbelte nun engagierter. Interessant bleibt, dass ich bergauf praktisch nie überholt werde, aber runter stetig.
Ist mir insgesamt aber nicht so wichtig was das bergab überholt werden anbelangt. Es ist eben so, dass ich mich noch sicher fühlen muss und daher eher einmal mehr bremse als andere.
Der Anstieg von Viechtach bis zur zweiten Verpflegung in Kolmburg ist für mich ideal. Nicht zu steil und ich konnte den Gashahn richtig aufdrehen. Es lief einfach gut.
Oben angekommen war ich dann nach 3:58 h Fahrtzeit (102,5 km). Das war identisch mit letztem Jahr.
Was ich allerdings nicht mehr exakt wusste, dass es danach zwar erst ein wenig bergab geht, danach kommt aber der Schlussanstieg nach Maibrunn, der sich auch nochmal zieht. Erst danach kommt eine lange Abfahrt.
Auch bis Saulburg folgt ein Abschnitt der noch mit einigen giftigen Anstiegen garniert ist.
Dieses Mal habe ich die Labe in Saulburg auch ausgekostet.
Danach war wieder Speed angesagt. Ich führte erst eine Gruppe bis Wörth Donau an, wobei mir zwei Jungs dort ihren Respekt zollten. Ich zog wirklich voll durch, was richtig hart war.
Dann zerfiel die Gruppe wieder und ich verlor den Anschluss an zwei schnelle Jungs vor mir. Fies war hier der Gegenwind, das rollte hier auf diesem Abschnitt letztes Jahr viel leichter.
Der Abschnitt von Wörth bis Donaustauf zog sich elendiglich hin. In Sulzbach Donau schloss mich mich dann einer Gruppe an, da ich schon ziemlich paniert war. Die waren zwar mit ca. 33 km/h etwas langsamer als ich zuvor, aber es ging schließlich nur noch einige Kilometer.
In Regensburg selbst sprach ich einen Kollegen von der 250 km Runde an, der phasenweise seit Saulburg mein Gefährte war. Es war mein Challenge Roth Staffelpartner Jürgen. Wie der die große Runde in nur einer Stunde mehr gefahren ist nötigt mir wirklich Respekt ab.
Am Dultplatz gab es dann das obligatorische Trikot, zwei Semmeln mit Bratwürsten und eine Cola.
Schön war es, wenngleich schon anstrengend. Aber das ist auch Sinn der Sache gewesen.
P.S. Verpflegung unterwegs: ca. 2,5 Radflaschen Iso also ungefähr 1,8 Liter. Ein Powerbar Gel in Cham (Eigenverpflegung), zwei halbe Wurstbrötchen, 4 kleine Kuchenstücke