Nun hat es uns drei Bergziegen zum zweiten Mal nach 2011 in das enge Pitztal verschlagen. Und wieder war das Hotel Sonnblick in Plangeroß unser Quartier.
Eigentlich war vieles wie letztes Jahr, weshalb der Bericht auch extra noch einmal hervorgekramt werden soll:
http://wordsallerlei.blog.de/2011/08/15/drei-bergziegen-pitztal-11671758/
Dieses Jahr wurde von den „Oldies“ eine Panoramasuite im 2. Stock bezogen (Zimmer 218). Diese hatte zwar nur eine Dusche anstatt einer Badewanne, diese lässt sich jedoch einfacher „besteigen“. Auch funktionierte das sonstige technische Mobiliar dieses Jahr ohne Probleme. Sogar Sendungen die per Timeshift eingespielt wurden gelangen mühelos.
Das für den Youngster reservierte Kämmerchen :DD gegenüber der Suite hatte hingegen einige Besonderheiten. Der in der obersten hinteren Ecke montierte Röhrenfernseher hatte die Bildschirmdiagonale eines Streichholzes. Die nachlassende Sehstärke wurde wie auf dem Bild dargestellt kompensiert:

Dadurch bedingt konnte bei der Olympiaberichterstattung stets mitgejubelt werden, denn es ließ sich praktisch nie ausmachen wer gewonnen hatte. Dies musste dann erst in der Zeitung am nächsten Tag nachgelesen werden.
Der morgendliche Weckruf der Oldies wurde getätigt, indem der Youngster den Warmwasserhahn aufdrehte. Dieser Hahn krähte mit einer Schiffssirenenartigen Lautstärke, die noch jede Gams oberhalb der 3000er Marke wachgerüttelt hat 88|.
Am letzten Abend sahen wir gemeinsam die Sendung Soko Wien an. Aufgrund der Thematik stellte MOM dann dem Youngster die Frage, ob er denn schon einmal in einer Geisterbahn gewesen sei. „Nein“, so die Antwort, „mit älteren Frauen ließe er sich nicht ein“ :)):))
Bergsteigerisch wurde mit Leistungen nicht gegeizt. Das soloistische Gipfelteam (Ich und mein Rucksack) erreichte bereits am ersten Tag mit dem Plangeroßkopf den ersten 3000er (3053 m). Das TT (Team Tal) akklimatisierte sich zu diesem Zeitpunkt auf einer Wanderung von Mittelberg zum Gletscherstüble.
Der Sonntag führte dann beide Wandergruppen an der Sunna Alm am Riffelsee zusammen. Die einen wärmten die Knochen beim Aufstieg dahin über Stock und Stein auf, während die anderen sich mühelos mit der Bergbahn auf über 2200 Meter hinauf katapultieren ließen. Dann trennten sich die Wege. Riffelseeumrundung und Fuldaer Höhenweg lauteten die ambitionierten Ziele.
Wobei die eigentlich einfachere Riffelseeumrundung der Oldies ungeplant durch mehrere Angriffe dramtischer als geplant verlief. Erst schubste ein Bergläufer auf einer Brücke den Oldie, sodass er eine blutende Wunde davontrug. So geschwächt musste er sich dann auch noch kurze Zeit später dem hinterrücks Angriff einer Herde Haflinger erwehren. Nur mit Müh und Not rettete er Hemd und Hose, die bei dem Kampf jedoch mit nicht zu übersehenden Spuren übersät wurden.
Der Montag morgen nach zwei Wandertagen überraschte den Youngster mit einem Muskelkater vom allerfeinsten. Es ist fast nicht zu glauben wie eingeschränkt gehfähig man sein kann, obwohl der sonstige triathletische Zustand einer körperlichen Bestverfassung entspricht. Daher wurde am Montag ein gemeinsamer Ausflugtag eingelegt.

Am Mittwoch den 15. August, unserem Abreisetag, ließen wir uns noch zur Mittelstation der Hochzeiger Bergbahn hochgondeln. Von dort aus unternahm der Youngster eine Besteigung des hohen Gemeindekopfes.
Das Wetter spielte alle Tage perfekt mit, ebenso gab es an der kulinarischen Verpflegung nichts zu bemängeln. So gingen harmonische und erlebnisreiche Tage zu Ende.






