14 Stunden und 20 Minuten am Flughafen Doha

…sind eindeutig zuviel. Das läuft einzig unter Zeit tot schlagen. Sinnlos.

Mein Fazit lautet daher, beim nächsten Mal vor der Buchung genau auf die Aufenthaltszeiten zu achten und diese so kurz wie möglich wählen. Im Zweifel lieber ein wenig mehr zahlen und dafür Zeit und Nerven sparen.

Insofern sind meine Erfahrungen mit Qatar Airways sehr gemischt.

Gestern nach der Ankunft aus Bangkok habe ich das Spielchen nochmals versucht an ein Hotelzimmer zu gelangen. Aber vergeblich. Es ging auch einer ganzen Reisegruppe aus Italien nicht anders. Aus Kostengründen stellt Quatar Airways schlicht keine Hotelzimmer mehr zur Verfügung. Und die Ergatterung der Essen ist auch eine Sache der Findigen Kerle. Insofern habe ich wenigstens ein Mittag- und ein Abendessen rausgehandelt und musste nicht noch zusätzlich bezahlen.

Es hätte die Möglichkeit gegeben, den Flughafen zu verlassen. Für ein Visum wären ca. 20 Euro fällig geworden. Aber was sollte ich dann in der Stadt tun? Hätte auch nur rumgesessen und blöd geguckt. Also habe ich es mir verkniffen.

Der Flughafen selbst ist wirklich kein Brüller. Erst habe ich mein Tagebuch abgeschlossen, dann habe ich das Buch „Die Brücke von Arnheim“ ausgelesen, dann Abend gegessen und danach Musik gehört und geschlafen. Oder in exotischen Stellungen dahingedöst :zz:. Die Stuhlreihen mit den störenden Lehnen verhindern ein sanftes komfortables Dahinschlummern.

Bezüglich der Flüge gibt es eigentlich nichts auszusetzen. Beim Flug von BKK nach Doha bekam ich einen Platz am Notausgang freundlicherweise angeboten und habe angenommen. Das war für die langen Haxen recht komfortabel. Essen war auf beiden Flügen gut und die Bordunterhaltung ist wirklich fein. Am Flug nach Doha sah ich „Gran Turino“ von und mit Clint Eastwood.

Unabhängig vom eigentlichen Urlaub ist die rumtrödelei dieses Mal für Hin- und Rücktransfer einfach zu lange gewesen. Früher fand ich das ganze Fliegen und das drumherum spannend, heute will ich eigentlich so schnell wie möglich ankommen und wieder zu Hause sein.

Letztlich hat die Aktion 1600 Euro gekostet. Dafür hätte ich auch ein 2 wöchiges feines Trainingslager auf Lanzarote absovieren können und meine Radform wäre viel besser. So richtig trainiert habe ich jetzt fast 2,5 Wochen nicht. Das bisschen Laufen und Schwimmen, die Liegestütze und Rumpfstabi Übungen sind nicht wirklich umfangreich gewesen. Mal sehen wenn ich mich gleich auf die Rolle schwinge, wie es so läuft. Jedenfalls fehlen mir im Vergleich zum letzten Jahr einige Radkilometer.

Dieser Beitrag hat 8 Kommentare

  1. Ich wollte auch mal einen Sitz am Notausgang (wegen der Beinfreiheit),als ich aber sagte, ich habe Knieprobleme, durfte ich diesen Platz nicht einnehmen, da sonst im Ernstfall nicht schnell genug ausgestiegen werden kann. Na ja, bin auch so angekommen.

    1. mann darf eben nicht alles sagen! Wobei mir die Logik nicht einleuchtet, sollen die Behinderten hinten im Flieger im Zweifel verheizt werden? Weil ansonsten verstopfen sie eben den Gang und nix geht vorwärts Richtung Tür?

  2. Da macht also selbst ein „alter“ Globetrotter wie Du immer noch neue und nicht immer angenehme Erfahrungen. Na Hauptsache, Du bist wieder da!!! Die Idee mit dem Rad-Trainingslager klingt auch sehr interessant. Wäre doch mal eine Überlegung wert, wenn das Sparschwein wieder voll ist.

    1. So ein Trainingslager macht nur im Frühjahr Sinn. Das im letzten Jahr bei meinen Verwandten war auch nett, aber hier ist leider das Wetter nicht immer so verlässlich. Neben Miss Lin wird mich als nächstes Miss Maike ruinieren. Ich hätte da noch ein paar übriggebliebene Klamotten…nette Teile…

      1. Das mit dem Frühling war mir schon klar. Schließlich bin ich, wie Du weißt, in der Theorie sehr firm was Tria betrifft. Bin aber davon ausgegangen, dass das Sparschwein erst wieder, mehr oder weniger mühsam, gefüllt werden muss.
        Für Miss Maike hast Du sicher schon längst „vorgesorgt“ oder müssen wir sammeln gehen?

  3. ich wollte auch wissen, ob du vom ersten Rollentraining Muskelkater bekommen hast.Sicherlich kannst du bei deiner Verwandtschaft wieder dein Trainingslager aufschlagen!

    1. Also ich war 2 Wochen nicht Radfahren, nicht 2 Jahre! Muskelkater bekomme ich so gut wie nie vom Radfahren, egal was ich anstelle. Eine leichte Ermüdung war heute zu spüren, aber sonst alles paletti. War vorhin auch schon wieder laufen. Und auch hier in der Heimat ohne Probs. So kann es weitergehen.

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