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Jetzt kann ich auch unter diesem Titel noch eine Premiere vermelden. Noch nie in meinen 6 Lebensjahrzehnten ist es mir zuvor gelungen, im April die 3000 Radkilometermarke zu knacken. Gestern am 28. April war es soweit. Selbst in den besten Triathlonjahren war es frühestens Anfang Mai. Wären nicht die 12 Tage Durststrecke mit kühlem Wetter und nur Rollentraining gewesen, es wäre noch ein paar Tage früher gewesen.
Gut, in manchen Jahren war ich im Frühjahr auch zum Kurzurlaub im Ausland, daher trainierte ich damals nicht, aber trotzdem. Im März und April waren es ziemlich exakt jeweils 1000 Kilometer. Das Training selbst ist fast ausschließlich Radtraining.
Neuigkeiten gibt es auch zum Projekt 300:
Zwei Wochenenden lang habe ich (mit der ersten Fahrt im März sogar 3) Testfahren auf bestimmten Streckenabschnitten unternommen, die möglich Routen sind. Ausgangslage war, dass die Schleife über Schweinfurt eigentlich zu lang ist und daher verkürzt werden sollte. Daher die Variante von Sand am Main nach Gerolzhofen. Die Strecke war aber zumindest an dem Fahrtag mir zu unrhytmisch. Getestet habe ich dann noch den Abschnitt von Gerolzhofen nach Ebrach. Den identischen Abschnitt bin ich letzten Samstag in umgekehrter Richtung gefahren. Ist okay, es gibt eine Steigung gleich nach Ebrach und die meisten Kilometer gibt es gute Radwege.
Letzten Samstag dann die Streckentestung von Gerolzhofen über Volkach nach Kitzingen. Bis nach Volkach gute Radwege oder auch wenig befahrende Landstraßen. Volkach Kitzingen ist der Mainradweg. Der ist zwar flach aber auch unrhytmisch. Er führt zuviel durch kleine Ortschaften wie Sommerach, Schwarzach am Main etc.. Das ist toll und die netten kleinen Ortschaften mit Wirtschaften und Geschäften kennenzulernen, hindert aber das ungebremste Vorankommen enorm. Dazu fahren einfach zu viele irrlichternde Gesellen entlang, die ständige Aufmerksamkeit erfordern. Hier ist aber zumindest der Asphalt gut. Ab Kitzingen bis Scheinfeld ist es ein reichliche phasenweise Zumutung. Oft im Zickzack, teilw. Kopfsteinpflaster in Ortschaften und teilw. Betonplatten als Untergrund. Der Schnitt war bei der Fahrt nur etwas über 24 km/h und das obwohl ich frisch war und „nur“ 124 km gefahren bin. Gut, ich bin z.B. durch Volkach die Fußgängerzone in Schrittgeschwindigkeit gefahren, aber es zeigt, die Strecke ist kein Selbstläufer.
Was ich ohnehin konstatieren muss, die erste Schleife schließt ggf. mit einem Bekleidungswechsel ab, aber wäre es ungünstig zu lange mit zu warmen Klamotten zu fahren. Wenn es ein richtiger Sommertag ist brauch ich von 6 bis 9 Uhr früh wärmere Sachen, das sind 3 Fahrstunden.
Somit gehe ich aktuell gedanklich zurück zu gut bewährten Strecken wie z.B. Hausen-Bamberg-Ebrach-Wachenroth-Hausen. Das hat zwar nicht das ganz große Flair der Streckenführung einer großen Schleife aber lässt sich gut fahren.
Was ich jetzt mehrfach getestet und für überraschend gut befunden habe ist die Kombination aus Radunterhose und Radhose. Es mag vielleicht nicht sexy sein aber es funktioniert. Die 5 h am letzten Samstag gingen so ohne irgendein Wehwehchen. Heute habe ich das ganze auch mit dem Helminator getestet und auch da gab es in Aeroposition kein Problem, es war ohnehin so, dass ich heute zum ersten Mal in der Saison die Bremsen gelöst habe. Bis Nickelheim fuhr ich hinter einem Rennrad Pärchen mit gemütlchen 30 km/h. Mich hat es natürlich extremst gejuckt und dann hies es Feuer frei. Vorbei und bis Spöck mit 45 km/h. Das war verflixt hart aber musste sein. Ein paar weitere Sprinteinlagen später war es dann nach wenig mehr als einer Stunde Fahrtzeit immerhin ein 33er Schnitt. Schnellste Fahrt des Jahres, natürlich insgesamt nix besonderes, aber zeigt schon, es geht schon noch. Mittwoch am ersten Mai will ich eine längere Ausfahrt ins Inntal Richtung Zillertal unternehmen.