Nachdem ich mich einige Wochen dahingehend in Sicherheit wähnte, weil ich weder weiter Sendungen erhielt noch irgendwelche Zahlungsaufforderungen, war es Ende letzter Woche Schluss mit lustig.
Eine Arvato Payment Solutions GmbH will mich um ca. 100 Euro erleichtern, weil ich angeblich eine Monatsabrechnung von Amazon nicht bezahlt hätte.
Das ist natürlich grober Unsinn, wobei ich fairerweise aussagen muss, die Mahnung an sich ist korrekt, denn das Inkasso Unternehmen kann nichts dafür, das Amazon bislang unfähig war, den Vorgang zu einem korrekten und guten Ende zu bringen.
Das alles habe ich Amazon in einer langen Email heute auch mitgeteilt und zwar wie folgt (persönliche Daten habe ich entfernt):
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Sehr geehrte Damen und Herren,
leider muss ich nochmals auf einen Vorgang zurückkommen, von dem ich hoffte er sei längst abgeschlossen. Grund ist ein Schreiben der Arvato Payment Solutions vom 27.10.2021 (Details s. anbei). Hierin werde ich mit einer 1.Mahnung zu einer Monatsabrechung September 2021 zu einer Zahlung von 98,54 Euro aufgefordert.
Hierzu sowie zu allen damit in Zusammenhang stehenden Vorgängen nehme ich wie folgt Stellung:
- Mein Amazon Kundenkonto „xxx“ wurde Anfang August 2021 gehackt. Das bedeutet, ich habe seit diesem Zeitpunkt keinen Kontozugang und keinen Zugang zum Kundenkonto mehr und auch nie wieder erhalten.
- Ich habe seit diesem Zeitpunkt keine Waren bestellt, alle diesbezüglichen Waren/Sendungen/Lieferungen sind von dem Hackerangriff ausgegangen.
- Alle Waren die an eine Lieferadresse von mir gegangen sind (xxx) habe ich in zu zwei Rücksendeterminen (11.09.2021 und 24.09.2021, Details anbei) an Amazon zurückgesandt.
- Für die Rücksendungen wurde mir eine Erstattung der Kosten zugesagt, bis heute habe dafür keine Erstattung erhalten (25,75 Euro und 9,90 Euro: Summe 35,65 Euro).
- Für die Rücksendungen habe ich eine Bestätigung gefordert, diese wurde mir bis heute nicht zugestellt.
- Bestellungen die im gehackten Kundenkonto getätigt wurden und wo die Lieferadresse geändert wurde und somit nicht an mich gingen, kann ich nicht nachvollziehen (siehe Punkt 1).
- Ich habe nicht eine einzige Rechnung, einen einzigen Lieferschein erhalten und auch keine Monatsrechnung.
- Eine sog. Monatsabrechnung habe ich seit ich Amazon nutze (mehr als 10 Jahre) mit meinem ehemaligen Kundenkonto nie beauftragt noch erhalten. Diese Änderung des Zahlungsweges steht ebenfalls eindeutig in Zusammenhang mit dem Hackerangriff.
- Alle möglicherweise an die Email-Adresse versandten Emails die gleichzeitig mein Kundenkontoname ist, sind nicht angekommen, weil, wie ich bereits früher mehrfach ausgesagt habe, mein Email Account ebenfalls gehackt wurde und seit dem gleichen Zeitpunkt nicht mehr genutzt werden kann. Ich habe mehrfach eine alternative Email-Adresse zur Kontaktierung mitgeteilt.
- Ein Verweis auf Details zu der Monatsrechnung, Einsicht in enthaltende Bestellungen etc. ist komplett sinnlos, weil dies immer nur dazu führt, dass ich mich in ein Kundenkonto einloggen soll, was technisch nicht mehr geht und längst gesperrt ist (siehe Punkt 1).
- Daher fordere ich Amazon auf, mir sämtliche Bestellungen, Lieferscheine und Rechnungen seit August 2021 in Kopie vorzulegen, damit ich die Forderung die gegen mich erhoben wird nachvollziehen kann.
- Ich kann aus den gemachten Erfahrungen der letzten Monate nur feststellen, dass Amazon nicht in der Lage war, alle notwendigen und erforderlichen Konsequenzen auf dem Hackerangriff auf mein Kundenkonto zu ziehen. Es erscheint mir sehr unprofessionell wie hier vorgegangen wurde. Neben den unzähligen Telefonaten und schriftlichen Kontakten per Email musste ich auch noch alle Sendungen auf eigene Kosten zurückschicken, von den Stunden die ich sinnloserweise damit verbracht habe ganz zu schweigen. Und zu guter Letzt soll ich jetzt als Kunde auch noch finanziell zur Kasse gebeten werden für Waren die ich weder bestellt und erhalten habe. Das alles hätte vermieden werden können, wenn Amazon konsequent alle laufenden Vorgänge nach dem Hackerangriff zeitnah unterbunden hätte, den nur der Amazon Konzern hatte Einblick in das Kundenkonto und die damit verbundenen Aktivitäten (siehe Punkt 1).
- Ich fordere hiermit die Rückerstattung der mir bereits schriftlich zugesagten Rücksendekosten in Höhe von 35,65 Euro (s. Punkt 4). Dazu die Rückerstattung der zu Unrecht mit sog. Monatsabrechnung September erhobenen Forderung der Arvato Payment Solutions GmbH in Höhe von 98,54 Euro.
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Ich werde weiter berichten.